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Wahlkampf: Grüne nominieren Thomas Zebunke als Landratskandidat

In ihrer Mitgliederversammlung haben sich die Wetterauer Grünen für die kommenden Wahlen aufgestellt. Der Kreistagsabgeordnete Thomas Zebunke tritt im Wahlkampf um das Landratsamt an, Kathrin Anders ist ab sofort Sprecherin des Vorstandes.
Die Wetterauer Grünen haben Thomas Zebunke zu ihrem Landratskandidaten gewählt. Foto: BRUNO RIEB Die Wetterauer Grünen haben Thomas Zebunke zu ihrem Landratskandidaten gewählt.
Florstadt. 

„Es wird das Wunder von Friedberg geben“, glaubt Thomas Zebunke. Der Grünen-Kandidat rechnet sich Chancen aus, bei der Landratswahl in die Stichwahl zu kommen, wenn einer der beiden Kandidaten aus der Großen Koalition „schwächelt“. Zebunke wurde am Montagabend in der Hauptversammlung der Grünen im Bürgerhaus in Florstadt einstimmig gewählt. Er erhielt 29 der 30 abgegebenen Stimmen bei einer Enthaltung.

Zebunke ist gelernter Diplom-Agraringenieur. Der 56-Jährige arbeitet als Referent im Hessischen Umweltministerium. Er wohnt in Friedberg, ist verheiratet und hat eine Tochter. Seit gut einem Jahr gehört er dem Kreistag an.

„Es hat ziemlich lange gedauert, bis ich überzeugt war, dass ich das kann“, gestand Zebunke in seiner Vorstellungsrede. Nun rechnet er sich Chancen aus gegen die SPD-Kandidatin und Kreisbeigeordnete Stephanie Becker-Bösch und den voraussichtlichen CDU-Kandidaten, den Ersten Kreisbeigeordneten Jan Weckler (die Union nominiert ihren Kandidaten am 25. November in Rosbach). Komme es zu einer Stichwahl mit ihm, dann werde das überregionales Medieninteresse wecken, meint er. Spannend wäre dann, welche Wahlempfehlung die Parteien der Großen Koalition aussprechen.

Klima und Wirtschaft

„Wird die SPD den CDU-Kandidaten empfehlen?“, fragte Zebunke. In seinem Wahlkampf will der Grünen-Kandidat auf Ökologie, Landwirtschaft, Klimaschutz und Wirtschaft setzen. Die Wetterau solle nicht der Lagerplatz Frankfurts werden.

Und er will wirtschaftspolitisch „was für den Ostkreis machen“. Er spricht sich für Flächenschutz statt Flächenverbrauch aus: Es könne weiter Fläche verbraucht werden, es müsse dafür aber Ausgleich geschaffen werden.

„Wir sind der Antrieb für die Wetterau“, meint der Grünen-Kandidat. In der vergangenen Ampelkoalition hätten die Grünen einiges erreicht. Nun gehe es um einen „Neustart und einen fairen und transparenten Politikstil“.

Vorstand ergänzt

Der Landratskandidat der Grünen beklagt den „Rechtsruck in der Wetterau“: Der Kreis habe die höchsten AfD-Werte in Hessen. Dazu komme noch die NPD und auch die Identitären spielten eine Rolle. „Wir müssen dieses Image von der Wetterau weg kriegen.“

Die Grünen ergänzten in der Versammlung ihren Kreisvorstand um drei Frauen: Kathrin Anders aus Bad Vilbel, die als Bundestagskandidatin angetreten war, wurde mit 23 Ja- und zwei Neinstimmen zur neuen Sprecherin gewählt und bildet mit Rainer Knack die Doppelspitze der Wetterauer Grünen. Mit jeweils 27 Ja-Stimmen wurden Marielle Loos aus Niddatal und Heike Strohschnitt aus Limeshain – sie ist erst seit acht Wochen Mitglied der Grünen – in den Kreisvorstand gewählt.

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