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Betreuungskosten: Gebührenfreiheit: Kita-Kosten sollen verteilt werden

Bei der sechsstündigen Gebührenfreistellung für Kindergartenkinder ab drei Jahren sind noch etliche Fragen offen. Das ergab die Sitzung des Nidderauer Sozialausschusses am Dienstagabend.
Die Kita-Gebühren müssen in Nidderau neu berechnet werden. Archivfoto: Georgia Lori Die Kita-Gebühren müssen in Nidderau neu berechnet werden. Archivfoto: Georgia Lori
Nidderau. 

Eigentlich soll die alle zwei Jahre erstellte Bedarfsplanung der Stadt zum Thema Kinderbetreuung der Politik einen verlässlichen Rahmen für ihre zukünftigen Entscheidungen in diesem Bereich bieten. Darüber hinaus soll der Bedarfsplan auch den Eltern die erforderliche Sicherheit für ihre eigenen Familienplanungen bieten.

Doch scheint das vor allem in Hinblick auf die Elternschaft nicht voll gelungen zu sein: Bei der jüngsten Sitzung des Jugend- und Sozialausschusses am vergangenen Dienstag haben die Verantwortlichen der Stadt alle Hände voll zu tun, um die Fragen der sehr zahlreich erschienen Eltern, Elternvertreter und Erzieherinnen zu beantworten.

In Frage gestellt wird unter anderem von den Vertretern des Elternbeirates Markus Kriegel und Andrea Godeau, ob das Zahlenwerk, das die Stadt ihrer Planung zugrunde gelegt hat, angesichts der vielen Neubaugebiete im Stadtgebiet auch belastbar ist. Ihrer Ansicht nach wird aus dem derzeit knappen Überangebot an Plätzen schon sehr bald eine viel größere Nachfrage entstehen.

Verzögerung beim Bau

Beanstandet wurde auch die Informationspolitik: „In drei Wochen beginnen die Schulferien und wir wissen immer noch nicht verbindlich, wie es um die Betreuung der Schulkinder an der Kurt-Schumacher-Schule in Windecken und der Albert-Schweitzer-Schule in Heldenbergen steht“, ärgern sich gleich mehrere Eltern.

In der Tat sei es zu Verzögerungen gekommen und deshalb könnten die Gebäude für die Betreuung auch nicht fristgemäß fertiggestellt werden, so Stadtrat Rainer Vogel (Grüne). Dafür habe sich die Stadt aber mit den beiden Schulen darauf geeinigt, dass bis zur Fertigstellung zu den Herbstferien Schulräume übergangsweise für die Betreuung zur Verfügung gestellt würden.

Vogel versprach den Eltern, ihnen die Betreuungsgarantie bis zum Beginn der Ferien schriftlich zukommen zu lassen. Der Stadtrat ging dann auch noch auf die Befürchtungen bezüglich der möglicherweise zu wenigen Betreuungsplätze in naher Zukunft ein. „Wir werden in den nächsten drei bis vier Jahren eine neue vierzügige Kita für den Bereich Windecken/Heldenbergen bauen müssen, um dem Bedarf gerecht zu werden. Und auch die Kita Eichen muss um eine Gruppe erweitert werden.“

Großen Diskussionsbedarf gab es dann beim Antrag der CDU-Fraktion auf Beitragsbefreiung in den Kindergärten für täglich sechs Stunden und die sich daraus ergebende neue Gebührenordnung. Weil das Land den Kommunen für die sechs Stunden lediglich einen Betrag von 135,60 Euro pro Monat je Kind zur Verfügung stellt, und dieser Betrag nicht die Kosten der Kommunen deckt, müssen die Gebühren neu berechnet werden.

Randstunden teurer

In Nidderau soll ein Teil der Kosten auf die Randstunden, also auf den Bereich vor oder nach der Grundbetreuung von 7.30 bis 12.30 Uhr, verteilt werden. Für Kinder etwa, die nur während der sechs gebührenfreien Stunden betreut werden und am Mittagessen teilnehmen, müssen die Eltern dann nur eine halbe Stunde zuzüglich Essengeld hinzubuchen. Die kostete bisher neun Euro – und soll nun 15,30 Euro kosten.

Weil die Gebührenordnung noch nicht alle Gegebenheiten berücksichtigt, beispielsweise Nachlass bei Geschwisterkindern, wurde vereinbart, die Elternvertreter noch einmal zu einem Gespräch in die Verwaltung einzuladen.

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