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Sportstättenanalyse: Freie Zeiten in den Sporthallen gibt es nur tagsüber

Die Sportstättenanalyse für Bad Vilbel zeigt: Die Hallen sind voll. Freie Zeiten gibt es nur noch wenige.
Sportler wie die Volleyballerin Jacqueline Pfeiffer (SSC Bad Vilbel) trainieren in der Halle. Archivfoto: Privat Sportler wie die Volleyballerin Jacqueline Pfeiffer (SSC Bad Vilbel) trainieren in der Halle. Archivfoto: Privat
Bad Vilbel. 

Die Wogen schlugen hoch, als der SV Fun-Ball Dortelweil im vergangenen Jahr angekündigt hat, er wolle im Neubaugebiet im Quellenpark eine kleine Mehrzweckhalle bauen. Die Frage, ob die Stadt keine freien Hallenkapazitäten mehr habe, konnte nicht beantwortet werden. Der Grund: Die Verwaltung wusste es schlicht nicht, weil kaum Buch geführt wurde.

Nun liegt eine Sportstättenanalyse vor. Denn der letzte Sportstätten-Entwicklungsplan ist aus dem Jahr 2000. Nach der Jahrtausendwende wurden gleich drei neue städtische Sporthallen gebaut: Am Siegesbaum, am Sportzentrum und auf dem Heilsberg.

Ein ganzes Jahr hat die Sammlung der Daten und die Erstellung der Analyse gebraucht. Das Hauptamt ging mit eigenem Personal an die Zählung und wollte in 2017 sowohl die Winter-, als auch die Sommerbelegung prüfen. Die Nutzung der Sportplätze blieb außen vor. „Das regeln die Vereine unter sich“, sagte Stadtsprecher Yannick Schwander, der die Analyse vorstellte. Spannender war für die Stadt zu wissen, wo freie Hallenkapazitäten waren. Dabei ging man laut Schwander so vor, dass die von den Vereinen angemeldeten Zeiten durch städtisches Personal kontrolliert wurden. „Erst wenn dreimal hintereinander der angemeldete Kurs oder der Verein nicht da waren, wurde sie als nicht genutzt verzeichnet.“

100 Seiten-Lektüre

Davon gibt es viele, wie sich in der fast 100 Seiten dicken Sportstättenanalyse zeigt. Allerdings vor allem zwischen 8 und 16.30 Uhr. „In den Zeiten danach sieht das ganz anders aus“, so Schwander. Da verfüge man über kaum Kapazitäten. Bemerkenswert auch, dass bei den Winterbelegungs-Stichproben von den städtischen Mitarbeitern ein hoher Krankenstand festgestellt wurde, zudem hätten sich Faschingskampagnen oder kurzfristige Absagen niedergeschlagen, etwa weil das angemeldete Fußballtraining wegen des milden Wetters doch draußen stattgefunden habe. Bei den Sommerbelegungs-Stichproben hätten sich die Ferien und kurzfristige Absagen in der Statistik bemerkbar gemacht.

Die freien Kapazitäten unterscheiden sich laut Schwander nach Hallenart. So verzeichneten die Schulsporthallen kaum freie Zeiten, da vormittags Schule, nachmittags und abends Vereine aktiv seien. Dagegen hätten die städtischen Sporthallen freie Kapazitäten zwischen 8 und 16.30 Uhr. Allerdings seien dort nachmittags und abends nur noch sehr wenige Räume frei. Zudem gebe es Unterschiede bei freien Belegungszeiten je nach Hallenart: „Größere Räume und Hallenfelder sind stärker genutzt, kleinere Räume für Kursangebote haben vor allem tagsüber freie Stunden.“ Die städtischen Mitarbeiter stellten ebenso fest, dass an den Wochenenden zumeist Mehrfeldhallen ausgelastet sind, auch hier hätten kleinere Räume in Mehrzweckhallen freie Kapazitäten. Jedoch sei die Wochenendplanung abhängig von kurzfristigen Ereignissen wie Meisterschaftsspielen, Turnieren oder kulturellen Veranstaltungen.

Nachsteuern

Zu den belegten Hallennutzungszeiten, die laut Überprüfung nicht in Anspruch genommen worden sind, hat die Stadt die Vereinsverantwortlichen inzwischen kontaktiert, ob diese Zeiten freigegeben werden können. Auch wurde in den Gesprächen versucht, bei den begehrten Zeiten durch Verschieben von Angeboten auf den früheren Nachmittag weitere Belegungszeiten zu generieren.

„Dies hat nur teilweise zum Erfolg geführt, da oftmals entweder der Trainer oder die Teilnehmer noch berufstätig sind und daher eine frühere Anfangszeit nicht möglich ist.“ Darüber hinaus hat die Stadt in allen städtischen Sporthallen ein Benutzerhallentagebuch zur Kontrolle eingeführt. „Dies ermöglicht auch in der Zukunft ein gewisses Nachsteuern bei den Belegungszeiten“, heißt es in dem Bericht. Und: „Mit Ausnahme der Fußballvereine, die stets einen großen Bedarf an Hallenzeiten einfordern, liegen der Verwaltung keine größeren Anforderungen vor.“ Den Fraktionen sei je ein Exemplar der Sportstättenanalyse übersandt worden.

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