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Bundestagswahl am 24. September: FDP in Karben: „Wir besetzen wichtige Themen“

Von Die Hausaufgaben für den Bundestagswahlkampf hat der Ortsverband Karben der FDP erledigt: Die Plakate hängen. Inhaltlich setzt die Partei auf die Kraft der Argumente – und sieht sich bundesweit im Aufwärtstrend.
Peter Heidt (links) hängt gemeinsam mit Oliver Feyl ein Wahlplakat auf. Etwa 50 Stück haben die Aktiven in der ganzen Stadt angebracht. Foto: Anne-Rose Dostalek Foto: Anne-Rose Dostalek Peter Heidt (links) hängt gemeinsam mit Oliver Feyl ein Wahlplakat auf. Etwa 50 Stück haben die Aktiven in der ganzen Stadt angebracht. Foto: Anne-Rose Dostalek
Karben. 

Wahlplakate aufzuhängen, das ist Routinearbeit für Oliver Feyl, Vorsitzender der Freien Demokraten in Karben. Als Stadtverordneter ist Feyl auch das bekannte Gesicht der FDP in Karben. „Das machen wir in den Ortsverbänden der FDP alles selber, wir haben keine Firma, die wir mit Plakatieren beauftragen“, erklärt Feyl. Routiniert zurrt er die Kabelbinder fest, während FDP-Spitzenkandidat Peter Heidt im Wetteraukreis I sein Konterfei mit dem Slogan „Soli abschaffen, Bürger entlasten“ festhält.

Nach einigen Minuten ist das Werk vollbracht, ein Plakat mehr hängt in der Bahnhofstraße, dem zentralen Punkt in Sachen Wahlkampf in Karben. Hier in der stark befahrenen Durchgangsstraße haben fast alle Parteien die Bäume und Laternenpfähle mit den lächelnden Gesichtern ihrer Spitzenkandidaten und den dazu gehörigen Wahlkampfslogans dekoriert.

1972 gegründet

Der Ortsverband der FDP wurde 1972 in der noch jungen Stadt Karben gegründet. Die FDP ist seit 2016 mit einem Stadtverordneten im Parlament vertreten.

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Etwa 50 Plakate hat die FDP in Karben aufgehängt, konzentriert an wenigen zentralen Punkten. Aber ob das hilft, viele Stimmen zu gewinnen? Feyl zuckt mit den Schultern, er will die Plakate nicht überbewerten. Aber sie zeigten auch Wirkung. „Wir werden oft darauf angesprochen. Den Menschen gefallen unsere aussagekräftigen Slogans“, sagt Heidt. Sie seien das Ergebnis einer sehr intensiven Programmdiskussion. Was auf seinem Plakat stehe, mit dem er sich als Direktkandidat für den Wahlkreis präsentiere, das habe er auch selber ausgesucht.

Mittelstand entlasten

„Soli abschaffen, Bürger entlasten“, dafür wolle er sich einsetzen, das sei ihm eine Herzensangelegenheit. Die Entlastung der Bürger und vor allem des Mittelstandes sei längst überfällig Die kalte Progression treffe alle, ob nun Angestellter oder Arbeiter, und gehöre abgeschafft. Mehr passieren muss seiner Meinung nach auch in Sachen Digitalisierung. Den Wetterauer wurmt es gewaltig, dass Firmen und Privatleute noch immer keinen flächendeckenden Zugriff auf das Breitbandnetz haben. „Wo kein Breitband ist, wird sich auch keine Firma ansiedeln“, sagt er.

Der Rechtsanwalt Heidt ist in Bad Nauheim verwurzelt, sitzt dort im Stadtparlament und hat als Fraktionsvorsitzender der FDP im Wetterauer Kreistag die Zügel in der Hand.

Ob ihm der Sprung in den Bundestag gelingt – das will Heidt, der auf Platz 7 der Landesliste platziert ist, nicht ausschließen. „Es hängt vom Wahlergebnis ab“, sagt er und sieht seine Partei im Aufwärtstrend. „Die Stimmung ist richtig gut und die Umfragewerte auch“, bestätigt Oliver Feyl. Sie erhielten viele positive Rückmeldungen und hörten in vielen Gesprächen: „Ja, ich habe euch bei der Briefwahl gewählt.“ Wer unzufrieden sei mit der Politik der großen Parteien, wer der Meinung sei, es laufe nicht wirklich gut in Deutschland, der wähle jetzt wieder die FDP als Alternative zur großen Koalition.

Zugpferd Lindner

„Wir besetzen wichtige Themen wie Bildung, Digitalisierung und Steuern“, sagt Heidt selbstbewusst, der ebenso wie Feyl auf dem Bundesparteitag der FDP in Berlin am Wahlprogramm mit gearbeitet hat. „Das war richtig intensiv, drei Tage lang haben wir von morgens um 9 Uhr bis abends um 22 Uhr zusammen gesessen, diskutiert und an den Texten gearbeitet“, erinnert sich Feyl. Die heiße Phase des Wahlkampfes sind für Feyl die beiden letzten Wochen vor der Bundestagswahl. Dann wollen die Freidemokraten auch den direkten Kontakt zu den Wählern suchen und Wahlkampfstände am Markt in Klein-Karben aufbauen. Sehr präsent sei die FDP in den sozialen Medien, entweder durch den Spitzenkandidaten selber oder durch den Kreisverband. Die größte Zugkraft müsse das Wahlprogramm entfalten – und Lindner als Spitzenkandidat.

Feyl und Heidt sind sich sicher, dass die FDP erfolgreicher als bei der letzten Wahl sein wird. Ein Indiz sehen beide darin, dass die FDP mehr Parteieintritte als Austritte verzeichne.

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