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Ladesäulen: Elektromobilität: Die Quellenstadt will aufholen

Bad Vilbel hängt momentan noch etwas hinterher, was die E-Mobilität angeht. Doch wollen die Stadtwerke nun in die Offensive gehen. Das berichtet der kaufmännische Leiter der Stadtwerke, Rüdiger Milke, in der gestrigen Sitzung des Planungs-, Bau- und Umweltausschusses. Und wenn in Bad Vilbel etwas angepackt wird, dann richtig, denn man plant mit recht vielen Ladesäulen in recht kurzer Zeit.
Elektro-Ladesäulen finden Autofahrer bisher beispielsweise auf Discounter-Parkplätzen. Elektro-Ladesäulen finden Autofahrer bisher beispielsweise auf Discounter-Parkplätzen.
Bad Vilbel. 

„Wir haben uns an das Thema Elektromobilität vor einigen Jahren noch nicht so richtig herangetraut“, berichtet Rüdiger Milke, kaufmännischer Leiter der Stadtwerke dem Planungs-, Bau- und Umweltausschuss im Rathaus in Dortelweil. „Mittlerweile sind die Normen aber so weit geregelt, dass man eine Ladestruktur etablieren kann. Wir werden das mit Maß und Ziel machen“, kündigt er an.

Denn Ladestationen seien aus wirtschaftlicher Sicht schwierig, wenn nicht sogar völlig unwirtschaftlich. Verdienen könne man damit nichts. „Wir müssen uns aber dieser Frage stellen, und das wollen wir auch“, so Milke. Gerade in Bezug auf den Hessentag wolle man das Projekt angehen, denn: „Das ist vor allem Marketing.“

Verweildauer zählt

7000 bis 10000 Euro Investition pro Ladesäule müsse die Stadt einkalkulieren. „Wenn wir die Ladesäulen errichten, dann nur dort, wo der Nutzer eine gewisse Zeit verweilt“, erklärt Milke. In Wohngebieten wolle man die Säulen nämlich nicht aufstellen, da dort nicht jeder davon profitieren könne. Außerdem gibt es technische Anforderungen an einen möglichen Ladeort: „Es muss ein Kabelverteiler in der Nähe sein, damit wir genug Leistung bieten können.“

Über mögliche Orte habe man sich bereits Gedanken gemacht: Das Rathaus, der Festplatz, der Friedhof in Massenheim, das Kultur- und Sportforum in Dortelweil, die Alte Frankfurter Straße auf dem Heilsberg und die Breitwiesenhalle in Gronau erscheinen den Verantwortlichen als sinnvolle Orte für das Etablieren der Elektro-Ladesäulen. „Eine Säule mit zwei Ladepunkten soll an jedem dieser Orte stehen und jeweils 22 Kilowatt Leistung bringen“, berichtet Rüdiger Milke.

Anfällig für Vandalismus

Doch sei das längst nicht alles. In der Tiefgarage unter dem Kurhaus und der neuen Stadthalle würden weitere Ladesäulen Platz finden. Das sei unter anderem vom Gesetzgeber so vorgeschrieben. „Insgesamt verfügt Bad Vilbel dann über 25 bis 30 Ladesäulen für elektrische Fahrzeuge“, kündigt er an.

Doch starten wolle man noch nicht sofort. „Bisher hat es zwei Förderaufrufe vom Bundeswirtschaftsministerium gegeben, wir wollen noch den dritten abwarten“, sagt er. Doch ewig Zeit wolle man sich nicht lassen. „Wir haben die nächsten zwei Jahre für die Umsetzung im Blick.“ Hessentag heißt also auch hier das große Ziel.

„Werden auch Ladestationen für E-Bikes geplant?“, möchte Clemens Breest (Grüne) wissen. Darauf weiß Erster Stadtrat Sebastian Wysocki (CDU) eine Antwort: „Bei E-Bikes muss anders geplant werden, denn von der Leistung her reicht hier eine normale Steckdose“, erklärt er.

Diese kleineren Ladesäulen seien sehr anfällig für Vandalismus, weshalb man sich Standorte dafür genau anschauen müsste. „Wir stecken noch in Detailfragen, aber wir sind dran“, verspricht der Erste Stadtrat.

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