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Gemeinschaftsprojekt Tipi: Eine bestrickende Idee

Von Kita-Leiterin Jeanine Duplois hat es schon genau vor Augen. Das Tipi aus lauter bunten, gehäkelten Quadraten. Entstehen sollen diese in Zusammenarbeit mit Karbener Bürgern – ein Gemeinschaftsprojekt für Alt und Jung. Das Tipi soll die Vielfalt in der Stadt widerspiegeln. Eine gute Idee, fand auch die Bürgerstiftung, die das Projekt finanziell unterstützt.
Die Geduld lohnt sich: Regine Feyl hat schon einen Teil des Quadrates in einem leuchtenden Gelb gehäkelt. Die Geduld lohnt sich: Regine Feyl hat schon einen Teil des Quadrates in einem leuchtenden Gelb gehäkelt.
Karben. 

Wolle und Häkelnadeln liegen für Freiwillige bereit. Jeanine Duplois, Leiterin der Kita Am Breul, und Regine Feyl von der Bürgerstiftung „Unser Karben“ sind fleißig am Häkeln. „Wäre doch schön, wenn das erste Quadrat heute fertig würde“, sagt Feyl und begutachtet, was sie in den vergangenen 15 Minuten geschafft hat.

Gleichmäßig sieht das Stück aus, sie arbeitet in einem schnellen Tempo, was erkennen lässt, dass sie solche Handarbeit schon öfter gemacht hat. Auch Bürgermeister Guido Rahn (CDU) probiert sich einmal darin, als ihm die Kita-Leiterin ein grün-weißes Wollknäuel in die Hand drückt.

Hintergrund: Stricken verbindet

Ute Lennartz-Lembeck wurde 1960 in Remscheid geboren, studierte an der Universität Wuppertal Kunstpädagogik, Sozialwissenschaft und Erziehungswissenschaft.

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Die ersten beiden Reihen hat Duplois schon vorbereitet. „Ich weiß gar nicht, wie das geht, ich hatte nie Handarbeit in der Schule“, gesteht Rahn und lässt sich zeigen, was er machen muss. Immerhin schafft er ein paar Maschen. „Wer es nicht kann, der ist auch willkommen, die Wolle zu spenden“, sagt Duplois.

Buntes Miteinander

Wichtig ist, dass es sich um Acrylwolle handelt, denn der können Regen und Nässe draußen nichts anhaben. „Andere Wolle würde irgendwann anfangen zu schimmeln“, sagt sie. Die Anregung hat sich Duplois von der Kita Buntspecht aus Gründau geholt, die ein ähnliches Projekt Anfang des Jahres umgesetzt hat. „Wir wollen ein buntes Woll-Tipi entstehen lassen, dafür brauchen wir gehäkelte oder gestrickte Quadrate, die 15 mal 15 Zentimeter groß sein müssen“, erklärt sie. Die Erfinderin des Ganzen ist Ute Lennartz-Lembeck, die solche Tipis schon in Basel, New York und Taipeh realisiert hat.

Jeder Karbener kann sich daran beteiligen, das ist sogar erwünscht. „Es ist ein Gemeinschaftsprojekt für die Bürger, daher wird das Tipi auch vor der Kita stehen und so jedem zugänglich sein“, erklärt Duplois. Das fand auch die Bürgerstiftung Karben so innovativ, dass sie sich an den Kosten in Höhe von 800 Euro beteiligt. „Auf diese Art und Weise wird die Kita zur Begegnungsstätte für Alt und Jung“, sagt Stiftungs-Vizechef Jörg Astheimer.

Häkel-Café öffnet

Jetzt muss erst einmal fleißig gestrickt und gehäkelt werden. „Wenn jeder zehnte Karbener mitmacht, könnte das Projekt klappen“, rechnet Rahn aus. Rund 2000 Quadrate sind notwendig, damit das Tipi errichtet werden kann. Dafür wird das Häkelcafé eingerichtet. Montags von 15 bis 16 Uhr und mittwochs von 9 bis 10 Uhr kann im Elterncafé gewerkelt werden, die Wolle dafür steht in Körbchen bereit.

„Wenn die Quadrate fertig sind, kommt Ute Lennartz-Lembeck zu uns, um beim Aufbau zu helfen“, erzählt Duplois. Für die Kinder ist das spannend, denn sie bekommen den Entstehungsprozess mit. „Es ist vorgesehen, dass die Größeren sich auch im Häkeln probieren“, sagt Duplois. Wer des Häkelns oder Strickens nicht mächtig ist, kann dennoch ein gutes Werk tun, indem er die Wolle spendet. „Wir haben in Groß-Karben ein Wollgeschäft, wo man alles Nötige bekommt“, gibt Astheimer einen Tipp.

Die Wolle kann in der Kita in Klein-Karben, Am Breul 5, montags bis freitags von 7 bis 17 Uhr abgegeben werden.

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