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Ivonne Keller aus Dortelweil: Eine Autorin, die überrascht

Von Einfühlsam sind die Romane der Dortelweiler Autorin Ivonne Keller. Doch sie zeigen auch, dass nicht immer alles Gold ist, was glänzt. Am Freitag gibt Keller Einblicke in ihren zweiten Roman.
Ivonne Keller, Autorin aus Dortelweil, mag es, in ihren Kurzgeschichten und Romanen hinter vermeintlich glänzende Fassaden bürgerlicher Familien zu blicken. Ihr zweiter Roman ist jetzt als Taschenbuch erhältlich.	Foto: Susanne Krejcik Ivonne Keller, Autorin aus Dortelweil, mag es, in ihren Kurzgeschichten und Romanen hinter vermeintlich glänzende Fassaden bürgerlicher Familien zu blicken. Ihr zweiter Roman ist jetzt als Taschenbuch erhältlich. Foto: Susanne Krejcik
Bad Vilbel. 

„Ich interessiere mich dafür, wenn es Konflikte hinter vermeintlich strahlenden Fassaden gibt“, sagt Ivonne Keller. Dieses Thema greift sie im Buch „Hirngespenster“ auf, das jetzt als Taschenbuch auf den Markt gekommen ist und zuvor als E-Book erhältlich war.

Keller (44) lebt mit ihrer Familie in Dortelweil. Sie hat im Jahr 2008 intensiv mit dem Schreiben begonnen und seither mehrere Kurzgeschichten sowie zwei Romane veröffentlicht.

 

Gefangen im eigenen Körper

 

„Hirngespenster“ – erschienen bei Droemer-Knaur (8,99 Euro) – ist ihr zweiter Roman, derzeit arbeite sie am dritten. Etwa ein Jahr habe sie an „Hirngespenster“ geschrieben. Darin erzählt sie eine spannende Geschichte rund um Protagonistin Silvie, bei der Themen wie Liebe, Sexualität, Eifersucht und Rivalität eine Rolle spielen.

„Vor ein paar Monaten, als ich zu mir kam, fand ich mich in einem gesicherten Bett wieder und begriff nicht, was mit mir passiert war. Ich war eine vollkommen andere. Keine Silvie Jakobi, berufstätige Mutter zweier Söhne, nein, ein hilfloses Geschöpf.“ Silvie kommt zu sich, kann nicht sprechen und ist im eigenen Körper gefangen. Sie lebt im Haushalt ihres Mannes Johannes und wird von Sabina, der früheren Jugendliebe ihres Mannes, umsorgt. „Ausgerechnet sie! (…) Am Ende hat er also doch noch bekommen, was er immer wollte.“

Auch Silvies Schwester Anna spielt eine wichtige Rolle. Rückblickend erzählt Keller von der Kindheit der Schwestern, in der sie sehr vertraut miteinander waren.

Als Anna an Leukämie erkrankt, verändert sich vieles. Während Anna beinahe ein Jahr gegen die Krankheit kämpft, kommt Silvie in die Pubertät. Dann merken die Schwestern, dass sie sich voneinander entfernt haben und die Vertrautheit verschwunden ist.

 

Situation spitzt sich zu

 

Die Autorin lässt die Leser teilhaben an Ehe- und Familienleben der Schwestern. So bekommt Silvie mit Johannes zwei Kinder. Anna ist mit Matthias verheiratet, hat drei Kinder und ist überfordert, es allen recht machen zu wollen. Sie entwickelt ein Zwangsverhalten. Die Erkrankung erschwert ihren Alltag immer mehr, die familiäre Situation spitzt sich zu.

Keller gibt den Lesern auf einfühlsame Weise tiefgehende Einblicke in Denken und Fühlen der Hauptpersonen. Gegen Ende hält sie eine unerwartete Wendung bereit. „Ich freue mich, wenn die Leser vom Ende überrascht sind, ich liebe es selbst, beim Lesen überrascht zu werden“, so Keller.

Ivonne Keller liest aus ihrem Roman „Hirngespenster“ am Samstag, 27. September, 19 Uhr, in der Buchhandlung „Lesezeit“ im Brunnencenter in Dortelweil. Reservierungen: Telefon (06101)/9875868. Informationen unter www.ivonne-keller.de.

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