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Musikalische Frühförderung: Ein Angebot, von dem alle Kinder profitieren sollen

Für die musikalische Frühförderung in der Kindertagesstätte Sonnenwelle im Schönecker Ortsteil Büdesheim wird auch künftig keine Pflichtgebühr erhoben. Einen Antrag auf einen solchen Beitrag hat die CDU jetzt zurückgezogen, um das Projekt insgesamt nicht zu gefährden.
Gute Aussichten: Für die musikalische Frühförderung in der Kita Sonnenwelle gibt es keine Pflichtzahlungen. Gute Aussichten: Für die musikalische Frühförderung in der Kita Sonnenwelle gibt es keine Pflichtzahlungen.
Schöneck. 

Seit zehn Jahren gibt es für die Jungen und Mädchen in der Kita Sonnenwelle in Büdesheim eine musikalische Grundförderung. Dabei handelt es sich um ein Angebot der Musikschule Schöneck-Nidderau-Niederdorfelden: Eine Musikpädagogin kümmert sich dabei jeweils 45 Minuten pro Woche um Gruppen von zehn bis zwölf Kindern. Dafür zahlen Eltern freiwillig 16,50 Euro pro Monat. Diesen Beitrag wollte die CDU jetzt verpflichtend einführen, um das Angebot kostendeckend zu gestalten.

Zwei Drittel zahlen

In der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Soziales, Familie, Jugend und Kultur der Gemeinde Schöneck stieß sie damit aber nicht unbedingt auf Gegenliebe. Auch nicht beim Musikschulleiter Christoph Möller. Bei dem Angebot in der Kita Sonnenwelle handle es sich um ein Sozialprojekt, sagte er: „Über solche Projekte haben wir die Möglichkeit, alle Kinder zu erreichen.“ Das wolle man auf keinen Fall gefährden. Immerhin knapp zwei Drittel der Eltern zahlten den freiwilligen Beitrag, einige sogar mehr. Mit Spenden komme man auf Einnahmen von rund 1 000 Euro pro Jahr, während sich die Ausgaben auf knapp 16 000 Euro beliefen, rechnete Möller vor.

Bürgermeisterin Conny Rück (SPD) ergänzte, dass alle Kindertagesstätten in der Gemeinde unterschiedliche Schwerpunkte hätten: Die eine sei das „Haus der kleinen Forscher“, bei der anderen stehe Bewegung im Vordergrund und bei der Kita Sonnenwelle eben die Musik. „Das ist eine der am besten funktionierenden Sachen, die wir in unseren Kitas außerhalb der normalen Sachen anbieten“, gab Rainer Volz, Leiter des Fachbereichs Familie und Kultur bei der Gemeinde, zu bedenken. „Ich sehe hier überhaupt keinen Handlungsbedarf. Es wäre sehr schade, wenn das wegfallen würde.“

Rechtlich problematisch

Beim einem Pflichtbeitrag hingegen sei die Gefahr groß, dass die musikalische Früherziehung nicht mehr angeboten werden könne. Eine solche verpflichtende Gebühr sei nämlich aus rechtlichen Gründen problematisch. „Wenn Euer Antrag so durchkommt, dann ist diese Sache weg“, warnte Volz in Richtung CDU. Dieses Risiko wollten die Christdemokraten allerdings nicht eingehen. „Wir ziehen den Antrag aus rechtlichen Gründen zurück“, verkündete Markus Jung (CDU).

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