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Einzigartiges Projekt: Die erste Kreisliga der Worte

Seit dem Jahr 2011 veranstalten sie Dichterwettstreite in der Wetterau: Dominik Rinkart und Andreas Arnold, die sich unter dem Namen Poetry-Slam Wetterau zusammengeschlossen haben. Sie haben Großes vor.
Wollen eine Liga ins Leben rufen (von links): Thorsten Zeller, Dominik Rinkart und Andreas Arnold. Wollen eine Liga ins Leben rufen (von links): Thorsten Zeller, Dominik Rinkart und Andreas Arnold.
Friedberg. 

Es begann in Reichelsheim, im Folgejahr kam Karben hinzu, und inzwischen gibt es in der Wetterau kaum mehr eine Stadt, in der nicht sporadisch oder regelmäßig junge Dichterinnen und Texteschöpfer unter der Organisation und Moderation von Dominik Rinkart und Andreas Arnold auftreten, um ihre Kunst zu präsentieren. Großes haben sie vor mit ihrem Dichterkreis.

Was 2014 mit einer Stadtmeisterschaft in Friedberg begann, weiteten sie im Folgejahr schon zur Kreismeisterschaft aus – eine Seltenheit in der deutschen Poetry-Slam-Szene. Für dieses Jahr soll es ganz besonders werden.

Rangliste entscheidet

Dazu haben sie sich den Friedberger Slam-Poeten und Verleger Thorsten Zeller mit ins Boot geholt. Eine eigene Liga soll entstehen – wohl einzigartig im ganzen deutschsprachigen Raum. „Wie bei Fußballvereinen. Nur, dass wir keine Vereine haben, sondern Einzelspieler“, sagt Arnold. Jeder der Poeten kann ab der ersten Veranstaltung, die am 17. Januar (Mittwoch) im Lumos-Kino in Nidda stattfindet, Punkte sammeln – für jeden Finaleinzug einen und einen weiteren für den Sieg beim Slam.

Die so generierte Rangliste entscheidet, welche Poeten bei der Kreismeisterschaft in Friedberg gegeneinander antreten werden. Die haben die Initiatoren dafür von Mai auf Dezember verlegt. „Das Besondere“, sagt Rinkart, „ist, dass, wer den Kreisentscheid gewinnt, automatisch für die Hessenmeisterschaft im Folgejahr gesetzt ist.“ Gerade in diesem Jahr ist das spannend, denn die drei, die selbst auch auf den Bühnen des Landes stehen, haben die hessische Meisterschaft, den Hessenslam, 2019 in die Wetterau holen können.

Natürlich bringt die beste Liga nichts, wenn das neue System nicht bekannt wird. Als Starthilfe haben die beiden ein sogenanntes Crowdfunding orgainsiert, das bis zum 15. Februar im Internet unter www.startnext.com zu finden ist. Dort kann man das Projekt finanziell unterstützen. „Wir freuen uns über jeden, der mit seinem Förderbetrag dazu beiträgt, die Kunst in der Region zu bereichern“, betont Zeller. Über die Schwarmfinanzierung wollen die drei die nötige technische Plattform schaffen, um Künstlern und Interessierten den Stand der Liga zu präsentieren.

Show im Wohnzimmer

Im Internet soll nicht nur die stets aktuelle Rangliste zu finden sein, sondern auch die nächsten Austragungen sowie Profile zu den Poeten der Liga. „Unser Finanzierungsbedarf ist nicht groß, lediglich 1600 Euro. Aber die wollen wir nicht von den Eintrittsgeldern nehmen“, erklärt Arnold, der Kassenwart des gemeinnützigen Helden-Theaters ist, das hinter den Dichterwettstreiten steht.

Die Eintrittsgelder nutzen sie lieber, um den Künstlern, die schon von Wien und Berlin angereist sind, Fahrtkosten und wenn möglich kleine Gagen zu zahlen. Ihr Motto: Kunst soll sich lohnen und Dichterwettstreite nicht allein Privileg der Großstädte sein.

Doch auch die Spender gehen nicht leer aus: Für ihre Unterstützung gibt es Freikarten für zahlreiche Slams, wer 300 Euro spendet, erhält gar einen Auftritt im eigenen Wohnzimmer. „Eine Win-Win-Win-Situation“, findet Zeller.

Infos im Internet

Infos zu Poetry-Slam-Wetterau, der Liga oder dem Crowdfunding unter www.poetry-slam-wetterau.de.

(red)

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