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Hotel-Restaurant Quellenhof: Die Hoteliers im neuen „Clubhouse“

Von Karben hat ein neues Hoteliers-Paar: Birgit und Kay-Hendrik Eichler führen seit Jahresbeginn den Quellenhof in Groß-Karben. Ihnen gehört das Hotel-Restaurant bereits seit zwei Jahren. Nun wollen sie die Herberge gründlich renovieren, zum „Clubhouse“ machen. Und die beiden haben ganz große Pläne.
Sie wollen aus dem altehrwürdigen Quellenhof das moderne „Clubhouse“ ihrer Marke Luxstay machen: Birgit und Kay-Hendrik Eichler sind die neuen Hoteliers in Groß-Karben. Sie wollen das Gebäude nicht nur sanieren, sondern möglichst schnell auch erheblich vergrößern. Sie wollen aus dem altehrwürdigen Quellenhof das moderne „Clubhouse“ ihrer Marke Luxstay machen: Birgit und Kay-Hendrik Eichler sind die neuen Hoteliers in Groß-Karben. Sie wollen das Gebäude nicht nur sanieren, sondern möglichst schnell auch erheblich vergrößern.
Karben. 

Cremefarben sind die anderen Holzsäulen und Borde. Nur eine Säule schimmert kräftig schwarz. „Das ist unsere Test-Säule“, sagt Kay-Hendrick Eichler. Am Vortag hat er sie lackiert. Den Test hat die Säule bestanden. Eichlers Frau Birgit nickt. „Das machen wir so.“

In den nächsten Wochen werden die Holzeinbauten des Quellenhofs also abgetönt. Mit zugleich frisch geweißten Wänden soll das Hotel nahe des Selzerbrunnens seinen alten Chic wiederbekommen.

Wo „Luxstay“ expandieren soll

Der Quellenhof in Groß-Karben wird in nächster Zeit umfirmieren zum „Clubhouse“ der Marke „Luxstay“. Diese Marke von Birgit und Kay-Hendrik Eichler tragen bereits je ein Appartement-Hotel in Friedberg und eins bei Potsdam.

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Seit Jahresbeginn sind die Eichlers die neuen Hoteliers. Der Name Quellenhof prangt zwar noch außen. Doch auch er wird der Neugestaltung zum Opfer fallen. „Clubhouse“ wird der Beherbergungsbetrieb künftig heißen und Teil der Marke „Luxstay“, ja, zum Herzstück des kleinen Imperiums werden.

„Das wird unser Masterpiece“, sagt Kay-Hendrik Eichler, das Meisterstück. Zwei Jahre lang planen er und seine Frau bereits daran. Als sie nun erstmals den Schlüssel im Schloss herumdrehte, „das war schon ein komisches Gefühl“, räumt Birgit Eichler (50) ein.

Die Substanz ist sehr gut

Dabei kennt die Hotelfachfrau die Branche schon seit 30 Jahren. Während sie das Tagesgeschäft managt, kümmert sich ihr Mann Kay-Hendrik (49) um die Expansion.

Er ist mit der Region vertraut: Eichler war Gründer und bis vor sechs Jahren Geschäftsführer der Firma Montrada in Bad Vilbel, einem Spezialisten für Kartenzahlungsabwicklungen. Die Commerzbank hatte die Tochter 2010 in die Niederlande verkauft. Eichler arbeitete danach in weiteren Finanzunternehmen, stieg dann 2016 zu seiner Frau um auf Hotellerie.

Mit Profi-Schleifer und Pinsel geht Eichler inzwischen so versiert um wie mit Zahlen. In Frankfurt-Sachsenhausen hat er bereits über Jahre hinweg nebenher ein historisches Haus saniert. Nun will er den 1982 gebauten Quellenhof wachküssen. „Die Substanz ist super“, hat er per Gutachten 2015 prüfen lassen. Besonders die Holzeinbauten seien „mit viel Herz“ realisiert worden. „Das wäre heute unbezahlbar“, sagt Eichler. „Das werden wir ganz vorsichtig restaurieren.“

So soll es eine Kombination aus Renovierung und Erneuerung werden. Bodentiefe Fenster und neue Heizkörper. Neues und modernes Interieur samt Kitchenetten für die 19 Zimmer – und eine Kapselkaffeemaschine für jeden Raum. Klimaanlagen für die der Sonne am stärksten ausgesetzten Unterkünfte.

Ein neues Dach soll die exorbitanten Heizkosten bändigen. Sanierungsarbeiten sind auch in der sehr großen, edel ausgestatteten Küche nötig. Ein völlig neues Entree ins Haus wollen die Eichlers bauen, ebenso einen barrierefreien Zugang. Die Bepflanzung im Außenbereich wird reduziert. Konferenzraum und Bar werden renoviert. Mit dunklem und rotem Leder hat die Bar besonders großen Charme.

Außerdem muss entrümpelt werden. Gerade stehen ein paar Ehrenamtliche vor der Tür. Schränke, Tische, Betten wollen sie abholen. Sie gehen als Spenden an Flüchtlingsheime. Den Hotelbetrieb führen Eichlers nach dem Weggang der Pächter Anja und Stefan Kohler in die Bürgerzentrums-Gaststätte (diese Zeitung berichtete) ohne Pause weiter. Doch bleibt das Restaurant fürs Erste geschlossen. „Wir suchen nach einem neuen Pächter und führen derzeit Gespräche“, erklärt Birgit Eichler. Frühstück wird für die Hotelgäste allerdings serviert.

Anbau mit 30 Zimmern

An den Preisen schrauben die neuen Eigner erstmal nicht. „Eher wird es etwas günstiger“, sagt der Gatte. Ein Hotelomat samt modernem Karten-Schließsystem soll demnächst Kosten senken helfen und den Check-in rund um die Uhr ermöglichen. Ein derart kleines Haus könne nur vor- und nachmittags die Rezeption besetzen.

Bis Jahresende wollen die Besitzer ihre Sanierung fertig haben. „Das wird wirklich richtig geil“, sagt Kay-Hendrik Eichler. Wenngleich es wegen starker Nachfrage schwierig sei, Handwerker zu bekommen. Gestört würden Gäste von deren Arbeit nicht: Die geschehe immer tagsüber, wenn sowieso keine Kundschaft im Haus ist.

Laut werden dürfte es aber auch 2019 oder 2020. Einen Anbau mit 30 Zimmern wollen Eichlers an Stelle der alten Tennishalle errichten. Die Stadt muss das genehmigen. „Wir haben den Planer beauftragt und der wird nun mit den Investoren deren endgültige Wünsche abstimmen“, erklärt Bürgermeister Guido Rahn (CDU). Neben Eichlers sind das die Veranstaltungsspezialisten von Satis & Fy. Sie wollen auf dem Areal der Tennisplätze ein Test- und Kundenzentrum bauen.

Natürlich sind Eichlers auf die Kunden von Satis & Fy als Übernachtungsgäste scharf. Schon heute sei die Auslastung dank der Karbener Firmen und deren Geschäftskunden gut. Die Nähe zur S-Bahn mit direktem Messe-Anschluss sorge für zusätzliche Auslastung.

Da in den nächsten Jahren die Baugebiete Taunusbrunnen und Stadtmitte bis an den Quellenhof heranwachsen, machen sich die Eichlers wenig Sorgen um die Nachfrage. „Die Lage dieses Hauses ist ideal“, sagt Kay-Hendrik Eichler. „Deshalb haben wir es gekauft.“

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