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Landratswahl: Der große Wahltag steht vor der Tür

Für den Wetteraukreis ist der Sonntag ein wichtiger Tag. Dann findet nämlich nicht nur die Landratswahl statt, sondern die Bürger in Altenstadt, Florstadt, Ober-Mörlen, Ortenberg und Wölfersheim wählen zusätzlich auch ihren Bürgermeister.
Am Sonntag steht für die Wetterauer der Urnengang an. Foto: Michael Kappeler (dpa) Am Sonntag steht für die Wetterauer der Urnengang an.
Wetteraukreis. 

Der kommende Sonntag ist großer Wahltag in der Wetterau. Denn neben der Wahl des Wetterauer Landrats stehen für die Bewohner von gleich fünf Kommunen auch Bürgermeisterwahlen an.

  In Altenstadt bewirbt sich Amtsinhaber Norbert Syguda (SPD) zum vierten Mal um den Posten, den er seit 2000 versieht. Herausgefordert wird er von der FDP-Politikerin Natascha Baumann, die allerdings als parteilose Kandidatin auftritt, und von dem rechtsextremen Stefan Jagsch, der für die NPD in der Gemeindevertretung sitzt. Die CDU und auch die FWG haben auf eigene Kandidaten verzichtet und ihren Parteimitgliedern keine Wahlempfehlung gegeben.

  In Florstadt steht der 60-jährige Herbert Unger (SPD) ebenso 18 Jahre an der Spitze seiner Gemeindeverwaltung. Da in den vergangenen Jahren so ziemlich alle Entscheidungen in der Gemeindevertretung mit breiter Mehrheit oder sogar einstimmig getroffen wurden, ist Unger nun auch der einzige Kandidat. „Ich bin zum dritten Mal als Solo-Tänzer aktiv gewesen“, dennoch wirbt er intensiv für den Urnengang. Als größte Herausforderungen für 2018 bis 2024 nennt er das Kita-Platzangebot, die menschenwürdige Unterbringung von Asylsuchenden und die Fortschreibung des Flächennutzungsplans.

  In Ortenberg wird der Wahlausgang mit Spannung erwartet, hier gibt es ein Duell zwischen Amtsinhaberin Ulrike Pfeiffer-Pantring (SPD), die sich ebenfalls um ihre vierte Amtszeit bewirbt, und dem Sparkassenfachwirt Markus Bäckel, Fraktionsvorsitzender der FWG. Auch nach 18 Jahren ist die 55-Jährige nicht amtsmüde, sie möchte für die Entschärfung der Verkehrssituation in der Ortsdurchfahrt von Selters und die Verwirklichung des Geoparks mit Campingplatz im Steinbruch „Am Gaulskopf“ sorgen.

  In Ober-Mörlen bewerben sich mit dem 48-jährigen Biologen Matthias Heil (CDU) und der 72-jährigen pensionierten Lehrerin Kristina Paulenz (SPD) zwei neue Kandidaten. Der bisherigen Amtsinhaber Jörg Wetzstein (CDU) verzichtet aus persönlichen Gründen auf eine erneute Kandidatur. Auch wenn Paulenz und Heil sich erstmals um das Bürgermeisteramt bewerben, sind beide in der Kommunalpolitik sehr bewandert: So sind beide Mitglieder des Kreistages, Heil außerdem CDU-Fraktionsvorsitzender in der Gemeindevertretung. Paulenz hatte Wetzstein wegen Krankheit bisweilen mehrere Monate vertreten und sich auch nach der Meinung der CDU in dieser Zeit das Vertrauen der Mitarbeiter erworben.

  In Wölfersheim kommt es zu vorgezogenen Bürgermeisterwahlen, weil dort erneut ein Bürgermeister „abhanden“ gekommen ist. Vor gut zehn Jahren wechselte Joachim Arnold (SPD) als Landrat zum Wetteraukreis über. Nun folgt Rouven Kötter, der zum Ersten Beigeordneten des Planungsverbandes Frankfurt/Rhein-Main gewählt wurde.

Um seine Nachfolge bewerben sich mit Eike See (SPD) und den beiden parteilosen Thomas Küchenmeister und Olaf Warnke gleich drei Kandidaten. Auch wenn Küchenmeister von den Christdemokraten, den Grünen und der FWG gestützt wird, käme es einer Überraschung gleich, wenn es zu einer Stichwahl mit dem SPD-Kandidaten im traditionell „roten“ Wölfersheim kommt. Das könnte sich dieses Mal dennoch ändern, weil Warnke ebenfalls der SPD angehört und hinter dem Rektor der Wölfersheimer Gesamtschule Küchenmeister die gesamte Opposition steht.

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