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Leinepflicht: Den Hundehaltern Grenzen setzen

Dass Hunde Menschen angreifen, passiert glücklicherweise selten. Auch in Bad Vilbel hat es einen derartigen Vorfall schon lange nicht mehr gegeben. Das spricht zum einen für die Kompetenz der Hundehalter, zum anderen existiert an vielen Stellen in der Quellenstadt Leinenpflicht. Doch die müsste besonders für Besucher besser kenntlich gemacht werden, finden einige.
Caroline Klopf kennt sich gut aus in Sachen Hundehaltung. Foto: Niklas Mag Caroline Klopf kennt sich gut aus in Sachen Hundehaltung.
Bad Vilbel. 

Wie die meisten anderen Hunde könnte auch die kleine Fibily keiner Fliege etwas zuleide tun. Ihr Frauchen Caroline Klopf aus Dortelweil kann zudem als Expertin in Sachen Hund bezeichnet werden: Sie ist angehende Tiermedizinerin, durch ihre Arbeit in der Hundeschule in Massenheim und natürlich durch das tägliche Gassigehen in Dortelweil bestens mit den Hundehaltern der Umgebung vernetzt. Außerdem kennt sie sich in Rechtsfragen rund um Hunde gut aus. Dazu gehört natürlich auch das vieldiskutierte Thema Leinenpflicht.

Doch wie sieht es in dieser Hinsicht in Bad Vilbel aus, worauf müssen Hundehalter besonders achten? „In Bad Vilbel herrscht keine generelle Leinenpflicht. "Paragraf neun der hessischen Gefahrenabwehrverordnung schreibt keine Leinenpflicht vor. Allerdings können Kommunen selbst entscheiden, wie sie damit umgehen.

Ortsbeirat diskutiert

„Hier in Bad Vilbel gilt Leinenpflicht auf den öffentlichen Plätzen, an drei festgelegten Schulwegen und an Teilen der Nidda sowie an weiteren bestimmten Flächen“, erklärt Klopf. Zu diesem Thema hat sie erst einige Wochen zuvor den Dortelweiler Ortsbeirat beraten, denn bereits Ende April stand auf dessen Tagesordnung der Antrag der Grünen, die Leinenpflicht in Dortelweil für Hundehalter besser kenntlich zu machen. Es sei nicht ersichtlich, wo im öffentlichen Raum Leinenpflicht herrsche und wo nicht.

Deshalb solle mit Hinweisen an Hundekotbeutelspendern darauf verwiesen werden, beantragte Thomas Stoss (Grüne) in der Sitzung. Matthias Stengel vom Fachbereich Öffentliche Sicherheit erteilte dem Antrag eine Absage: Zusätzliche Hinweisschilder seien nicht verhältnismäßig, Hundekotbeutelspender gebe es außerdem zu wenige, um einen informativen Effekt zu erzielen. Stoss zog den Antrag zurück, nachdem sich der Ortsbeirat darauf geeinigt hatte, in der jährlichen Informationsbroschüre für Bad Vilbeler Bürger detailliert auf die Leinenpflicht hinzuweisen.

Dreckige Spielplätze

Ein weiteres Thema der Ortsbeiratssitzung: die Situation der örtlichen Spielplätze. „Die Dortelweiler Plätze sind recht verschmutzt“, meint Clemens Breest (Grüne). Wegen Tierkot, Laub und

clearing

„Auch wenn man seinen Hund zur Hundesteuer anmeldet, wird man umfassend über Leinenpflicht informiert. Das Problem sind eher die Besucher, die mit ihrem Hund nach Bad Vilbel kommen“, meint die Hundeexpertin Caroline Klopf. Besucher der Quellenstadt seien verpflichtet, sich online über Leinenpflicht zu informieren. „Aber mal ehrlich: Wer informiert sich schon vorher im Internet?“ Durch die Bad Vilbeler Regelung, nur manche Stellen mit Leinenpflicht zu versehen, sei es schwierig, umfassend auf diese hinzuweisen.

Doch Caroline Klopf findet: „Der Vorschlag der Grünen, an den Hundekotbeutelspendern Informationen zu befestigen, wäre nicht ausreichend. Ich wäre für Achtung-Schilder an Stellen, an denen eine Leinenpflicht-Zone beginnt“, meint sie.

Mehr Beutelspender

Doch das Thema beschäftigt nicht nur die Quellenstadt. Das zeigt auch ein gelbes Band, das an der Leine von Hündin Fibily weht. „Das ist eine internationale Aktion für Leinenpflicht. Ein gelbes Band bedeutet ,Achtung‘ und, dass der Hund angeleint bleibt.“ Von Fibily gehe natürlich keine Gefahr aus, doch sei die Hündin momentan läufig, deshalb das gelbe Band an der Leine.

Begrüßenswert findet Klopf einen weiteren Antrag der Grünen aus besagter Ortsbeiratssitzung: einen zusätzlichen Kotbeutelspender im Bereich Willy-Brandt-Straße und Dortelweiler Platz aufzustellen. „Das finde ich gut“, so Klopf. Dortelweil sei in Sachen Beutelspender bereits gut aufgestellt, sie selbst sei Patin für mehrere, doch sei die Stelle sehr frequentiert. „Im Kurpark und in Gronau fehlt das übrigens komplett“, betont die Hundeexpertin.

Der Antrag der Grünen wurde im Ortsbeirat Ende April angenommen. Die Stadt stellte allerdings die Bedingung, dass ein Pate für den neuen Spender benannt werden müsse. Stoss erklärte sich daraufhin selbst dazu bereit.

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