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Gespräch mit Straßenverkehrsbehörde: Dauerstau auf L 3008: Politiker wollen Druck machen

Von Wer aus Richtung Nidderau, Schöneck und Niederdorfelden im morgendlichen Berufsverkehr über Bad Vilbel nach Frankfurt pendelt, braucht gute Nerven: Rund 18 000 Fahrzeuge sind werktags auf der L 3008 unterwegs. Tatsächlich geht es oft nur im Schritttempo voran. Eine CDU-Bundestagsabgeordnete und ein Landtagskandidat fordern nun ein geschlossenes Vorgehen.
Das berühmt-berüchtigte Nadelöhr: die Ampelschaltung im Bereich Büdinger Straße Bad Vilbel. Archivfoto: Dieter Deul Das berühmt-berüchtigte Nadelöhr: die Ampelschaltung im Bereich Büdinger Straße Bad Vilbel. Archivfoto: Dieter Deul
Bad Vilbel/Niederdorfelden. 

Teilweise staut sich der Verkehr kilometerweit bis nach Niederdorfelden zurück: Denn als Nadelöhr für Pendler aus Richtung Niederdorfelden erweist sich die Ampelschaltung im Bereich Büdinger Straße in Bad Vilbel. Immer weitere Kreise zieht diese Engstelle.

Nachdem die SPD kürzlich in Nidderau über das Thema diskutierte, hat nun auch CDU-Landtagskandidat Max Schad (Main-Kinzig-Kreis) seinen Worten Taten folgen lassen und ein angekündigtes Gespräch mit der Straßenverkehrsbehörde Hessen Mobil zum Thema geführt. Mit ihm dabei war die Main-Kinzig-Bundestagsabgeordnete Katja Leikert (CDU). Wie der Regionalbevollmächtigte Ulrich Hansel dabei schildert, ist nicht Hessen Mobil, sondern die Stadt Bad Vilbel auf Grund ihrer Größe innerorts für die L 3008 zuständig. Wegen der baulichen Lage bleibe den Verantwortlichen außer einer optimierten Ampeltaktung aber auch aus seiner Sicht wenig Handlungsspielraum.

„Wenn in Niederdorfelden und Schöneck mittelfristig weitere Baugebiete entwickelt werden und Bad Vilbel angekündigte Großprojekte umsetzt, wird sich die Verkehrssituation deutlich zuspitzen“, fürchtet auch der Vorsitzende der CDU-Fraktion in Schöneck Markus Jung.

Karben sorgt für Entlastung

Für leichte Entlastungen können die Ortsumgehung Karben mit der anschließenden neuen Kreisstraße 246 – die Eröffnung findet an diesem Freitag statt – sowie mittel- bis langfristig der geplante Riederwaldtunnel sorgen. Für sportliche Pendler soll bald ein Radschnellweg zur Verfügung stehen. Wer aber nach einer echten Lösung suche, der müsse einen weitergefassten Untersuchungsraum in den Blick nehmen.

„Was fehlt, ist aus meiner Sicht ein Gesamtverkehrsentwicklungsplan mit Weitsicht für die gesamte Region. Das gilt für Straßenbauprojekte ebenso wie für den Schienenbereich mit der Nordmainischen S-Bahn oder dem Aus-/Neubau der Bahnstrecke Hanau–Fulda/Würzburg. Es kann nicht sein, dass eine Stadt wie Maintal nicht an das S-Bahn-Netz angeschlossen ist, von Gelnhausen ganz zu schweigen. Das ist ein klarer Standortnachteil für den Main-Kinzig-Kreis“, sagt Leikert. Markus Jung und Max Schad sind der Auffassung, dass Lösungsansätze sowohl auf der Straße wie auch auf der Schiene gefunden werden müssten.

„Für den Verkehr ist das Nadelöhr in Bad Vilbel ein großes Problem, das zu einem langen Rückstau führt. Wenn wir mehr Pendler vom Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel überzeugen wollen, muss die Niddertalbahn dringend ausgebaut und die Attraktivität erhöht werden“, fordert deshalb Schad. Das „Stockheimer Lieschen“ sei schon heute für die Anliegerkommunen eine unverzichtbare Lebensader, die jedoch weiter gestärkt und an aktuelle Bedürfnisse angepasst werden müsse.

Ausbau der Schienenstrecke

Auch der Bad Vilbeler Bürgermeister Thomas Stöhr (CDU) hatte sich erst kürzlich zur Thematik geäußert. Auch er vertritt unter anderem einen raschen Ausbau der Schienenstrecken östlich von Frankfurt sowie der Niddertalbahn von Bad Vilbel nach Glauburg-Stockheim, um das Nadelöhr zu entlasten.

„Wir leben in einer Pendlerregion, da sollten wir den Menschen das Leben nicht unnötig schwer machen“, betont Bundestagsabgeordnete Leikert weiter, die um Mitstreiter werben und das Thema Verkehrssteuerung konsequent weiterverfolgen will. Max Schad will sie im Falle seiner Wahl dabei unterstützen. Ulrich Hansel verspricht dann, den direkten Draht in Zukunft im Sinne der Region weiter zu
pflegen.

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