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Zufrieden, aber kein Rekord: Burgfestspiele knacken wieder 100.000-Besucher-Marke

Von Mit 102 000 Besuchern ziehen die Burgfestspiele eine positive Bilanz der Saison 2017. Dabei kamen die Eigeninszenierungen auf 80 bis 100 Prozent Auslastung. Renner war das Musical „Sunset Boulevard“.
Freuen sich über die Bilanz der Burgfestspielsaison 2017 (von links): Intendant Claus-Günther Kunzmann, die Dramaturginnen Ruth Schröfel und Angelika mit Bürgermeister Thomas Stöhr neben den lebensgroßen Eichenholzfiguren von Stephan Guber. Dabei präsentieren sie Plakate der Publikumsrenner. Bilder > Freuen sich über die Bilanz der Burgfestspielsaison 2017 (von links): Intendant Claus-Günther Kunzmann, die Dramaturginnen Ruth Schröfel und Angelika mit Bürgermeister Thomas Stöhr neben den lebensgroßen Eichenholzfiguren von Stephan Guber. Dabei präsentieren sie Plakate der Publikumsrenner.
Bad Vilbel. 

Über „eine äußerst erfolgreiche Burgfestspielsaison“ freut sich nicht nur Bürgermeister Thomas Stöhr (CDU), denn mit 102 000 Zuschauern waren sie erneut die besucherstärksten Festspiele Hessens. Und das, obwohl dieses Jahr 5000 Zuschauer weniger gezählt wurden als im Vorjahr. Das aber sei genau das Publikum, das fehle, weil in diesem Jahr die Sommerferien so früh begonnen haben, erläutert Festspielintendant Claus-Günther Kunzmann. Dadurch seien etliche Vorstellungen für Schulen ausgefallen und auch in den ersten Wochen des neuen Schuljahres machten die Klassen keine Theaterausflüge.

Doch für Kunzmann ist die Zielmarke mit 100 000 Gästen erreicht, mehr „kann man nicht einfach so aus dem Ärmel schütteln“. Renner der Saison ist das Musical „Sunset Boulevard“ mit 55 679 Besuchern – es hatte aber auch die meisten Vorstellungen. „Summer in the City“ kam auf 15 298 Zuschauer und lieferte am Sonntagabend auch eine sehr bunte Abschiedsvorstellung der Saison. Ein äußerst spielfreudiges Ensemble gab in der 60er-Jahre-Show noch einmal Vollgas. Am Ende schwenkten die Besucher ein Farbenmeer aus zuvor verteilten Leuchtstäbchen. Die Schauspieler verteilten sogar noch einige Häppchen des sonderbaren Nusskuchens von Bäcker Braun, der in der satirischen Zeitgeist-Revue vom griesgrämigen Spießer zum Spaßvogel wird, der mit Cannabis gewürzte Backwaren herstellt.

Neuerungen, die sich bewährt haben

Einige Neuerungen haben sich in der Burgfestspielsaison bewährt, erläutert Intendant Claus-Günther Kunzmann. Die Live-Musik beim Musical „Sunset“ mit einer zusätzlichen Einhausung der Band

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„Sunset“, so Kunzmann, hat auch eine Auslastung bei den verkauften Tickets von 86 Prozent erreicht, bei „Summer in the City“ sind es 80 Prozent. Auf 95 Prozent kam „Der Diener zweier Herren“ mit 10 466 Zuschauern. Gar hundert Prozent Auslastung in sieben ausverkauften Vorstellungen erzielte das Stück „Ziemlich beste Freunde“ mit 5705 Besuchern.

Kapazitätsgrenze erreicht

Beim Kindertheater erreichte „Jim Knopf“ mit 15 294 jüngeren und älteren Besuchern eine der höchsten Besucherzahlen beim Kindertheater, stellt Kunzmann fest. Das Bühnenbild wird deshalb vorsorglich eingelagert. In zwei, drei Jahren könne es eine Wiederaufnahme geben, so Kunzmann.

11 159 Zuschauer wollten „Tintenherz“ sehen, das auf dem diesjährigen Spielplan als Experiment gestartet sei, so der Intendant. Es ist das erste Stück im Kindertheater, das kein Vorlesebuch mehr sei. Das dritte Werk im Kinder- und Familienprogramm, die Oper „Figaros Hochzeit“ kam auf 8143 Zuschauer.

Junge Menschen ans Theater heranzuführen, sei weiterhin ein wichtiger Punkt bei den Burgfestspielen, betont Rathauschef Stöhr. Das unterstreichen die Besucherzahlen: 55 679 Besuchern des Abendprogramms stehen 34 596 im Kinder- und Familienbereich gegenüber. Dass im kommenden Jahr die Sommerferien noch eine Woche früher beginnen, soll aber nicht für ein Absacken der Zuschauerzahlen sorgen.

Denn auch bei Ferienspielen und Kinderbetreuung würden in dieser Zeit Angebote nachgefragt, so Kunzmann. Beliebt sei auch der Sonntag bei Familien. Vor der letzten Vorstellung von „Figaros Hochzeit“ hätten sich über hundert Besucher vorher das Einführungsgespräch angehört. Der Theaterkeller habe da seine Kapazitätsgrenze erreicht.

Die liegt bei normaler Bestuhlung in den Vorstellungen von „Anne Frank“ und „Er ist wieder da“ bei 87 Plätzen. Dennoch kamen über 1500 Besucher bei der Hitler-Satire und 2500 bei dem Anne-Frank-Stück zusammen. Die Matineen und Gastspiele verzeichneten weitere 7000 Gäste. Die neun Gastspiele des Bad Vilbeler Theaterensembles in Neuwied, Eppstein, Dreieichenhain und Hof Graß bei Hungen sahen schließlich 2000 Zuschauer.

Obwohl Intendant Kunzmann das Programm der Saison 2018 erst Ende Oktober präsentieren will, machte er erste Ankündigungen. Anne Frank wird wiederkehren, zum Auftakt am 6. Mai 2018 wird die Oper für Kinder debütieren. Zur Eröffnung der Matineen sei das Gastspiel des A-cappella-Ensembles 6-Zylinder „durch“, es werde nach etwas Neuem gesucht.

Bangen um das Wetter

Welche Premiere das Abendprogramm am 8. Juni eröffnet, ist auch noch offen. Bekannt sind aber zwei weitere Eckdaten: Schon am 1. November beginnt der Kartenvorverkauf für 2018 – und der letzte Spieltag wird der 9. September 2018 sein.

Kunzmann erzählt auch, dass er in dieser Saison oft um das Wetter gebangt habe, weil sich die Starkregen-Prognosen häuften. Doch nur einmal habe deshalb eine Vorstellung verspätet begonnen. Er habe sich da als Intendant demonstrativ ins Publikum gesetzt, um zu zeigen, dass es weitergeht. „Das Schlimmste, was passieren kann, ist, dass Panik ausbricht und die Leute alle zum Ausgang stürmen.“

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