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Wahlkampfveranstaltung: Bürgermeisterkandidat Becker will Schöneck aus Dornröschenschlaf wecken

Ist Oberdorfelden wirklich abgehängt von der Entwicklung der restlichen Gemeinde Schöneck? Das behaupten zumindest immer mehr Dorfelder Bürger., oder tritt viel mehr die gesamte Gemeinde auf der Stelle? Was der parteilose Bürgermeisterkandidat Björn-Magnus Becker in seinen Wahlkampfveranstaltungen glauben machen will.
Björn-Magnus Becker (links) im Zwiegespräch mit einem politisch interessierten Bürger. Björn-Magnus Becker (links) im Zwiegespräch mit einem politisch interessierten Bürger.
Schöneck. 

Nach einer kurzen Vorstellung seiner Person kam der 46-jährige Björn-Magnus Becker aus dem Ortsteil Büdesheim auch gleich zur Sache: „Seit über vier Jahrzehnten stellte die SPD den Bürgermeister in Schöneck und bestimmt somit über das Geschick der Gemeinde. Doch im Gegensatz zu den umliegenden Kommunen ist in Schöneck keine Entwicklung, keine Vision zu erkennen. Deshalb ist es an der Zeit für Veränderung.“

Doch auch wenn es an diesem Abend im Dorfgemeinschaftshaus von Oberdorfelden nur 25 Gäste sind, so weht ihm gleich zu Beginn ein heftiger Wind entgegen. „Das sind doch alles nur Sprüche. Entwicklung kostet Geld und woher nehmen Sie das?“, unterbricht ihn sofort ein älterer Herr. Auch andere Dorfelder Bürger stimmen in die Kritik ein. „Einen Arzt kann auch ein Bürgermeister nicht nach Oberdorfelden zaubern und auch keinen Supermarkt“, meint eine Bürgerin erbost.

Becker will es versuchen

Beckers Antwort ist immer dieselbe: „Man muss es doch wenigstens versuchen und nicht von Anfang an den Kopf in den Sand stecken. Denn es gibt nichts Schlimmeres als Stillstand.“ Der derzeitigen Amtsinhaberin und Mitkonkurrentin um den Chefsessel im Rathaus warf er jedenfalls vor, keine Visionen für die Zukunft zu haben. Verantwortlich für den angeblichen Stillstand macht er nicht nur die amtierende Bürgermeisterin, sondern auch die Verwaltung.

Es gäbe bisher noch kein Immobilienmanagement. Ein Grund dafür, dass das Büdesheimer Alte Schloss so verfallen sei. Bei diesem Thema erhält Becker starke Rückendeckung aus der Zuhörerschaft. Und zwar melden sich die Fraktionsvorsitzenden der Wahlalternative Schöneck (WAS) und der Freien Wählergemeinschaft (FWG), Gernot Zehner und Matthias Geisler zu Wort und klagen den angeblich intransparenten und undemokratischen Ablauf der Verkaufsbemühungen durch die Rathausspitze an.

Auf gleiche Ziele setzen

Ein Bürger führt an: „Wie wollen Sie für ihre Utopien denn Mehrheiten im Gemeindeparlament gewinnen, wenn Ihre Anhängerschaft sich augenscheinlich aus Mitgliedern dieser beiden kleineren Gruppierungen zusammensetzt?“ Doch Becker pariert den Angriff: „Die SPD wird sich anfangs sicherlich zurückziehen. Aber die CDU wird sich bestimmt gesprächsbereit zeigen, wenn es um Sachthemen und um die Weiterentwicklung von Schöneck geht.“ Die Grünen könne er noch nicht einschätzen. Aber er ist zuversichtlich, dass auch sie zur Entwicklung der Gemeinde beitragen werden.

Da er auch die Gemeindeverwaltung aus ihrem Dornröschenschlaf wecken und voranbringen will, vertraut er auf seine Überzeugungskraft in der Bevölkerung und baut auf deren Mut zur Veränderung am 18. Februar bei der anstehenden Bürgermeisterwahl.

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