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Schweizer Angebot sticht Gesellschaften der Landkreise aus: Breitband-Start für Niddatal

Nur neun Monate dauerte es von der Unterschrift unter dem Vertrag bis zur Verfügbarkeit des schnellen Internets in ganz Niddatal. Das sorgt bei einer kleinen Einweihungsfeier am Montagvormittag im Niddataler Rathaus für durchweg gute Laune.
Drücken den Startknopf zur Freigabe des schnellen Internets für Niddatal (von links): Gunnar Gröschel (Athanus), Alban Reubelt (Eigand-Bau), Bürgermeister Bernhard Hertel und Walter Erl (YplaY). Drücken den Startknopf zur Freigabe des schnellen Internets für Niddatal (von links): Gunnar Gröschel (Athanus), Alban Reubelt (Eigand-Bau), Bürgermeister Bernhard Hertel und Walter Erl (YplaY).
Niddatal. 

„Dabei wurde die angekündigte Bauzeit sogar noch unterschritten“, freut sich Bürgermeister Bernhard Hertel (parteilos). Weil er für die SPD aber im Kreistag sitzt, verkneift er sich den Hinweis, dass die Stadt mit der Wahl des privaten Anbieters „YplaY“ für den Ausbau des Glasfasernetzes für den schnellen Internetzugang Ende vergangenen Jahres die richtige Entscheidung getroffen hat.

Die Alternative wäre das Zusammengehen mit der Bigo gewesen, der Breitband-Infrastrukturgesellschaft Oberhessen, mit der der Wetteraukreis eine kreisweite Verkabelung anbietet. Andere Angebote, etwa von der Breitband Main-Kinzig GmbH, durfte die Stadt wegen ihres hohen Verschuldungsgrads nicht verfolgen. Das war ihr von der Kommunalaufsicht wegen der dadurch entstehenden Verbindlichkeiten untersagt worden.

Die Main-Kinzig Breitband GmbH hatte 250 000 Euro verlangt. Aber auch bei Bigo hätte die Stadt 125 000 Euro Vorleistung für die Beteiligung an dem Unternehmen erbringen müssen. In diesem Fall sogar, ohne einen verbindlichen Termin für den Ausbau zu erhalten.

Diese für die Stadt mehr als missliche Situation nutzte das Schweizer Unternehmen „YplaY“ mit Deutschlandsitz in Altenstadt-Lindheim aus und bot den für die Stadt kostenfreien Ausbau des schnellen Internets in den vier Ortsteilen an. Mit einem ähnlichen Angebot waren die Schweizer bereits in Altenstadt zum Zuge gekommen. Am 15. Dezember wurde der Vertrag mit „YplaY“ unterzeichnet.

Mitte April rollten die ersten Bagger. Es wurden 17,5 Kilometer Glasfaserkabel verlegt, 24 Multifunktionsgehäuse errichtet und 29 Kabelnetzverzweiger angeschlossen. „Jetzt ist Niddatal komplett über Glasfaser direkt mit Frankfurt verbunden. Und mit ganz wenigen Ausnahmen bieten wir allen Haushalten eine Übertragungsgeschwindigkeit von maximal 100 Mbit pro Sekunde an“, erklärt Walter Erl, Geschäftsführer der deutschen „YplaY“-Niederlassung.

In Neubaugebieten und Unternehmungen, die sich einen Glasfaseranschluss bis auf das Firmengelände verlegen lassen, sind sogar 300 Mbit pro Sekunde möglich. 500 Interessen sollen bereits das Angebot angenommen und den Vertrag unterschrieben haben.

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