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Quellenkönigin: Bei Kindern geht Jasmin das Herz auf

Von Noch gut einen Monat ist Jasmin I. Quellenkönigin Bad Vilbels. Das zurückliegende Jahr hat es für sie in sich gehabt. Und auch einen nachhaltigen Effekt.
Für Jasmin Hübner, hier bei ihrer Vorstellung im Juni 2017, endet die Zeit als Hoheit. Kurt Liebermeister unterstützte sie in ihrem Amt. Archivfoto: Kopp Für Jasmin Hübner, hier bei ihrer Vorstellung im Juni 2017, endet die Zeit als Hoheit. Kurt Liebermeister unterstützte sie in ihrem Amt. Archivfoto: Kopp
Bad Vilbel. 

Das Interview mit dieser Zeitung ist der 81. Termin, den Jasmin Hübner als Bad Vilbeler Quellenkönigin absolviert hat. Noch hat sie einige vor sich, doch der Abschied rückt näher. Das wird ihr immer mehr schmerzlich bewusst.

„Jetzt stehen vor allem noch Entthronisationen anderer Königinnen auf dem Programm“, sagt sie auch mit Hinblick auf ihre Übergabe der königlichen Würde an Bianca Zorbach (siehe Artikel oben). Mit den anderen Hoheiten seien echte Freundschaften entstanden, „sie sind mir ans Herz gewachsen“, sagt die Kernstädterin.

Den Laden retten

So wird sie am heutigen Samstag bei der Verabschiedung der Oberurseler Ann-Kathrin I. dabei sein, anschließend die Apfelweinmesse im Hessischen Hof in Frankfurt besuchen. Auch die Büdinger Froschparade am kommenden Wochenende steht an, ebenso das Blütenfest in Rosbach vom 28. bis 30. April und das Bornheimer Weinfest vom 3. bis 7. Mai. Zu diesen Terminen wird sie ihre Nachfolgerin bereits mitnehmen und sie in die Welt der Königinnen einführen. So habe es auch ihre Vorgängerin Stephanie I. gehandhabt. Rund 20 Termine sind es noch bis zum abschließenden Höhepunkt. Denn vom 18. bis 21. Mai hat sie die Ehre, als Quellenkönigin das Vilbeler Quellenfest zu begleiten.

Doch hat sie schöne Erinnerungen im Gepäck. „Es war toll, mit dem Stadtmarketing-Vorsitzenden Kurt Liebermeister über das Straßenfest zu gehen, es war toll, den Vilbeler Markt eröffnen und mit anderen Königinnen tolle Tage erleben zu dürfen“, sagt sie. Als Feuerwehrfrau war es für sie auch schön, beim Tag der offenen Tür der Kernstadt-Feuerwehr im Festkleid das Strahlrohr zu betätigen. Unvergesslich bleibt der Empfang beim Ministerpräsidenten Volker Bouffier (CDU), der der Brandbekämpferin zurief: „Sie können den Laden hier retten!“

Es gab auch Pannen, aber nur kleinere, schildert sie lachend. So etwa, als sie zum Lutherfest ihre Strumpfhose vergessen hatte und unter der königlichen Robe eine Jogginghose trug.

Dass man als Quellenkönigin auch im Alltag erkannt wird, wurde Jasmin deutlich, als sie eine ältere Frau an der Bushaltestelle für längere Zeit anstarrte, sich dann ein Herz fasste und sie ansprach. Als sich ihre Vermutung bestätigte, war die Dame völlig aufgeregt. Doch vor allem sind es die Kinder, mit denen Jasmin schöne Erlebnisse verbindet. In der Kita Arche Noah, in der sie ein Praktikum absolviert, hat sie ihre größten Fans. Ein Kind spricht sie durchweg mit „Königin“ an. „Bei der Begegnung mit Kindern geht mir das Herz auf“, sagt Jasmin.

Sicher gab es auch einmal kritische Anmerkungen, sagt die scheidende Regentin. So habe Einzelnen das Kleid nicht gefallen oder sie hatten andere Kritikpunkte wie vermeintlich anfallende Kosten für das Amt. Doch dazu stellt Kurt Liebermeister klar: „Das ist fast alles über die Sponsoren geregelt.“ Auch Verena Eiser, die sich von städtischer Seite um die Quellenköniginnen kümmert, bestätigt, dass die Stadtkasse nicht belastet werde, höchstens für ein paar kleine Gastgeschenke.

Rennen im Freibad

Beim Quellenfest will es Jasmin noch einmal krachen lassen. Sie freut sich auf die vielen Termine und Begegnungen mit Kindern. Auch ihre Familie und Freund Johannes werden dabei sein. Und beim Luftmatratzenrennen will sie wieder teilnehmen. Das allerdings findet in diesem Jahr im Freibad statt. Grund sind die hohen Umweltbelastungen der deutschen Flüsse, von denen auch die Nidda betroffen ist.

Das aber kann Jasmins Freude nicht trüben. „Mein Kindheitstraum ist bereits mit 19 Jahren in Erfüllung gegangen“, sagt sie. Deswegen wird sie sich bei der Übergabe des Amtes an Bianca I. dann wohl auch ein paar Tränchen nicht verkneifen können. Doch Jasmin will das Kapitel nicht für immer abschließen, sondern – wie andere Ex-Königinnen auch – den künftigen Hoheiten zur Seite stehen.

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