E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Bad Vilbel 26°C Eine Angebot von Franfurter Neue Presse

Antrag: Bedarf an Kinderbetreuung steigt

Mit einem Antrag auf den Ausbau von Betreuungsplätzen an den beiden Grundschulen in Heldenbergen und Windecken wollen SPD und Grüne in der Stadtverordnetenversammlung heute für klare Verhältnisse sorgen.
60 bis 80 Betreuungsplätze für Grundschüler sollen an der Kurt-Schumacher-Schule in Windecken zusätzlich geschaffen werden, das plant jedenfalls Nidderaus Erster Stadtrat Rainer Vogel (Grüne). 60 bis 80 Betreuungsplätze für Grundschüler sollen an der Kurt-Schumacher-Schule in Windecken zusätzlich geschaffen werden, das plant jedenfalls Nidderaus Erster Stadtrat Rainer Vogel (Grüne).
Nidderau. 

Grund ist der wachsende Bedarf an Kita- und Hortplätzen in den beiden Ortsteilen Heldenbergen und Windecken aufgrund des neu entstandenen Wohngebietes in Nidderaus neuer Mitte. Anders als bei den Kindern im Alter von eins bis sechs, die schon von Rechts wegen einen Anspruch auf einen Betreuungsplatz haben, werden die Eltern von Grundschulkindern jedoch bei der Nachmittagsbetreuung ihrer Kinder oftmals allein gelassen. Denn für diese Altersgruppe gibt es keinen Rechtsanspruch – jedenfalls zurzeit noch nicht.

Vor allem in den beiden Stadtteilen Heldenbergen und Windecken, in denen die beiden Grundschulen – in Windecken die Kurt-Schumacher-Schule und in Heldenbergen die Albert-Schweitzer-Schule – noch nicht am Ganztagsunterricht teilnehmen, wächst derzeit der Bedarf an Betreuungsplätzen aufgrund des Bevölkerungsanstiegs im Bereich der Neuen Mitte. Weil auch im Rathaus damit gerechnet wird, dass die in der Kindertagesstätte Allee-Mitte noch vorgehaltenen 30 Betreuungsplätze für Grundschulkinder spätestens ab dem kommenden Jahr an Kinder mit Rechtsanspruch (1 bis 6 Jahre) vergeben werden müssen, wird im aktuellen Bedarfsplan der Stadt gefordert, dass mittelfristig für eine Kompensation dieser wegfallenden Plätze gesorgt werden müsse. Denn auch unter den politischen Parteien ist der Grundsatz von dem Nebeneinander von Familie und Beruf unumstritten.

Kontakt mit Schulbehörde

Im vergangenen Jahr waren es zunächst die Eltern der Grundschüler in Heldenbergen, die auf das drohende Problem demnächst fehlender Hortplätze hinwiesen. Richtig Fahrt nahm das Anliegen der Eltern auf Betreuung ihrer Grundschulkinder jedoch erst auf, als sich der Ortsvorsteher Erich Lauer (CDU) einschaltete und mit der Schulbehörde und der Kreisverwaltung Kontakt aufnahm. Von da an übernahm die Stadtverwaltung die Verhandlungen.

Da die Schule keine Räume für die Betreuung ihrer Schüler am Nachmittag bereitstellen wollte, wurde mit dem Kreis als Schulträger über einen Anbau auf dem jeweiligen Schulgelände verhandelt. „An der Kurt-Schumacher-Schule in Windecken wollen wir 60 bis 80 zusätzliche Betreuungsplätze schaffen und an der Albert-Schweitzer-Schule in Heldenbergen 40 Plätze“, berichtet der Erste Stadtrat Rainer Vogel (Grüne) gegenüber dieser Zeitung.

Die Plätze

Die Stadt Nidderau ist Trägerin von sieben Tageseinrichtungen für Kinder und einem Kinderhort. Betreuungsplätze für Grundschulkinder stehen im Kinderhort Windecken, der Kindertagesstätte

clearing

Mittlerweile liegt das Einverständnis der Kreisbehörde vor. Danach darf die Stadt feste Gebäude für den Hortbetrieb auf dem jeweiligen Schulgelände errichten lassen – allerdings auf eigene Kosten. Der Kreis trägt lediglich die Betriebskosten, also die Strom- und Wasserkosten.

Nach dem gemeinsamen Antrag von SPD und den Grünen soll der Magistrat darüber hinaus auch damit beauftragt werden, Verhandlungen mit potenziellen Trägern über die Trägerschaft und Finanzierung der zusätzlich zu schaffenden Plätze führen und dann auch die notwendigen Mittel für die Personalausstattung bereitstellen. Zur Finanzierung der Gebäude sieht der Antrag vor, die Einsparungen beim Ausbau der Konrad-Adenauer-Allee für den Bau der Einrichtung zu verwenden.

Lösung für Eltern suchen

Auch soll die Stadt die Bezahlung des Personals übernehmen. „Ferner werden wir die Verwaltung auffordern, nach Lösungen für die Eltern zu suchen, die voraussichtlich ihren Hortplatz zum kommenden Schuljahr verlieren werden“, sagt Andreas Bär, SPD-Fraktionsvorsitzender. Nach Aussage Vogels versucht die Stadt alles Erdenkliche, um die Gebäude an der Albert-Schweitzer-Schule schon zum Beginn des neuen Schuljahrs 2018/19 fertigzustellen.

Aber es gibt auch einen Plan B. Sollte die Fertigstellung nicht rechtzeitig erfolgen, so will die Stadt Container zur Überbrückung aufstellen.

282 Grundschulkinder werden in ganz Nidderau derzeit in den Nachmittagsstunden betreut, davon allein 100 in Windecken und 84 in Heldenbergen. Da die Elternbeiträge für die Betreuung ihrer Grundschulkinder gerade einmal 30 Prozent der tatsächlichen Kosten abdecken, hofft Vogel, dass nach den Grundschulen in Eichen und Ostheim auch die Albert-Schweitzer- und Kurt-Schumacher-Schule ein Ganztageskonzept realisieren.

Zur Startseite Mehr aus Wetterau/Main-Kinzig

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen