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Krieg, Armut und Ausbeutung zwingen Menschen zur Flucht: Ausstellung "Gesichter der Flucht" im Nidderauer Familienzentrum eröffnet

Bürgermeister Gerhard Schultheiß (SPD) hat im Nidderauer Familienzentrum die Ausstellung „Gesichter der Flucht“ eröffnet. Gezeigt werden informierende Texte, Grafiken, Gedichte und ergänzende Textproduktionen.
Freuen sich über das große Interesse: Gerhard Schultheiß (von links), Gerhard Roth, Mechthild Rückert und Holger Nix. Freuen sich über das große Interesse: Gerhard Schultheiß (von links), Gerhard Roth, Mechthild Rückert und Holger Nix.
Nidderau. 

Krieg, Armut und Ausbeutung zwingen Menschen weltweit zur Flucht. Der Hanauer Kulturverein hat in dem im Cocon-Verlag erschienenen Buch „Gesichter der Flucht“ das Schicksal von Flüchtlingen in Hanau anschaulich nachgezeichnet. Auf der Grundlage dieses Buches hat die Fachoberschulklasse zwölf, Bereich Wirtschaft, der Kaufmännischen Schulen Hanau in Kooperation mit Designer Sascha Arnold ein Ausstellungskonzept erarbeitet.

Daraus resultiert eine Wanderausstellung, die aus zwölf Roll-Up-Bannern und einer Installation besteht. Die Schüler haben aus dem Buch zwölf Porträts herausgegriffen, die jeweiligen Umstände der Flucht analysiert und die Ergebnisse auf unterschiedliche Weise gestaltet. Dabei entschied sich die Klasse für ein durchgängiges Darstellungskonzept, das den individuellen Fluchtweg deutlich macht. Außerdem setzten sich die Jugendlichen in kreativer Weise mit den einzelnen Flüchtlingsbiografien auseinander. Lehrerin Mechthild Rückert hat die Schüler unterstützt.

„Die weltweite Fluchtbewegung entspricht der Fläche Frankreichs. Die anonyme Masse ruft Ängste hervor. Einzelschicksale helfen nachzuvollziehen, was sich abspielt“, sagte Bürgermeister Gerhard Schultheiß bei der Eröffnung. Mechthild Rückert erklärte, dass sich die Schüler mit dem Thema schwergetan hätten, bis einer von ihnen den Weg eines somalischen Flüchtlings nachgezeichnet und so das Interesse geweckt habe.

Gerhard Roth vom Hanauer Kulturverein machte deutlich, dass man die Flüchtlinge mit dem Projekt aus der Masse herauslösen wollte. Der Erlös des Buches komme den Flüchtlingen zugute. „In Nidderau haben wir aktuell 340 geflüchtete Personen“, schilderte Holger Nix, Leiter des Fachdienstes Jugend. Es sei gut, dass die Ausstellung die Lebensläufe dieser Menschen zeige. Die Ausstellung könne auch Gruppen und Schulklassen zugänglich gemacht werden.

Rolf-Dieter Baer von der Flüchtlingshilfe Nidderau spricht von der Flüchtlingsbewegung als epochales Geschehen, deren Auswirkung sich im Moment nur erahnen lasse. „Integration ist ein Marathon, kein Sprint“, sagt er. Derzeit würden dringend Wohnungen für Flüchtlinge gesucht.

 

(gia)
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