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Erfahrungen auf dem Lutherweg: Auf dem Weg des Reformators

Von Der erste Luther-Pilger ist schon durch Massenheim gewandert. Über seine Erfahrung auf dem 351 Kilometer langen Weg von Worms bis zur Wartburg bei Eisenach berichtete der Pilger und Wanderer Gerd Betz im evangelischen Gemeindehaus. Die Kirchengemeinde Massenheim macht sich Hoffnung, dass der „Lutherweg“ durch den Ort führen wird. Bis 2017 soll die Kennzeichnung der Wander- und Pilgerroute abgeschlossen sein.
Drahtiger Wanderer: Gerd Betz bei seinem Vortrag. Drahtiger Wanderer: Gerd Betz bei seinem Vortrag.
Bad Vilbel. 

„Martin Luther – das ist doch ein faszinierendes Leben und spannender als ein Krimi“, sagte Gerd Betz (72). Humorvoll und mit vielen persönlichen Eindrücken berichtete der gebürtige Grünberger den Zuhörern von seiner Vorjahreswanderung.

Sie führte ihn von Worms über Oppenheim, Walldorf, Frankfurt, Friedberg, Grünberg, Alsfeld, Bad Hersfeld und Berka zur Wartburg in Thüringen. Für Luther, der wegen Ketzerei vor den Reichstag in Worms zitiert worden war, war dieser Weg 1521 eine Rückreise mit Zittern und Bangen. Kaiser Karl hatte ihn unter Bann gestellt, Luther war vogelfrei und ohne jeden Schutz.

„An authentischen Orten zu stehen und den Weg Luthers nachzuvollziehen, das hat mich berührt“, sagt Betz. Er sei kein Berufspilger, aber einmal im Jahr gehe er eine geschichtsträchtige Route. Zwölf Tage war der ambitionierte Wanderer unterwegs. „Vieles ist nicht hundertprozentig abgesichert, und die Route muss auch zu erwandern sein“, erklärte Betz.

Luther übernachtete in Frankfurt, der Wanderer Betz nahm in Massenheim beim Pfarrer Johannes Misterek Quartier. „Eine wunderschöne Kirche habt ihr hier“, sagte er. Eine Kirche, die, geht es nach dem evangelischen Kirchenvorstand, für Pilger aus dem In- und Ausland zur Station und zum spirituellen Ort werden soll.

 

Anfragen aus dem Ausland

 

Schon jetzt beschäftigt sich die Gemeinde mit der Frage, welche Informationen und Pilgerunterkünfte man anbieten könne. „Das Interesse an dem Lutherweg ist groß, es kommen Anfragen aus dem In- und Ausland, aus Übersee und den USA“, bestätigte Betz und verwies an den Verein „Lutherweg Hessen“. Dieser sei für die Routenfestlegung durch Hessen federführend.

Mit Bildern von tiefroten Brombeeren bei Petterweil, Mirabellenbäumen und der sattgrünen Wetterauer Landschaft setzte Betz seinen Lichtbildervortrag fort. Sein Weg führte ihn von Massenheim aus westlich an Dortelweil vorbei nach Karben-Petterweil.

 

Das Hochzeitsmahl

 

Dann ging es über die Alte Heerstraße in Richtung Friedberg. „Es ist anzunehmen, dass Luther diese historische Straße genommen hat“, sagte Betz, gesichert sei Luthers Aufenthalt in Friedberg im Gasthaus „Zum Grünberg“.

Der Lutherweg bescherte Betz nicht nur einen abwechslungsreichen Wanderweg mit schönen Kirchen und historischen Gebäuden, sondern auch angenehme Begegnungen. Selbst eine Hochzeitsgesellschaft ließ ihn an einem Mahl teilnehmen. Der Höhepunkt war der Weg hinauf zur Wartburg. „Da wartete meine Tochter auf mich, und wir gingen gemeinsam“, erzählte Betz und schloss seinen Vortrag mit Bildern von der Wartburg.

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