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Anemones Cello-Premiere

Von Ein Konzert mit vielen Neuerungen gab’s in Karben – mit starker Dortelweiler Beteiligung. Unter anderem erklangen Hackbretter.
Solo-Premiere am Cello für Anemone Hoffmann in Begleitung der Jungsinfoniker.	Foto: Stefanie Sperling Solo-Premiere am Cello für Anemone Hoffmann in Begleitung der Jungsinfoniker. Foto: Stefanie Sperling
Karben. 

Ein bisschen waren die zehnjährigen Zwillinge Joana und Valentina dann doch aufgeregt. Auch wenn die beiden Dortelweiler Regenbogen-Grundschülerinnen ihre Fiedeln bereits mehrfach vor Publikum gespielt haben. Das Ensemblekonzert unter dem Titel "Miteinander" der Musikschule Bad Vilbel und Karben war für die jungen Musiker ein großartiges Erlebnis im voll besetzten Bürgerzentrum in Karben.

Gleich sieben Formationen boten ihr Können dar. Durch das abwechslungsreiche Musikprogramm führte Leonhard Silz, der die Matinee organisiert hatte. "Das Fagott ist jetzt da!", erklang es noch vor den ersten Takten des Holzbläserensembles unter Ute Jakobi durch den Saal. Während sich Daniel Bick verspätet hatte, war das Ensemble spontan zu einer Notlösung übergegangen und hätte den Slawischen Tanz von Antonin Dvorák auch mit Ersatz durch die Klarinette der Dirigentin erklingen lassen. Schließlich aber konnten auch "Ain’t misbehavin" und eine schwungvolle Polka samt Fagott vom siebenköpfigen Ensemble den Konzertauftakt geben.

Virtuose Sinfoniker

Eine Premiere feierten die Jungsinfoniker. Zum ersten Mal debütierte die elfjährige Anemone Hoffmann am Cello unter den rund 30 Musikschülern als Solistin. Mit einem Cello-Konzert des Violine-Lehrers Antonio Vivaldi beeindruckten die jungen Musiker ihr Publikum. Unter der Leitung von Dorothea Rohdmann verlockten sie mit einem virtuosen Arrangement der Musiklehrerin die Zuschauer zum Klatschen, Wippen und sogar zum Tanz.

In die Welt der Filmmusik entführte das achtköpfig Gitarrenensemble "Happy Strings". Aus dem Film Titanic gab es leise Klänge in "My heart will go on". Spannungsvoll boten sie ein James-Bond-Thema dar und klampften mit Sonnenbrillen auf den Nasen einen Titel aus dem Blues-Brothers-Streifen.

Ein weiteres Novum beim Musikschulkonzert im Frühjahr folgte: Das Hackbrett-Ensemble unter Anleitung von Jutta Claar spielte ein Traditional bretonisch.

Dann kamen die Regenbogenschüler an die Reihe. Auch sie beherrschen das Hackbrett, die Gitarren, Flöten, die Fidel oder die Schlaginstrumente. Peter Koch von der Musikschule gab den Takt vor, Lehrerin Sabine Merx unterstützte die Kinder mit Holzklöppeln. Auch sie hatten eine Premiere in petto: Zum Sommerlied sangen sie von all den Dingen, auf die sich Ferienkinder schon jetzt freuen.

Projekt mit Land

"Das hat Spaß gemacht", berichtete Joana erleichtert nach dem Auftritt. Seit zwei Jahren üben sie und ihre Schwester an der Fiedel. "Wir durften uns selbst aussuchen, welches Instrument wir erlernen möchten."

Die Leiterin der Musikschule, Juliane Zollmann-Lang, ist stolz auf das in 2000 gestartete Projekt "JeKi" – jedem Kind ein Instrument. "Wir arbeiten sehr erfolgreich mit der Regenbogenschule in Dortelweil zusammen", sagt sie.

Dass musikalisches Engagement sich auszahlen kann, bewiesen schließlich die Ensembles Villa Bella und Solaio. Pauken, Bongo, Xylophon, Schlagzeug und Conga entführten das Publikum in mittelamerikanische und kubanische Klangwelten. Die achtköpfige Mädchentruppe Solaio ließ den Vormittag mit "Moliendo Café" ausklingen.

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