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Stadt bietet am Tag des Denkmals, Aktionen und Führungen an: Alte Gemäuer in Nidderau hautnah erleben

Von Geschichte zum Anfassen bietet der Tag des offenen Denkmals am kommenden Sonntag (10. September). Die Stadt Nidderau zeigt einige Interpretationsmöglichkeiten zum diesjährigen Motto „Macht und Pracht“.
Heinrich Quillmann lädt zu einem Rundgang durch die Windecker Altstadt ein, auch die Burg steht auf dem Programm. Archivfoto: Thomas Schwarz Heinrich Quillmann lädt zu einem Rundgang durch die Windecker Altstadt ein, auch die Burg steht auf dem Programm. Archivfoto: Thomas Schwarz
Nidderau. 

Im alten Pfarrhaus in Windecken, unweit der Stiftskirche, spielt ein junger Mann Cembalo. Der helle, obertonreiche Klang des Tasteninstruments, versetzt den Besucher in eine vergangene Epoche. Es ist ein Schüler von Berufsmusiker Diez Eichler. Eichler und seine Ehefrau Roswitha Bruggaier sind Dozenten für barocke Musik am Dr. Hoch’s Konservatorium in Frankfurt. In ihrer Freizeit haben sie das 300 Jahre alte Pfarrhaus von 2014 bis 2017 denkmalgerecht restauriert und bewohnen seitdem 220 Quadratmeter Wohnfläche.

Zum diesjährigen Tag des offenen Denkmals bringen sie erstmals Architektur und Musik in Einklang und öffnen das Gebäude für die Öffentlichkeit. Schüler des Frankfurter Konservatoriums spielen Stücke aus der Bauzeit des Hauses. „Es werden Kompositionen um 1717 von Johann Sebastian Bach, Madame Marais und Couperin gespielt. Die Schüler spielen auf Cembali und der Viola da Gamba“, sagt Eichler.

Millionen Besucher

Der Tag des offenen Denkmals wird bereits seit 1993 bundesweit durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz koordiniert. Der Aktionstag verzeichnet jährlich mehrere Millionen Besucher.

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Warum das Paar erstmals am Denkmalstag teilnimmt, erklärt Eichler so. „Wir haben für die Restaurierung vom Denkmalamt eine große Förderung bekommen. Das wird von Steuergeldern bezahlt, und deshalb möchten wir der Öffentlichkeit etwas zurückgeben“.

Haus für 17 Pfarrer

Das Gebäude sei bis 1969 als „erstes Pfarrhaus“ mit Leben erfüllt gewesen. In 250 Jahren lebten und arbeiteten dort 17 Pfarrer. Zum Charme des Gebäudes gehören 3,20 Meter hohe Räume im unteren Stockwerk, Terrakotta-Fliesen von 1820 im Vestibül, der zweistöckige Dachstuhl und der mit Erde verfüllte Kellerraum. Von 13 bis 17 Uhr ist das Haus zur Besichtigung geöffnet. Zu jeder vollen Stunde führen die Besitzer durch die Räume.

Und um 18 Uhr lädt Eichler im evangelischen Gemeindehaus in der Eugen-Kaiser-Straße in Windecken zu einem knapp einstündigen Vortrag zur Geschichte des „Ersten Pfarrhauses“ und seiner Bewohner mit Bildern, Geschichten und Objekten ein. Tapetenfunde und ein original Taufkännchen von Pfarrer Henss werden gezeigt. Nidderaus Bürgermeister Gerhard Schultheiß (SPD) spricht um 13 Uhr im Pfarrhaus am Kirchplatz 2 das Grußwort zum Tag des offenen Denkmals.

Auch in den Nachbarkommunen ist viel los

Nicht nur in Nidderau ist beim Tag des offenen Denkmals einiges los. Auch andere Kommunen im Wetteraukreis und im Main-Kinzig-Kreis beteiligen sich:

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Ein weiterer Nidderauer Partner ist der Verein für Vor- und Frühgeschichte im unteren Niddertal. Mitglieder zeigen von 11 bis 17 Uhr im und vor dem historischen Gebäude „Neue Schule“ in Heldenbergen wie sich „Macht und Pracht“ über die Jahrtausende hinweg in Schmuckstücken und Waffen, in Alltagsgegenständen und Ofenkacheln manifestiert haben und beantworten Fragen. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.

Der Heimat- und Geschichtsverein Ostheim lädt von 14 bis 18 Uhr im Bürgerhof Ostheim in der Limesstraße 10 bis 12 zum Museumscafé ein. Ebenfalls ist die Besichtigung aller Räume im Museum möglich. Außerdem werden Führungen angeboten.

Rundgang durch Altstadt

Einen Rundgang durch die Altstadt von Windecken gibt es um 15 Uhr. Gezeigt werden die Burg von 1262, mit Besichtigung des Innenhofes, die gotische Kirche von 1282, das Stadtschreiberhaus und das Hospital aus der Zeit um 1420 sowie das Rathaus und der Amtshof.

Teilnehmer treffen sich mit Heinrich Quillmann vom Verein der Natur- und Kulturführer Wetterau-Vogelsberg-Taunus auf der alten Nidder-Brücke in der Heldenberger Straße. Eine Anmeldung zu ist nicht erforderlich.

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