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Akrobatik auf Weltklasse-Niveau

Von „Kurzweilig und unterhaltsam“, lobt Thomas Riedel das Neujahrs-Varieté der Ovag. Wie beim letzten Mal sitzt der Friedberger mit seiner Frau in der ersten Reihe – und wird prompt miteinbezogen. Auch die anderen Gäste sind von der Show beeindruckt, die zum 13. Mal über die Bühne geht.
Den Zauber der Diabolos lassen die „Gorgeous Girls“ aus China spüren. Foto: Petra Ihm-Fahle Den Zauber der Diabolos lassen die „Gorgeous Girls“ aus China spüren.
Bad Nauheim. 

„Wir sind zum zweiten Mal hier“, erzählt Thomas Riedel, Besucher der 13. Neujahrs-Varietés der Ovag im voll besetzten Jugendstiltheater des Hotels Dolce in Bad Nauheim. Schon im letzten Jahr fand er die Show hervorragend. Damals musste er als Zuschauer aus der ersten Reihe auf die Bühne, um zu tanzen und Musik zu machen. Diesmal muss er wieder ran – aber nur, um dem Künstler Paul Ponce einen Ball zuwerfen.

„Sagenhaft, diese Aktivität. Die Dynamik ist spitze“, findet Riedel Ponce, der zu flotter Musik jongliert, ob mit Ball, Keulen oder Hüten. Eine fulminante Lichtshow funkelt dazu, aber auch zu den 13 anderen mitreißenden Artistik-Nummern.

Am Ende äußern sich die anderen Gäste ebenfalls begeistert über das gelungene Varieté, das unter der künstlerischen Leitung von Andreas Matlé und Anne Naumann steht.

„Wir sind zum ersten Mal hier, und das ist eine ganz hervorragende Show gewesen.“ Herfried und Ursula Busch aus Frankfurt sind sich einig, einen Höhepunkt nach dem anderen erlebt zu haben. Familie Teichmann aus Pohlheim ist genauso angetan. Was Vater, Oma und die Kinder am besten fanden, können sie kaum sagen, denn das Niveau war insgesamt hoch.

Gedanken gelesen

„Sehr gut“, hat es auch Edelgard und Helmut Felsch gefallen. Sie haben das Varieté zum ersten Mal erlebt, bekamen die Karten von Sohn und Schwiegertochter geschenkt. Um die spannende Show zu besuchen, ist das Ehepaar eigens aus der Nähe von Kassel angereist.

Während die Menschen aus dem Theater strömen, unterhalten sie sich über das Gesehene. Die Freundinnen Claudia, Sabine und Nadja aus Friedberg rätseln noch immer über das Duo „Sonambul“, das auf verblüffende Weise Gedanken lesen kann. Roman Maria von Thurau, der männliche Part des Duos, war in der Pause zu den drei Frauen gekommen: Er bat Nadja, an eine bestimmte Spielkarte zu denken. Claudia sollte diese aus dem Stapel ziehen, und – wer hätte es gedacht – schon die erste Karte war die richtige. „Keine Ahnung, wie er das gemacht hat“, sagen die drei.

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Mehr Impressionen vom Varieté gibt es auch online.

Um 20 Uhr begann das Varieté, charmant moderiert von Alix Dudel, die mit ihrer dunklen Stimme auch Chansons darbot. Feinfühlig leitete sie das Publikum durch den Abend. Erster Punkt war die Formation „Tron Dance“ aus Ungarn, die als Lichttänzer atemberaubend über die Bühne wirbeln.

Aus Russland stammen die Brüder Meleshin, denen die Gäste mit angehaltenem Atem zuschauen: Ihre eleganten Kraftakte auf einem rollenden Brett wirken gefährlich, doch das Duo weiß, was es tut.

Zu melodiöser Musik verbiegt und verknotet sich Cristina Garcia, deren graziöse Körperkunst Jubel und Bravos hervorruft. Begeistert sind die Zuschauer auch über die Gruppe „Tiufiaev“ aus Russland, die nervenzerreißend hohe Salti auf einem Seil springen. Bezaubernd ist Ma Yan Yan, eine Ballerina, die während ihres Tanzes wie aus dem Nichts einen Blätter- und Konfettiregen zaubert. Hingerissen fragen sich die Zuschauer, wie das wohl funktionieren mag.

Unwahrscheinlich kraftvoll

Mit „Desire of Flights“ und einer anmutigen Akrobatik hoch in den Lüften geht es spannend weiter. Halsbrecherisch stürzen sich anschließend die strahlenden „Catwall Acrobats“ von einem Gerüst auf ein Trampolin – und laufen die Wände gleich wieder hoch. Auch beim Duo „Ice Pole“ dreht sich alles um Körperkunst in einem fantastischen Zusammenspiel von Mann und Frau an einem Mast.

Zhang Fan ist anschließend an der Reihe, auf faszinierende Weise läuft, radelt und steht er auf einem Schlappseil kopf. Nach ihm präsentiert sich unwahrscheinlich kraftvoll und mit großer Körperästhetik das Duo „A & A“ – Riesenapplaus. Zum Schluss bezaubern die „Gorgeous Girl“s mit einem fantasievoll-atmosphärischen Diabolo-Tanz. Das Auditorium ist hin und weg und spart nicht mit dem Applaus.

Mit gutem Grund, denn eine Menge wurde an diesem Abend geboten, sogar etwas zum Lachen: Etwa als die „Collins Brothers“ auftreten, um das Zersägen der Jungfrau darzustellen. Mangels einer passenden Darstellerin opfert sich schließlich Bruder Helmut und steigt in die schwarze Kiste. Das kann ja nur schiefgehen.

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