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Partei und Naturfreunde Karben uneins: AfD pocht auf Vertrag

Von Verwirrung im die Ausladung der AfD Wetterau bei den Natur- freunden Karben: Die Partei wehrt sich gegen den Vorwurf, Absprachen fürs Nutzen der Hütte nicht eingehalten zu haben. Die Naturfreunde sind darüber sauer. Waren Vertrag und Absprache nicht eindeutig?
Er wollte in Karben feiern, wurde aber kurzfristig ausgeladen: Der Vorstand der Wetterauer AfD, hier bei seiner Wahl im Frühjahr mit seiner Sprecherin Christiane Gleissner. Archivfoto: Privat Er wollte in Karben feiern, wurde aber kurzfristig ausgeladen: Der Vorstand der Wetterauer AfD, hier bei seiner Wahl im Frühjahr mit seiner Sprecherin Christiane Gleissner. Archivfoto: Privat
Karben. 

Es sollte ein entspanntes Grillfest für Mitglieder und Sympathisanten der rechten Wetterauer Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD) werden. Doch nun erleben die Partei und ihre Beinahe-Gastgeber von den Naturfreunden in Karben unangenehme Zeiten.

Die Ausladung der Partei und ihres Sommerfests aus dem Naturfreundehaus sorgt für reichlich Wirbel. Erst hatte die AfD auf ihrer Internetseite das Vorgehen kritisiert: Trotz bestehenden Mietvertrags hätten die Naturfreunde das für Samstag kurzfristig abgesagt.

Daraufhin erklärten die Naturfreunde in der FNP: Wir haben abgesagt, weil die AfD den Vertrag brach und eine öffentliche statt einer – vereinbarten – internen Veranstaltung abhalten wollte.

Diesem Vorwurf widerspricht AfD-Kreissprecherin Christiane Gleissner: „Die Darstellung ist so nicht richtig.“ Die Partei habe einen gültigen Vertrag gehabt. Veranstaltung und Veranstalter seien darin „klar beschrieben“ gewesen.

 

Das Problem gibt’s öfter

 

Den Vertrag, der der FNP vorliegt, hat AfD-Vizevorsitzender Karl Marel aus Friedberg „im Auftrag der Afd-Wetterau“ geschlossen, inklusive klein geschriebenem „d“. „Informationstag+Grillfest der Afd Wetterau“ ist als Veranstaltung genannt.

Zur Anmietung habe es einen Vorort-Termin mit Vertretern von Naturfreunden und AfD gegeben, darunter Vizesprecher Karel Marel, sagt Gleissner. „Dort wurde den Naturfreunden klar gemacht, wer wir sind und dass wir dort eine Informationsveranstaltung machen wollen, zu der auch die Öffentlichkeit eingeladen wird.“

Das sei falsch, erneuert Naturfreunde-Kassierer Jürgen Schmidt seinen Widerspruch: „Wir wussten, wer sie sind, und es war für uns klar als Privatveranstaltung angekündigt.“ Mehrfach habe er den AfD-Leute klar gemacht, „dass wir keine öffentliche Parteiveranstaltung wollen“. Ein Vertrag über die Nutzung sei obligatorisch – auch ohne Hinweis auf die Nichtöffentlichkeit.

Mit solchen Problemen muss sich der Wetterauer Kreisverband der rechten Partei öfter auseinandersetzen: „Es ist nicht das erste Mal, dass es schwierig ist für die AfD, Räumlichkeiten zu mieten“, räumt Christiane Gleissner ein. Gerade deshalb seien die Verantwortlichen im Vorgespräch „offensiv“ mit Informationen umgegangen.

 

Nur ein Missverständnis?

 

Allerdings sei es „denkbar, dass es vielleicht nicht deutlich genug angekommen ist“, sagt die Parteichefin. Ja, sie gibt sogar zu, dass es „möglich“ sei, dass es „ein Missverständnis“ gegeben habe. Allerdings sei der Vertrag ja schon einen Monat vor der Veranstaltung unterschrieben worden. „Da hätten sich die Naturfreunde rückversichern können, wenn sie Zweifel bekamen“, findet Christiane Gleissner.

Die aber kamen Jürgen Schmidt erst, als er kurz vor dem Termin Plakate mit der Einladung in der Stadt aufgehängt sah. Daraufhin sagten die Naturfreunde wenige Stunden vor dem Sommerfest der AfD ab. „Wenn uns völlig klar gewesen wäre, dass die Veranstaltung über die Mitglieder hinausgehe“, sagt Jürgen Schmidt, „wäre es nie zu diesem Vertrag gekommen.“

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