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Beginn im Juni: 27,7 Millionen Euro für Erneuerung der Sankt-Lioba-Schule

Von Mit einer großen, mehrjährigen Sanierung und einem Volumen von 27,7 Millionen Euro soll die Sankt-Lioba-Schule in Bad Nauheim zukunftsfähig werden und der Mehrbedarf an Räumen abgedeckt werden. Bereits im Juni rollen die Bagger an. Bis zum Schulbeginn 2022/2023 soll gebaut werden.
Der repräsentative Eingang des Instituts Lioba wird seine alte Bedeutung wieder erhalten. Der Gebäudeteil A wurde 1890 erbaut. Foto: Corinna Weigelt Der repräsentative Eingang des Instituts Lioba wird seine alte Bedeutung wieder erhalten. Der Gebäudeteil A wurde 1890 erbaut.
Bad Nauheim. 

Das Bistum Mainz beginnt im Sommer mit einer umfassenden Sanierung der Sankt-Lioba-Schule in Bad Nauheim. Die Bauzeit wird sich über vier bis fünf Jahr erstrecken, der Schulbetrieb der derzeit rund 970 Schüler soll während der Sanierung am Standort aufrecht erhalten werden. Das erfordert präzise Planungen und viel Geschick während der langjährigen Bauzeit.

Wer im Bestand umbaut, muss immer mit Entdeckungen rechnen – das weiß auch Architekt Alfred Möller. Sein Architekturbüro führt den Großauftrag aus, Projektsteuerer ist die Harrer Ingenieure GmbH aus Karlsruhe. Ein erhöhter Raumbedarf und Sanierungsstau erforderten bereits seit einiger Zeit Lösungen. Daher machte der Kirchensteuerrat des Bistums am 9. Dezember mit der Verabschiedung des Wirtschafts- und Investitionsplans den Weg frei für eine Sanierung.

Das Investitionsvolumen des Mammutprojekts wird voraussichtlich 27,7 Millionen Euro betragen. Das Gymnasium erhält unter anderem einen neuen Anbau, eine Mensa und soll barrierefrei werden. „Anlass für den Beginn der Arbeiten ist auch die Rückkehr zur klassischen Gymnasialzeit von neun Jahren“, erklärt Schulleiter Bernhard Marohn. Denn: „Mit dem Schuljahr 2022/2023 wird es an der Schule wieder eine 13. Jahrgangsstufe geben und damit etwa 120 Schüler mehr als heute.“

Als das Gymnasium vor Jahren auf G8 umgestellt habe, seien Räume zusammengelegt worden. Dazu wurden auch Kurssysteme eingeführt. Die einzelnen Gebäude, die zwischen 1890 und 1991 entstanden sind, müssten saniert werden. „Sie sind in die Jahre gekommen, wir sind aber nun an einem Punkt angekommen, wo ein Flickwerk unrentabel ist.“

Zukunftsfähig

Der Schulkomplex besteht aus fünf unterschiedlichen Gebäudeteilen, die Sanierung wird alle Bereiche betreffen. Das seien keine reine Verschönerungsmaßnahmen, wie seitens des Bistums erklärt wird. Es handle sich um eine notwendige Investition in die Betriebssicherheit, die Schule soll auch in technischer und pädagogischer Hinsicht zukunftsfähig gestaltet werden.

Das Investitionsvolumen von fast 28 Millionen Euro werde auch nicht komplett aus Kirchensteuermitteln finanziert. Fünf Millionen Euro sollen über Spenden und mit Hilfe eines professionellen geplanten Fundraising-Projekts zum Gesamtbetrag beigesteuert werden. „Wir sind guter Dinge, dass uns das gelingen wird“, sagt der Schulleiter.

In welchen Schritten die Sanierung erfolgen soll, erläuterten Diplomingenieur Alfred Möller und Projektleiter und Diplomingenieur Michael Peters vom Architekturbüro Möller in Bad Nauheim. So werden Ende Juni, also gleich am ersten Ferientag, die Bagger anrollen und mit dem Abriss des Gebäudeteils E auf der Südseite beginnen. Derzeit befinden sich im dem Ergänzungsbau fünf Klassenräume.

Anstelle des eingeschossigen E-Gebäudes entsteht ein dreigeschossiger Neubau mit neun Klassenräumen. Fünf weitere fehlende Klassenräume werden durch Optimierung des Bestandsgrundrisses entstehen. Die Bauzeit für den Neubau beträgt ein Jahr. In der Übergangsphase werden Ausweichräume geschaffen.

Eltern eingebunden

In weiteren Bauabschnitten werden die anderen vier Bauteile energetisch, brandschutztechnisch, im Heizungs-, Lüftungs- und Sanitärbereich sowie elektrisch grundlegend saniert. Auch Raumakustik, Schallschutzes und sonstige technische Ausstattungen sollen verbessert werden. Zudem werden Glasfaserkabel verlegt und W-Lan in allen Räumen geschaffen.

Der repräsentative Eingang des „Instituts Lioba“ im Altbau an der Zanderstraße werde zudem seine alte Bedeutung wieder erhalten. Im Nordflügel des Altbaus wird die Schulleitung untergebracht. Die Schule erhält eine 103 Quadratmeter große provisorische Mensa.

Bei den Planungen wurde auch der Elternbeirat einbezogen: „Die dringendsten Wünsche können realisiert werden“, sagt der Vorsitzender Achim Laube. Er wertet die Mensa als Teilerfolg – gerne hätte man auch eine eigene Küche realisiert. Wichtig sei es, dass die Schule an ihrem historischen Standort verbleibe. „Den Standort wollten wir nicht aufgeben“, bestätigt Marohn.

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