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Techno-Festival in Rüsselsheim: Veranstalter des "Love Family Park" erwarten ein friedliches Publikum

In rund anderthalb Monaten findet das Techno-Festival „Love Family Park“ zum ersten Mal am Mainvorland statt. Erstmals gibt es Details zum Aufbau und Ablauf vom Veranstalter.
Eine große Familie: Der „Love Family Park“ soll in Rüsselsheim seine neue Heimat finden. Foto: ANTONIO HANT CORALLO Eine große Familie: Der „Love Family Park“ soll in Rüsselsheim seine neue Heimat finden.
Rüsselsheim. 

Von weitem ist der Bass schon zu hören, Jubel klingt weit über die Fläche, Konfettikanonen knallen: Wer schon einmal auf dem „Love Family Park“ war, weiß, dass das Festival eine bunte, gut organisierte Veranstaltung ist. Trotzdem: In Rüsselsheim findet ein Ein-Tages-Festival dieser Größe, zum ersten Mal statt. In einer zweiseitigen Mitteilung des Veranstalters „Cosmopop“ haben Anwohner deshalb viele Informationen rund um das Event am 28. Juli erhalten. Darin wird deutlich, dass Auf- und Abbau, Verkehr und Beschallung sowie die Sicherheit bis ins Detail organisiert sind.

Damm bleibt begehbar

So wird der Aufbau bereits am 22. Juli beginnen. Dafür wird das Mainvorland mit Zäunen abgesperrt. Der Damm bleibt, außer am Veranstaltungstag selbst, weiterhin begehbar.

Die Parkplatzsituation ist laut dem Schreiben bis zum vollständigen Abbau am 1. August eingeschränkt, vom 27. bis 29. Juli ist der Parkplatz komplett gesperrt. Ein Besucherparkplatz wird am Tor 55 in der Mainzer Straße eingerichtet. Anwohner können weiterhin in ihre Straßen einfahren.

Bleibt gelassen: Robin Ebinger vom Veranstalter. Bild-Zoom
Bleibt gelassen: Robin Ebinger vom Veranstalter.

Am Veranstaltungssamstag sowie am darauffolgenden Sonntag wird die Ludwig-Dörfler-Allee, die Dammgasse und die Zufahrt an den Opelvillen für Autos gesperrt sein. Am 28. Juli wird außerdem vormittags die Stresemannanlage nicht anfahrbar sein.

Komplett gesperrt sein wird die Mainstraße: Vom 28. Juli um 7 Uhr bis zum 29. Juli um 2 Uhr nachts ist sie ab Marktplatz nach Norden hin nicht befahrbar. Bereits am 27. Juli greift ab 20. Uhr dort ein Halteverbot, das bis zum 29. Juli um 12 Uhr andauert.

Weiterhin wird die Marktstraße ab der Kreuzung Weisenauer Straße in Richtung Bahnhof bis zum Busbahnhof am Festivaltag ab 18 Uhr bis voraussichtlich Mitternacht gesperrt sein, da darüber die Heimreisenden geleitet werden.

Dass ein Konzerttag mit Techno-Beats und rund 20 000 erwarteten Besuchern bei einigen Rüsselsheimern erst einmal auf Skepsis stößt, findet Robin Ebinger vom Veranstaltungsteam verständlich. Daher plant der Veranstalter Maßnahmen, um die Beeinträchtigungen für die Bevölkerung gering zu halten. „Wir haben ein junges, freundliches und friedliches Festivalpublikum.“

Das Sicherheitskonzept, das mit der Stadt und den verschiedenen Behörden für Ordnung und Sicherheit erarbeitet wurde, sei just verabschiedet worden, erzählt Ebinger. „Wir profitieren hier von unserer langjährigen Erfahrung, aber auch von den Erfahrungswerten der Stadt vom Hessentag.“

Die Veranstalter sehen in Rüsselsheim ihre neue Heimat. „Nach der ersten Ausgabe der Veranstaltung werden alle Rüsselsheimer ein klareres Bild von unseren Gästen und den positiven Effekten des „Love Family Parks“ haben“, mutmaßt er. Mit den Jahren stelle sich ein gewisser Stolz ein, erklärt Ebinger und verweist auf die gute Beziehung zur Stadt Hanau, wo das Festival seinen Ursprung hat.

Bisher laufe der Vorverkauf sehr gut – voraussichtlich werde es keine Tageskasse geben.

Den hohen Andrang sieht Robin Ebinger in verschiedenen Faktoren begründet. „Das Programm ist konkurrenzlos“, sagt Ebinger und verweist damit auf Größen wie Sven Väth, Fritz Kalkbrenner oder Oliver Koletzki. „Bei uns spielt die Champions League der elektronischen Musik.“ Außerdem sei die Neugier auf die neue Veranstaltungsfläche groß und die logistische Anbindung sehr gut. Im Festivaleintritt ist ein RMV-Ticket dabei. Die Veranstalter gehen davon aus, dass 80 Prozent der Besucher mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen. Sicherheitspersonal werde eingesetzt, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten.

Bühnen zum Main hin

Auch den Anwohnern, die das Festival nicht besuchen, werde der Tag so angenehm wie möglich gemacht. „Wir richten die Bühnen zum Main in Richtung Gewerbegebiet aus“, sagt Ebinger. Elektronisch sei die Beschallungstechnik auf dem neuesten Stand, ein Ingenieur sei ständig im Einsatz, um die Immissionen zu messen.

In diesem Zusammenhang werde auch eine Hotline eingerichtet. Wer der Meinung sei, bei ihm zu Hause würde der gesetzliche Immissionswert überschritten, könne dort anrufen. „Wir schicken dann den Ingenieur zur Messung vorbei. Gegebenenfalls wird dann die Beschallung der betreffenden Bühne angepasst.

Für das Team der „Cosmopop“ geht das Veranstaltungsmanagement allerdings erst richtig los. Die Künstlerabteilung arbeite derzeit an der Reiseorganisation, Produktions-, Sicherheits- und Gastronomieplanung sind in vollem Gange. „Wir bauen ja eine Kleinstadt, in der wir 20 000 Menschen versorgen müssen“, sagt Ebinger.

Für das Festival, das seit 22 Jahren besteht, sei das schon Routine: „Wir machen das tagtäglich.“

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