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Ein super Team hinter den Kulissen: Tina Vogt lernt im Theater Rüsselsheim den Beruf der Veranstaltungstechnikerin

Bühne frei für einen faszinierenden Beruf: Tina Vogt aus Mörfelden-Walldorf hat am Theater Rüsselsheim eine Ausbildung zur Veranstaltungstechnikerin begonnen. Zusammen mit Azubi Tobias Barthel und Theatertechniker Felix Ruth erzählt sie von den ersten Eindrücken auf, hinter und über der Bühne des Gastspielhauses.
Starkes Team: Tobias Barthel, Mike Brison, Tina-Bianca Vogt, Eckhard Kunze, Felix Ruth (von links). Foto: (Kultur123) Starkes Team: Tobias Barthel, Mike Brison, Tina-Bianca Vogt, Eckhard Kunze, Felix Ruth (von links).
Rüsselsheim. 

Das Theater Rüsselsheim kennt Tina Vogt schon seit dem Kindesalter. Aber eben nur vom Zuschauerraum aus. Jetzt hat die junge Frau aus Mörfelden-Walldorf die Perspektive gewechselt. Denn im August begann sie eine Ausbildung zur Fachkraft für Veranstaltungstechnik bei Kultur 123 und der Stadt Rüsselsheim.

Der Eindruck nach den ersten Ausbildungstagen? „Das ist unglaublich spannendes Neuland – und ein super Team“, sagt Vogt. Wobei sie keineswegs unvorbereitet in die Ausbildung gestartet ist: „Ich hatte die Chance, zur Orientierung einen Tag beim Aufbau einer Veranstaltung zu helfen und war auch während des Hessentages zwei Wochen lang im Einsatz“, erzählt die Auszubildende. Diese Gelegenheit, die typischen Abläufe des Berufs kennenzulernen, sei wichtig gewesen für die Entscheidung zur Ausbildung.

Beruf mit Zukunft

„Das ist ein Beruf mit Zukunft“, sagt Mike Brison, Technischer Leiter des Theaters Rüsselsheim und Ausbildungsleiter im Eigenbetrieb Kultur 123 für die Veranstaltungstechniker. Denn die Kompetenz an der Schnittstelle zwischen Ton, Licht, Video, Bühnentechnik und Elektronik sei nicht nur im Theater gefragt. Auch bei Konferenzen in großen Hotels, bei Messen, Volksfesten und anderen Großveranstaltungen würden Veranstaltungstechniker gebraucht. Zu den Arbeitgebern gehören neben Theater und Tourneebühnen auch Fernsehanstalten, Eventagenturen oder Veranstaltungsdienstleister.

Während des Hessentags in Rüsselsheim, berichtet Brison, waren bei den allergrößten Veranstaltungen zum Teil bis zu 50 der Fachkräfte im Einsatz. „Viele Menschen mögen das Berufsbild zwar nicht kennen, aber im Alltag haben sie dafür bei Anlässen ganz unterschiedlicher Art umso öfter mit Veranstaltungstechnikern zu tun.“

Dass der Beruf faszinierend ist – und dass die Ausbildung dazu gute Voraussetzungen bietet, bestätigen zwei junge Kollegen von Tina Vogt: Tobias Barthel ist gerade ins zweite Lehrjahr am Theater Rüsselsheim gekommen. Er hat sich nach einem Freiwilligen Sozialen Jahr in der Kultur im Kulturzentrum Schlachthof in Wiesbaden für diesen Weg in den Beruf entschieden. Felix Ruth hat seine Ausbildung bereits erfolgreich abgeschlossen, zum Sommer wurde er als Veranstaltungstechniker beim Eigenbetrieb eingestellt. „Für meine Berufspraxis ist es wichtig gewesen, dass ich im Theater Rüsselsheim so umfassende Einblicke bekommen habe“, sagt er.

Die Vielfalt sei bei der beruflichen Qualifikation eine besondere Stärke des Gastspielhauses in der Opelstadt, sagt Mike Brison: „Die Ausbildung soll ja lebensnah alle Anforderungen des Berufs vermitteln. Und in unserem Haus mit seinem facettenreichen Programm lassen sich die verschiedenen Gewerke und Aufgaben exzellent darstellen.“ Das reiche von Ton-,
Licht-, Projektions- über Bühnentechnik bis zum Rigging. Diese Aufgabe umfasst die Arbeit mit seilgeführten Zügen: „Das ist praxisnahe Statik“, erklärt Brison.

Kooperation mit Firmen

Neben dem praktischen Teil im Theater und bei den Außenveranstaltungen von Kultur und Theater gehören fachspezifische Kooperationen mit Unternehmen sowie die Unterrichtseinheiten in der Berufsschule zur Ausbildung. Die Veranstaltungstechnik-Azubis von Kultur 123 besuchen die Berufsschule in Wiesbaden. Sie ist einer von zwei hessischen Standorten.

Eckhard Kunze, Leiter Gesamtbetrieb von Kultur 123 Stadt Rüsselsheim, hebt das Engagement aller Mitarbeiter des Theaters für die Ausbildung hervor: „Das ganze Team weiß, wie wichtig und wertvoll das ist. Diese Haltung spiegelt sich in der großartigen Unterstützung der jungen Menschen wider.“ Die Bedeutung der Berufsausbildung im Eigenbetrieb, sagt Kunze, habe sich in den vergangenen Jahren verstärkt: „Wir sind ein im besten Sinne lernender Betrieb.“

Zu den Ausbildungsberufen bei Kultur 123 zählen neben den Veranstaltungstechnikern beispielsweise auch Veranstaltungskaufleute, Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste sowie Kaufleute für Bürokommunikation. Eine feste Übernahmegarantie könne Kultur 123 den Auszubildenden leider nicht geben, sagt Kunze. Aber angesichts des kontinuierlichen Bedarfs an qualifizierten Mitarbeitern habe gut ausgebildeter Nachwuchs aus den eigenen Reihen große Chancen im Eigenbetrieb. red

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