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Feuerwehr Raunheim: Keine Panik vor dem Hessentag

Der Hessentag in Rüsselsheim wirft auch in Raunheim seine Schatten voraus. Die Freiwillige Feuerwehr plant schon jetzt für die Festtage im Juni.
Macht sich angesichts des Hessentags keine Sorgen ums Personal: Stadtbrandinspektor Jan Christopher Gräf. Foto: Rüdiger Koslowski Macht sich angesichts des Hessentags keine Sorgen ums Personal: Stadtbrandinspektor Jan Christopher Gräf.
Raunheim. 

Rüsselsheim feiert im Juni den Hessentag. Die Nachbarstadt erwartet Hunderttausende Besucher. Auf die Rettungskräfte kommt viel zu. Das gilt auch für die Freiwillige Feuerwehr Raunheim.

„Die Feuerwehr Rüsselsheim hat hessenweit Feuerwehrleute gebeten, sich privat auf einem Onlineportal zur Unterstützung für den Hessentag zu melden“, berichtet Stadtbrandinspektor Jan Christopher Gräf. Bei den Wehren im Kreis Groß Gerau sorgte das für Kritik. Das Argument: Wenn sich zu viele Feuerwehrleute bereiterklären, könnte die Einsatzfähigkeit der einzelnen Wehren gefährdet sein. Deshalb schlug der Kreis vor, dass die kommunalen Wehren Fahrzeuge mit Mannschaften in „ertragbarer Stärke“ zur Verfügung stellen. Die Raunheimer Wehr soll jetzt mit den Kameraden aus Kelsterbach und Mörfelden-Walldorf ein Fahrzeug besetzen. Jede der drei Wehren stellt jeweils zwei Einsatzkräfte ab.

Die Rüsselsheimer forderten ein kleines, wendiges Fahrzeug an, das es im Fuhrpark der Raunheimer Feuerwehr aber nicht gibt. Deshalb bringen die Kelsterbacher ein kleineres Löschfahrzeug mit. „Wir haben uns zusammengeschlossen, so haben wir im Ort noch genügend Personal“, erzählt der Stadtbrandinspektor. Es sei vertretbar, zwei Leute abzustellen. Zumal diese lediglich an einem Tag den Rüsselsheimer Kameraden aushelfen müssen. „Wir helfen gerne“, betont Gräf. Aber es sei nicht möglich, die eigene Kommune ohne ausreichendes Personal zurückzulassen. Er erkennt den Aufwand, der auf die Rüsselsheimer Kameraden zukommt. „Die Rüsselsheimer Wehr muss ihre Einsatzbereitschaft ebenfalls erhalten“, gibt er zu bedenken. Die Raunheimer Feuerwehr wird sich auch für den heimischen Ort auf den Hessentag vorbereiten müssen – etwa was mögliche Zwischenfälle aufgrund des erhöhten Verkehrs.

Etwas für jeden Geschmack

Den Hessentag gibt es bereits seit 1961. Er wurde von dem damaligen Ministerpräsidenten Georg August Zinn (SPD) ins Leben gerufen. Die ursprüngliche Idee war, Zuwanderern, besonders Heimatvertriebenen,

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Die Stadt Raunheim stellt die Ackerfläche an der Mainzer Straße zwischen der zentralen Kläranlage und dem Einkaufszentrum Mainspitze als Parkplatz zur Verfügung. „Die Hessentagsbesucher werden diesen Parkplatz über die Bundesstraße 43 und aus Flörsheim über die Brücke ansteuern“, erzählt Gräf. Wenn sich der Verkehr dort staut, besteht die Möglichkeit, dass die Autofahrer den Weg durch die Innenstadt Raunheims nehmen. Im schlimmsten Fall steht Raunheim dann still. „Wenn sich der Verkehr auch im Stadtgebiet staut, dann haben die Feuerwehrleute bei einem Alarm Probleme, die Wache zu erreichen“, warnt der Stadtbrandinspektor. Deshalb will die Feuerwehrführung zuvor bei den Einsatzkräften abfragen, wer sich während der Festtage in Raunheim aufhält.

Ohne Auto zur Wache

Im Ernstfall laufen die Einsatzkräfte zu Fuß zur Wache oder fahren mit dem Fahrrad. Eine andere Variante ist, die Feuerwache mit sechs Leuten zu besetzen, um die Mannschaftsstärke für ein Löschfahrzeug zu gewährleisten.

Und wie gelangt die Feuerwehr mit ihrem Einsatzfahrzeug durch einen Stau zum Einsatzort? Darüber macht sich Gräf weniger Gedanken. „Das wird schon irgendwie gelingen“, sagt er. Vielmehr denkt er bei dem erhöhten Parkdruck während des Hessentages an zugestellte Feuerwehrzufahrten. „Da muss das Ordnungsamt für Entlastung sorgen“, fordert er.

Den Mainradweg hält er für ein potenzielles Einsatzgebiet. Viele Besucher werden mit dem Fahrrad nach Rüsselsheim fahren. Vielleicht benötigen die Menschen dort in irgendeiner Form Hilfe. Gräf denkt dabei besonders an Menschen, die womöglich in den Fluss gefallen sind. „Es werden sich viel mehr Menschen in Raunheim aufhalten, für die wir zuständig sind“, ist er sich sicher. Aber die Feuerwehr habe keine Panik vor dem Hessentag. „Wir werden genügend Leute haben“, sagt Gräf.

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