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Tipps der Polizei: Fremde sprechen Kinder an

In den vergangenen Wochen hat die Polizei acht Fälle registriert, in denen Unbekannte Kinder angesprochen haben sollen. Die Polizei geht jetzt den Hinweisen nach und gibt Verhaltenstipps.
Ein Polizist steht mit der Dienstwaffe im Gürtel vor einem Polizeiwagen. Symbolfoto: Markus Künzel Ein Polizist steht mit der Dienstwaffe im Gürtel vor einem Polizeiwagen. Symbolfoto: Markus Künzel
Trebur. 

Nachdem in der vergangenen Woche zwei Kinder auf dem Heimweg von der Grundschule, bei der Astheimer Straße von einem unbekannten Mann aus seinem Auto heraus angesprochen worden sein sollen, gibt die Polizei nun weitere Fälle bekannt. Von Ende August bis heute wurden verschiedenen Dienststellen im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Groß-Gerau insgesamt acht Fälle gemeldet, bei denen Kinder von Frauen oder Männern angesprochen worden sein sollen. Oftmals soll dabei eine Mitfahrt angeboten worden sein. Passiert sei das in Gernsheim, Riedstadt, Groß-Gerau, Trebur, Stockstadt und Pfungstadt. Mehrere besorgte Erziehungsberechtigte und Schulen haben sich daraufhin an die Polizei gewandt. Auch in den sozialen Medien hat sich das Thema schnell verbreitet.

Andere Beschreibung

Bei allen Fällen dauern die Ermittlungen nach Aussage der Polizei noch an – die betroffenen Kinder wurden angehört. Bislang haben sich die Verdachtsfälle jedoch nicht konkretisiert. Auch wird aufgrund der unterschiedlichen Beschreibungen nicht von einem Zusammenhang ausgegangen. Die zwei Kinder aus Astheim beschrieben damals einen zwischen 50 und 70 Jahre alten Mann, der akzentfrei Deutsch sprach und graue Haare hatte. Unterwegs sei er mit einer älteren Opel-Limousine gewesen. „Bei den anderen Fällen wurden jedoch auch ältere Frauen, junge oder ältere Männer beschrieben, die nicht immer mit einem Auto, sondern auch auf dem Fahrrad oder zu Fuß unterwegs gewesen sein sollen“, sagt ein Sprecher der Polizei.

Alle Kinder aus den beschriebenen Fällen hätten sich richtig verhalten, seien nicht auf ein Gespräch eingegangen. Die Polizei nehme solche Mitteilungen immer ernst, prüfe die Hinweise und leite entsprechende Maßnahmen ein. An Schulen werde in regelmäßigen und unregelmäßigen Abständen Streife gefahren, außerdem stünden Beamte mit der Schule und den dortigen Lehrern in Kontakt und besuchen Elternabende.

Gespräche führen

Um Kinder auf Situationen dieser Art vorzubereiten, ohne sie zu ängstigen oder die Phantasie anzuregen, gibt die Polizei hier einige Verhaltenshinweisen:

Legen Sie mit Ihren Kindern Verhaltensregeln für den Schulweg und die Freizeit fest.

Treffen Sie Absprachen, wer das Kind abholen darf.

Loben Sie Ihr Kind dafür, wenn es sich Ihnen anvertraut.

Stellen Sie in einem ruhigen Tonfall offene Fragen über den Ablauf der Geschehnisse. Zum Beispiel: Und was ist dann passiert? Was hat xy danach gemacht? Geben Sie dem Kind keine Details vor.

Melden Sie den Vorfall bei der Polizei! Die Polizei weist zudem darauf hin, dass „Informationsverbreitung“ über soziale Netzwerke wie Facebook oder WhatsApp häufig kontraproduktiv sei und zu einer Vielzahl von „Fehlmeldungen“ führe, die die Ermittlungsarbeiten behindern können. Als Ansprechpartner stünden auch Kontaktpartner der Polizei für die Schulen zur Verfügung. svw/red

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