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Stadt und Verkehr: Warum der Frankfurter Westen von Pendlern zugeparkt wird

Von In Zeilsheim und Sindlingen wird rund um die S-Bahn-Stationen alles rigoros zugeparkt – von Pendlern aus dem Main-Taunus-Kreis, die eine Tarifzone sparen möchten. Die Stadt schaut zu.
Entlang der Westhöchster Straße stehen die Autos der Pendler wochentags zwischen den Bäumen und ragen zum Teil in den Radweg hinein. Bilder > Foto: Maik Reuß Entlang der Westhöchster Straße stehen die Autos der Pendler wochentags zwischen den Bäumen und ragen zum Teil in den Radweg hinein.
Sindlingen/Zeilsheim. 

Der Magistrat hat der Forderung des Ortsbeirats, die Parkplatzsituation am S-Bahn-Haltepunkt Zeilsheim zu verbessern, eine Absage erteilt. Zwar sei man sich der hohen Nachfrage nach Parkplätzen bewusst, heißt es in der Begründung. Aber: „Der vorhandene Parkplatz soll nur in kleinerem Umfang ein Angebot für die benachbarten Stadtteile darstellen. Er wurde daher auch bewusst nicht als P+R-Platz ausgewiesen, damit er diese Wirkung nicht über die Stadtgrenze hinaus entfaltet“, heißt es in der Stellungnahme des Magistrats.

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Jeder will mobil sein, aber keiner möchte den Verkehr vor der eigenen Tür oder aber, dass andere ihre Autos dort abstellen. Ein Kommentar von Holger Vonhof.

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Günstiger Tarif

Das heißt: Die Anwohner der Bauvereins-Siedlung in Sindlingen-Nord werden weiter damit leben müssen, dass Pendler aus dem Main-Taunus-Kreis ihre Straßen zuparken und ihre Autos entlang der Westhöchster Straße abstellen. Der S-Bahn-Haltepunkt Zeilsheim ist – wie auch Sindlingen oder andere S-Bahn-Stationen an der Stadtgrenze – von Pendlern aus dem Main-Taunus-Kreis stark frequentiert, die zwar mit der S-Bahn in die Innenstadt fahren möchten, aber nicht bereit sind, für zwei Tarifzonen zu bezahlen: Sie fahren mit dem Auto ins Frankfurter Stadtgebiet und parken dann bis Feierabend in den Wohnstraßen.

Im Fall der S-Bahn-Station Zeilsheim hatte der Ortsbeirat 6 (Frankfurter Westen) den Magistrat darum gebeten, die Parkkapazität zu erweitern und gegebenenfalls sogar ein Parkhaus am freien Feld zwischen Sindlingen-Nord und Zeilsheim zu errichten – zumal viele Flächen dort der Stadt gehören. Das lehnt die Stadt aber ab: „Die weiteren Flächen im städtischen Besitz sind aufgrund ihrer Lage und ihres Zuschnitts nicht geeignet, mit wenig Aufwand möglichst viele Stellplätze zu schaffen. Eine optimale Ausnutzung der Flächen könnte nur durch eine vollständige Überplanung erzielt werden“, heißt es im Magistratsbericht. Und es gebe außerdem gesetzliche Hürden: „Die Lage im Landschaftsschutzgebiet steht der Erweiterung des Parkplatzes oder gar dem Bau eines Parkdecks oder Parkhauses entgegen.“

„An der Realität vorbei“

Der Magistrat ist sich der Stellplatznachfrage am S-Bahn-Haltepunkt Zeilsheim zwar bewusst, will aber keine weiteren Parkplätze bauen. Die Stadt stellt sich auf den Standpunkt, die Anbindung der Stadtteile Zeilsheim und Sindlingen an die S-Bahn werde „weiterhin durch den Bus geschehen“. Auch der Rhein-Main-Verkehrsverbund sehe derzeit keinen Handlungsbedarf für ein P+R-Angebot an der S-Bahn-Station Zeilsheim. „Die Antwort geht an der Realität vor Ort vorbei“, ärgert sich Ortsbeirat Bernd Bauschmann (CDU), der allerdings mit einer Absage gerechnet hat. Wer sich die Kennzeichen der dort abgestellten Autos anschaut, weiß: Die Autos tragen fast alle das MTK-Kennzeichen.

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