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Rechtstreit: Nachbarn fühlen sich gestört: Vielleicht muss Hahn Flecko mittags zum Krähen in den Stall

Von Immer noch schwelt der Rechtsstreit, den ein Nachbar der Familie Stengel in Marxheim angezettelt hat. Grund für den Ärger ist, dass sich der Marxheimer vom Krähen eines Hahnes gestört fühlt.,
Kiara und Mutter Silvia Stengel sehen nicht ein, warum ihr Hahn „Flecko“ im ländlichen Diedenbergen zur Mittagszeit nicht krähen darf und deshalb in den Stall soll.Archivfoto: Reuß Foto: Maik Reuß Kiara und Mutter Silvia Stengel sehen nicht ein, warum ihr Hahn „Flecko“ im ländlichen Diedenbergen zur Mittagszeit nicht krähen darf und deshalb in den Stall soll.Archivfoto: Reuß
Marxheim. 

Flecko ist ein Pracht-Exemplar von Hahn. Das Tier fühlt sich in der Hühnerschar, die die Familie Stengel im Hof ihres Hauses in der Schulstraße hält, sichtlich wohl. Wie bereits berichtet, hatte die Tochter der Familie, die heute 11-jährige Kiara, mit Hilfe einer Wärmeplatte Eier bebrütet. Eines der beiden geschlüpften Tiere war der fragliche Hahn, den sie Flecko taufte. Sein Krähen aber nervt einen etwas weiter entfernt wohnenden Nachbarn derart, dass er den Klageweg beschritten hat.

Schalldichter Stall

Auf Kreisblatt-Anfrage berichten die Stengels, dass sie zwischenzeitlich einen schalldichten Stall gebaut haben, in dem der Hahn die Nacht verbringt. Erst um 8.30 Uhr öffne sich automatisch die Tür, sagt Silvia Stengel, erst dann kann das Tier also wieder ins Freie. Doch das reicht dem Kläger offenbar nicht.

Die Klageschrift sei noch einmal verändert worden, berichtet die Halterin des Federviehs. Jetzt verlange der Nachbar, dass der Hahn auch zwischen 13 und 15 Uhr still zu sein habe und wolle zudem an den Wochenenden länger morgens seine Ruhe. Morgens die Stalltür noch einmal eine halbe Stunde länger dicht zu halten, fände Silvia Stengel noch möglich. Mittags den Hahn wieder einzufangen, damit er für zwei Stunden im Stall steht, das sei aber für Berufstätige wie sie und ihren Mann gar nicht machbar, sagt sie.

Gütliche Einigung möglich ?

Die Marxheimerin hat beim Amt für den Ländlichen Raum in Bad Homburg eine Einschätzung der Situation erbeten. Das Amt hat diese auch geliefert. Es komme klar zu dem Schluss, dass der alte Ortskern von Marxheim als Dorfgebiet einzuschätzen sei, fasst Stengel zusammen. Begründet werde das damit, dass immerhin noch fünf Landwirte mit Tierhaltung ihre Höfe im Ort haben.

Dass Flecko längst nicht der einzige Hahn ist, der in Marxheim lebt und kräht, hatten die Stengels schon nachgewiesen. Doch der Kläger bleibt bislang hart. So soll es nun im November zu einem Gerichtstermin kommen. Ist wieder keine gütliche Einigung möglich, wird dann wohl auch gleich über die Angelegenheit verhandelt.

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