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Für und Wider: Kommt ein neuer Lebensmittelladennach Langenhain?

Von Wo es vor Jahren noch einen Nahkauf gab, liegen heute Konsumentenwünsche brach. Im Ortsbeirat diskutierten jetzt die Vertreter, ob Langenhain nicht doch einen eigenen Supermarkt braucht – und wo der stehen könnte.
2014 wurde der kleine Supermarkt in Langenhain geschlossen. Hier Inhaber Besil Asan beim Auszug. Foto: matthias knapp 2014 wurde der kleine Supermarkt in Langenhain geschlossen. Hier Inhaber Besil Asan beim Auszug.
Langenhain. 

Ein Lebensmittelgeschäft für Langenhain - der Beobachter von außerhalb könnte meinen, dass diese Forderung im Ort unumstritten ist. Wie sich im Ortsbeirat allerdings zeigte, ist dem keineswegs so. Zurzeit wird das Thema von der Hofheimer Wohnungsbaugesellschaft bearbeitet.

Versiegelte Flächen

„Braucht man einen Nahversorger um jeden Preis?“ fragt SPD-Mann Thomas Hartmannshenn. Ihm ist ein Discounter im Königsteiner Stadtteil Schneidhain aufgefallen, der mit seinen vielen versiegelten Flächen dem Ortsbild offenbar nicht gut tut. Schon gar nicht möchte er, dass die weitere Entwicklung des Ortseinganges aus Richtung Hofheim davon abhängig gemacht werden soll, ob ein Supermarkt kommt oder nicht. „Den Leuten geht es nicht so sehr um den Nahversorger, denen geht es um die ganze Entwicklung dort“, hieß es auch aus dem Publikum. Dort hatte die Debatte nach der Ortsbeiratssitzung mit der Forderung nach einem Gesamtkonzept für diese Fläche ihren Anfang genommen. Außerdem hatte der Magistrat zu Anfang berichtet, dass es immer noch einen Interessenten für den Standort gebe. Namen werden natürlich keine genannt.

Zurzeit werden verschiedene Fragen rund um das Thema Lärmschutz geprüft, berichtete der Magistrat noch. Dabei geht es um rechtliche, aber auch um technische Aspekte. Und im Blick sind sowohl bereits bestehende Wohnhäuser wie auch die Flächen, die noch bebaut werden können. Das Thema ist sensibel – in der Umgebung werden neue Bauvorhaben am Ortsrand kritisch beobachtet.

Zusätzliche Bauflächen

Der Ortsbeirat sieht die Frage eines Gesamtkonzepts allerdings nicht als dringlich an. Es gebe im Flächennutzungsplan kaum noch Möglichkeiten, die Bebauung dort auszudehnen, so Hartmannshenn. Dieser Plan werde gerade zwar überarbeitet, aber Forderungen nach zusätzlichen Bauflächen dort sind bislang noch nicht laut geworden. Freilich wurde bislang über eine Hofheimer Position zum Thema auch noch nicht öffentlich gesprochen. „Das ist da die einzige Möglichkeit, einen Nahversorger zu bekommen“, will Ortsvorsteher Armin Jakob diese Option aber nicht fahrlässig aufgeben. Die Ortsbeiratsfraktionen hatten sich bei einem Treffen außerhalb des offiziellen Sitzungsbetriebes zwar einmal gegen einen Supermarkt am Ortseingang ausgesprochen, hieß es noch. Damals bestand mit einem kleinen Lebensmittelgeschäft aber noch eine Einkaufsmöglichkeit im Ort. Insofern haben sich die Dinge schon grundlegend geändert.

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