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Neuer Glanz und ein neues Dach für den Pavillon: Handwerker und Helfer reparieren den Unterstand am Mainufer ehrenamtlich

Von Weil er seinem Wohnort sehr verbunden ist, fackelte Michael Laßleben nicht lange und investierte Freizeit, um das marode Dach des Pavillons am Mainufer auf Vordermann zu bringen.
Der hölzerne Pavillon an der Mainanlage liegt den Eddersheimern am Herzen. Deshalb packten viele in ihrer Freizeit an, um den Unterstand wieder auf Vordermann zu bringen. Foto: Hans Nietner Der hölzerne Pavillon an der Mainanlage liegt den Eddersheimern am Herzen. Deshalb packten viele in ihrer Freizeit an, um den Unterstand wieder auf Vordermann zu bringen.
Eddersheim. 

Viele Radfahrer, die im Sommer durch Eddersheim fahren, nehmen zuerst das Mainufer wahr. Der Uferweg ist eine beliebte Route, die den Hattersheimer Stadtteil mit den Nachbarorten Okriftel und Flörsheim verbindet. Um die Pflege dieses Bereichs kümmert sich die Interessengemeinschaft (IG) „Main Eddersheim“. Die Mitglieder reinigen und pflegen die Grünanlagen. Dank der IG erstrahlt nun auch der Pavillon in der Verlängerung der Propsteistraße in neuem Glanz. Die Interessengemeinschaft konnte einen Fachmann gewinnen, der das Dach des Treffpunkts kostenlos erneuerte.

Rund 50 Arbeitsstunden hat der Eddersheimer Dachdecker Michael Laßleben investiert, um den Pavillon wieder in Ordnung zu bringen. Seiner Ansicht nach, hatte die überdachte Anlaufstelle eine Instandsetzung bitter nötig. „Das sah vorher schlimm aus“, urteilt Laßleben.

Verbundenheit

Das Dach sei verfault und undicht gewesen. Der 54-Jährige stellte ein Gerüst und tauschte das Dach innerhalb von drei Wochen komplett aus. Die ehrenamtliche Arbeit leistete er parallel zur Hauptsaison in seinem Betrieb. Nach dem Tagesgeschäft sei er an den Main gefahren und habe von 17 bis 22 Uhr am Pavillon gewerkelt, sagt Laßleben.

Als Motivation reichte dem Dachdecker die Verbundenheit mit seinem Wohnort. „Ich bin Eddersheimer und mache gerne mal was für den Ort“, erklärt der 54-Jährige, der 1991 in den Stadtteil gezogen ist. Solange die Arbeitsanforderung nicht an seine Substanz gehe, helfe er gerne. Dazu war der Handwerker auch schon in der Vergangenheit bereit. Auf Nachfrage erzählt Michael Laßleben, dass er bereits Arbeiten für den katholischen Kindergarten kostengünstig durchgeführt hat. Für das Dach des Pavillons wollte der Eddersheimer ursprünglich sogar das Material im Wert von rund 1000 Euro spenden. Die Stadt Hattersheim habe jedoch darum gebeten, das kleine Häuschen mit Naturschiefer einzudecken. Da dieses Material wesentlich teurer ist, habe die Stadt die Kosten übernommen, erklärt Laßleben.

Nicht so schnell regnen

Das neue Dach ist nicht die einzige Verbesserung, die den Pavillon attraktiver gemacht hat. Unterstützer der IG trafen sich zu Arbeitseinsätzen, in deren Verlauf sie das Holz der Seitenteile abschliffen und neu strichen. Mehreren Eddersheimern, die freiwillig Hand anlegten, ist es zu verdanken, dass der Unterstand weiterhin genutzt werden kann. Durch das Dach wird es so schnell nicht mehr regnen. Michael Laßleben schätzt, dass die Schieferplatten zwischen 60 und 80 Jahre halten.

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