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Verkehr: Grüne Ampel sorgt für Staus in Liederbach

Wenn auf der Höchster Straße die Ampeln auf „Grün“ schalten, müssen die Autofahrer aus den Seitenstraßen warten. Und das viel zu lange. Die FDP forderte deshalb, die Schaltung anzupassen und bekam dafür Rückendeckung von allen Fraktionen.
Foto: dpa Foto: dpa
Liederbach. 

Wer auf der vor einigen Jahren runderneuerten Höchster Straße unterwegs ist, der fließt meist nur so durch die Gemeinde. Der Verkehr rollt dank zweier Kreisel an den Ortseingängen und trotz einiger Ampeln. Umso mehr raufen sich jene Autofahrer manchmal die Haare, die von einer der Seitenstraßen auf die Verkehrsader von Liederbach einbiegen wollen. FDP-Fraktionschef Hans-Jürgen Jung kann ein Lied davon singen. Er stehe zum Beispiel auf der Bahnstraße regelmäßig oder beobachte wartende Fahrzeuge an der Ampel zur Höchster Straße, berichtete er jetzt in der Gemeindevertretung. Jung nannte sogar eine doch üppig angesetzte Wartezeit von „sechs bis acht Minuten“.

Ganz gleich, ob solche Werte exakt zutreffen – die FDP hat diese Ampelschaltung jetzt zum politischen Thema gemacht. Und dabei Rückendeckung von allen Fraktionen erhalten. Einstimmung beschloss das Parlament, der Gemeindevorstand solle Kontakt mit den zuständigen Behörden aufnehmen. „Um dringend Abhilfe zu schaffen“, wie es im Antrag der Liberalen heißt. Jung kritisiert darin außerdem, dass diese Ampel seit dem Umbau der Höchster Straße im 24-Stunden-Betrieb sei. Da aber im Laufe der Jahre auch der Verkehr aus den Wohngebieten zugenommen habe, stünden nicht selten fünf bis sieben Autos auf der Bahnstraße in der Schlange – „während auf der Höchster Straße kein Auto quert“.

Mancher weicht aus

Nachts und am Wochenende ärgern ihn diese Wartezeiten besonders, ergänzte Jung, der auch den Umweltschutz als Argument ins Feld führte. Manch einer weiche über die Taunusstraße aus, ganz clevere Fahrer rollten auch direkt über das Gelände der Tankstelle, berichtete der FDP-Chef. Seine Fraktion riet daher, die Schaltung entsprechend anzupassen und „dringendst Kontaktschleifen zu verlegen oder in Kombination mit Bewegungsmeldern zu steuern“.

CDU-Fraktionsvorsitzender Joachim Lehner konnte dem „voll zustimmen“. Und hatte noch einen interessanten, ergänzenden Hinweis: In die Prüfung soll auch die Fußgängerampel Höchster Straße/Am Bahnhof mit eingezogen werden. „Denn sie erlaubt es nur gesunden Sportlern, die Straße zu überqueren“, betonte Lehner.

Einen anderen Hinweis gab Thomas Kadziorowsky, Fraktionschef der FWG. Er erinnerte daran, dass die Freien Wähler einen ähnlichen Antrag schon einmal gestellt hatten. Vor fünf Jahren ging es darum, die Ampeln auf der Höchster Straße nachts abzuschalten. Bei dieser Maßnahme musste aus rechtlichen Gründen aber überprüft werden, ob Blinde und Sehbehinderte damit einverstanden sind, dass die Ampeln nachts aus sind. So verkündete es im Sommer das zuständige Straßenverkehrsamt des Main-Taunus-Kreises. Eine Vertreterin des Blinden- und Sehbehindertenbundes im Kreisbehindertenbeirat hatte tatsächlich Widerspruch eingelegt. Das Straßenverkehrsamt wollte daher die Änderung nicht anordnen, der Antrag war vom Tisch.

Tempo drosseln

Nun gibt es einen anderen Ansatz, wobei die Grünen durchaus weitergehende Maßnahmen befürworten würden. Ihr Vertreter Harald Berger brachte in der Gemeindevertretung zum Beispiel nachts eine Temporeduzierung auf der Höchster Straße ins Spiel. Das aber soll nun als separates Thema einmal grundsätzlich diskutiert werden, waren sich die Vertreter der Fraktionen einig gewesen.

(wein)
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