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Benefiz-Flohmarkt in Kriftel: Flohmarkt mit Herz und Flair

Der Benefiz-Flohmarkt am Bahnhof geht auch nach dem Abschied von Organisator Horst Raab weiter. Usch und Hans-Erich Willig vom Bahnhofs-Bistro lassen dieses Projekt weiterleben.
Carmen Schneider und Sabine Schäfler füttern das Leberecht-Schwein, mit dem Melanie Burkhardt bei den Händlern um Spenden bat. Foto: Knapp Carmen Schneider und Sabine Schäfler füttern das Leberecht-Schwein, mit dem Melanie Burkhardt bei den Händlern um Spenden bat.
Kriftel. 

Dass auf dem Flohmarkt gerne Nägel mit Köpfen gemacht werden, ist an sich nichts Ungewöhnliches. Normalerweise geht es dann aber um kleine oder größere Kuriositäten und Sammlerstücke, die zu einem Schnäppchenpreis den Besitzer wechseln. Im Fall von Hans-Erich Willig ging es aber gleich um den gesamten Flohmarkt am Bahnhof, den der langjährige Organisator schon länger in neue Hände geben wollte. „Seit meine Frau und ich das Bistro am Bahnhof vor sechs Jahren übernommen haben, sind wir auch beim Flohmarkt dabei“, holt Hans-Erich Willig aus, „und immer wieder hat der Horst gesagt, dass er am liebsten an Ort und Stelle aufhören will“.

Lange Zeit machte Raab aber noch weiter, schließlich unterstützte man mit der Veranstaltung einen guten Zweck. Fast drei Jahrzehnte ging Horst Raab mit einem großen Sparschwein zwischen den Ständen rum und sammelte Spenden für die Leberecht-Stiftung, die benachteiligte Kinder und Jugendliche unterstützt.

Dank Hans-Erich Willig und seiner Frau Usch hatte das große Porzellanschwein auch am Sonntag einen festen Platz auf dem Flohmarkt am Bahnhof. „Ich hätte es schade gefunden, wenn der Markt nicht mehr stattgefunden hätte“, sagt Willig. Neben den Spenden für den guten Zweck, um die man Standbetreiber statt einer Gebühr bittet, zeichne den Markt auch sein besonderes Flair aus.

„Wer eine Handy-Hülle für 3 Euro sucht, der wird auch im Internet fündig“, führt der Bistro-Betreiber fort, „dafür muss man nicht extra auf den Flohmarkt“. Vermeintlicher Nippes, der für ganz bestimmte Sammler einen hohen ideellen oder nostalgischen Wert hat – das sei der Kern des Trödelmarktes. Das Ehepaar Willig ist dabei selbst an einem der 36 Stände fündig geworden. Eine große, metallene Milchkanne hatte es den beiden angetan. „Es fehlt der Deckel, aber das macht nichts“, so Hans-Erich, „denn das Stück ist perfekt, um Regenschirme und Nordic Walking Stöcke an unserem Eingang zu sammeln“. Bezahlt hat man 15 Euro – ohne Verhandeln. „Die Dame wollte erst 22 Euro“, berichtet Willig schmunzelnd, „Auf dem Rückweg hat sie mich gesehen und sie mir dann für 15 gegeben. Das sind echte Flohmarkt-Profis, die auch was verkaufen wollen.“

Auch unter der neuen Aufsicht kam der Flohmarkt am Bahnhof gut an. So gut, dass alle 36 Teilnehmer bereits ihr Kommen für das nächste Jahr ankündigten. Sogar ein Termin steht schon fest: Am 27. Mai 2018 sieht man sich wieder. Zuvor steht allerdings noch der Herbstflohmarkt im Freizeitpark an. Wie genau es mit diesem Ableger im September weiter geht, steht momentan noch nicht fest. Doch Hans Erich und Usch Willig haben Bereitschaft signalisiert, sich mit einzubringen.

Übrigens war das Leberecht-Schwein am Sonntag mit 149,45 Euro gefüllt. Willig sprach gestern den Händlern ein Lob aus, sie hätten den Platz sehr sauber hinterlassen.

(rk)
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