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Offizieller Startschuss für eine neue Umgehungsstraße: Spatenstich für Diezer Tunnel

Ein kleiner Tunnel für den Bund, eine große Lösung für Diez: Beim Spatenstich sieht sich die Grafenstadt vier Jahre vor dem voraussichtlichen Ende der Baumaßnahme am Ziel.
Erster Spatenstich gestern in Diez: Für die Grafenstadt geht mit dem Tunnelbau ein Wunschtraum in Erfüllung. Erster Spatenstich gestern in Diez: Für die Grafenstadt geht mit dem Tunnelbau ein Wunschtraum in Erfüllung.
Diez. 

Vielen dürfte Frank Dobra aus der Seele sprechen. „Voller Freude und Dankbarkeit“ wertet der Stadtbürgermeister den Start zum „wichtigen Baustein“ im Diezer Verkehrskonzept als „ganz bedeutenden Tag“ für Grafenstadt und Region. Das „herausragende Projekt“ stärke den Wirtschaftsstandort, erhöhe Verkehrssicherheit und Lebensqualität und senke die Schadstoffbelastung.

„Nun sind wir am Ziel“

Am Fuße des Baukrans, auf dem Gelände der alten Kaserne, vergisst Dobra nicht, all jene zu erwähnen, die sich in vergangenen Jahrzehnten für den Tunnel eingesetzt haben – und jene, die unter „unangenehmen Entscheidungen“ leiden mussten. Bevor die Prominenz auf dem einplanierten Sand zum Spaten greift, sagt der Stadtbürgermeister: „Nun sind wir am Ziel.“

Neues Brückenbauwerk über die Aar

Für den Bau des Kreisverkehrsplatzes am Westportal des Tunnels wird ein neues Brückenbauwerk über die Aar etwa 50 Meter flussabwärts neben der bestehenden Aarbrücke errichtet.

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Wer an diesem Tag aus Stadtrat oder Umgebung zur Baustelle an der Aar gekommen ist, der kann das von Lutz Nink skizzierte „echte Puzzlespiel der innerstädtischen Verkehrsführung“ nur zu gut nachvollziehen. Der Leiter des Landesbetriebs Mobilität in Diez kennt das Thema seit der eigenen Kindheit und hat sich der Angelegenheit bereits in einem Schulaufsatz gewidmet. Jetzt, 14 Jahre nach Beginn der Planung, kann der Ingenieur davon berichten, dass die Finanzierung schnell sichergestellt und die Planungen „verhältnismäßig flott“ erledigt wurden. Auch für Nink ist der Tunnel ein herausragendes Infrastrukturprojekt für Diez und die Region.

Was es für die Menschen vor Ort bedeutet, fasst Christian Weibrecht in Zahlen: Mit der 335 Meter langen Röhre durch den Geisenberg sollen jeden Tag 10 000 Fahrzeuge von der Innenstadt ferngehalten werden. Für den Leiter der Unterabteilung Straßenbau im Bundesverkehrsministerium bedeutet die 17 Millionen Euro teure Maßnahme (14 allen für den Tunnel) „weniger Dreck“ und zugleich ein Stück gelebter Umweltpolitik.

Bevölkerung wird entlastet

Den Worten „ein kleiner Tunnel für den Bund, eine große Lösung für Diez“ stellt der Gesandte aus Bonn voran, dass in Rheinland-Pfalz im nächsten Jahr „alle planungsreifen Maßnahmen“ verwirklicht werden und die finanziellen Mittel zur Verfügung stehen. 2017 seien im Land 400 Millionen Euro verbaut worden, „Rheinland-Pfalz steht gut da“, heißt es auf der Baustelle.

„Mit dem heutigen Spatenstich kommen wir dem Ziel, die Bevölkerung in Diez von Lärm und Abgasen zu entlasten und die Verkehrssicherheit zu verbessern, einen großen Schritt näher“, betont Verkehrsminister Volker Wissing (FDP). Dringender Handlungsbedarf habe bestanden, um der Heimat die Lebensqualität zu erhalten, rückt für den FDP-Politiker das Ziel der angestrebten Entlastung inklusive einer leistungsfähigen Straßenverbindung ein enormes Stück näher. Verkehrspolitik sei eben auch ein Stück Wirtschafts- und Regionalpolitik, hebt der Freidemokrat den „Gewinn für alle“ hervor. Der Durchgangsverkehr bleibe aus der Stadt heraus, der Wohnwert steige, und die Verkehrssicherheit erhöhe sich wesentlich. Die Mittel, sagt Wissing, seien an der richtigen Stelle eingesetzt.

Vor den Zuschauern greift der Minister die Finanzierungszusage des Bundes im September 2016 auf, die Vorbereitungen zur Umsetzung durch den Landesbetrieb Mobilität und die begonnenen Arbeiten zum Bau einer neuen Aarbrücke und eines Kreisverkehrsplatzes. „Unter Verkehr gehen“ soll der Tunnel 2021.

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