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Autobahnbrücke Limburg: Nur noch wenige Meter fehlen

Von Aus zwei Mal 450 Metern Überbau besteht die neue Autobahnbrücke in Limburg. Nur noch wenige Meter fehlen und alle Lücken sind geschlossen. Das soll spätestens bis Ende Juli geschehen.
Kurz vor dem Ziel: Bald sind die letzten Lücken im Überbau der neuen Limburger Autobahnbrücke geschlossen. Bilder > Kurz vor dem Ziel: Bald sind die letzten Lücken im Überbau der neuen Limburger Autobahnbrücke geschlossen.
Limburg. 

„Es läuft alles nach Plan“, sagt Reinhold Vaupel als Bauleiter vom Ingenieur-Büro Bechert und Partner. Alles nach Plan heißt: Es gibt noch drei Lücken auf der zweiten Brückenhälfte. Insgesamt sind es noch 35 Meter, die fehlen. In der vergangenen Woche sind die Lücken um 15 Meter geschrumpft. Genau über der Lahn wird sich die letzte schließen. Wie beim ersten Teil der Brücke auch. „Wegen der Statik“, sagt der Bauleiter.

Das Bild der Baustelle hat sich deutlich verändert. Zwei große Kräne reichen aus, um sie zu versorgen. Es waren einmal sechs, die sich aus dem Tal erhoben. Im Schleusenweg ist der große Platz schon weitgehend geräumt, auf dem zuvor Bau- und Schalmaterial lagerte. Und die Zahl der Arbeiter, die täglich im Einsatz sind, ist auch deutlich geschrumpft. „Wir haben hier noch rund 25 Leute“, sagt Vaupel. In der Hochphase waren es mehr als 100.

Dass die Arbeiten so langsam zum Ende gehen, noch in diesem Jahr soll die Brücke dem Verkehr komplett zur Verfügung stehen, zeigt sich auch am Abriss der Hilfsstützen auf der Westerwaldseite. Eine der beiden viereckigen Hilfsstützen steht schon um rund 15 Meter gestutzt an dem runden Pfeiler der Achse 40. An der zweiten Hilfsstütze wird noch gearbeitet. Auf dem Gerüst stehen Arbeiter und reißen mit Hilfe eines Presslufthammers den Pfeiler ab. „Die ersten Meter werden mit der Hand gemacht, anschließend übernimmt ein Bagger vom Boden aus die Arbeiten“, erläutert Vaupel das Vorgehen. Mit einem Greifer werden die Betonpfeiler zerlegt. Ob das Verfahren auch bei den Hilfspfeilern zwischen Lahn und Bahngleisen angewandt wird, ist noch nicht geklärt.

5 Meter hoher Lärmschutz

„Wie beim ersten Brückenteil auch“, lautet Vaupels kurze Antwort auf die Arbeitsweise. Die findet nach wie vor Interesse in der Republik. Gerade erst hat Vaupel wieder Studenten der TU Braunschweig über die Baustelle geführt. Dabei interessiert zum einen natürlich ganz pauschal einmal die Praxis des Bauens, zum anderen aber auch der sogenannte freie Vorbau. Ausgehend von den Pfeilerachsen wächst die Brücke dabei in Fünf-Meter-Schritten, jeweils nach zwei Seiten. Die Schalung wird dabei von einem Gerüst frei gehalten, das sich auf dem bereits betonierten Teil des Überbaus befindet und mittels hydraulischer Kraft jeweils wieder an das Ende eines neu hinzugekommenen fünf Meter langen Abschnitts geschoben wird.

Zwischen der bereits befahrenen Brückenhälfte und dem noch im Bau befindlichen Teil gibt es einen großen Unterschied: die Lärmschutzwand. Die Stadt und ihre Bürger sollen geschützt werden. Deshalb wird die in Richtung Frankfurt führende Brückenhälfte eine fünf Meter hohe Lärmschutzwand erhalten. „Das damit verbundene Gewicht ist nicht das Thema, sondern die Windlasten“, sagt Vaupel. Bei einer Wand von fünf Meter Höhe komme da schon einiges an Winddruck und Windsog zusammen. Deshalb gibt es eine Spezialkonstruktion, die der Lärmschutzwand die notwendige Stabilität bringen soll.

80-Millionen-Projekt

Ende des Jahres soll die komplette Brücke dem Verkehr zur Verfügung stehen (Spatenstich für das 80 Millionen Euro teure Projekt war am 8. Juni 2013). Auch wenn alles nach Plan läuft, es gibt noch einiges zu tun. Auf dem bereits fertigen Teil auf der Westerwaldseite laufen die Vorbereitungen für die Abdichtung, in den Trögen beziehungsweise Hohlkammern des Überbaus werden die externen Spannglieder eingebracht, die dem Bauwerk die erforderliche Zugstabilität verleihen. Auch ist eine Entwässerung notwendig, entsprechende Vorrichtungen sind einzubauen.

Zur Brücke gehört natürlich auch der Anschluss an die Fahrbahn der Autobahn. Auch dort laufen die Arbeiten für alle, die auf der A 3 unterwegs sind, weiter. Auf der Westerwaldseite wächst dazu der mächtige Lärmschutzwall auf der ehemaligen Zufahrt zur alten Brücke. Der Asphalt und Schotter wurden natürlich zuvor entfernt.

An der Anschlussstelle Limburg-Süd nimmt die Auffahrt in Richtung Frankfurt so langsam ihre zukünftige Gestalt an.

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