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Autobahnbrücke: Kosten: 80 Millionen

Der Spatenstich ist vollzogen, die Bagger sind noch mit vorbereitenden Arbeiten beschäftigt - und die Kosten für die neue Autobahnbrücke sind schon um elf Millionen Euro gestiegen.
Auf der Westerwaldseite sind Bagger schon auf der Baustelle im Einsatz. Es sind noch vorbereitende Arbeiten. Foto: Laubach Auf der Westerwaldseite sind Bagger schon auf der Baustelle im Einsatz. Es sind noch vorbereitende Arbeiten. Foto: Laubach
Limburg. 

79,2 Millionen Euro soll die neue Autobahnbrücke kosten, rund 80 Millionen also. Das ist deutlich mehr als bisher angegeben wurde. Bisher galten Kosten in Höhe von 68 Millionen Euro als gesetzt. Für Hessen Mobil ein Missverständnis. Mit einem Kostenvolumen von 68  Millionen Euro sei das Planfeststellungsverfahren eröffnet worden, doch das habe nicht gehalten werden können. Allerdings sei die Behörde schon zu einem früheren Zeitpunkt auf höhere Kosten gekommen, was auf Nachfrage auch so kommuniziert worden sei. Elf Millionen mehr als zunächst geplant. Das hat nach Angaben von Behördensprecherin Bettina Amedick mit der immer detaillierter werdenden Planung zu tun, die auch immer genauere Kostenkalkulationen zulasse. Dass die Kostenschätzung zu Beginn des Verfahrens nicht so genau sei, sei nicht außergewöhnlich.

Teurer als zunächst geplant werde zum Beispiel der Abbruch der alten Brücke. Dort scheide zum Beispiel eine Sprengung als kostengünstige Alternative aus. Der Abbruch startet erst, wenn die neue Brücke für den Verkehr zur Verfügung steht. Auch habe es im Verlauf des Verfahrens weitere Nachbesserungen gegeben, die unter anderem auch von den Trägern öffentlicher Belange gefordert worden seien. Nach Angaben der Behördensprecherin ist dabei unter anderem auch dem Naturschutz verstärkt Rechnung getragen worden.

Aufträge vergeben

Eine deutliche Kostensteigerung gibt es im Bereich des eigentlichen Brückenbaus. Rund 46,2  Millionen Euro sind nun dafür vorgesehen, nach den alten Planungen sollten 38 Millionen ausreichen. Neben den genaueren Planungen gibt es nach Angaben von Bettina Amedick noch ein weiteres wichtiges Kriterium für die neuen Zahlen. Es liegen nun konkrete Angebote für Arbeiten vor. Nach ihren Angaben wird die Brücke durch ein Unternehmen aus Bayern gebaut. Auch die Aufträge für die Unterführung der B 8 und die Erdarbeiten im Bereich rund um die beiden Widerlager seien vergeben. Die Arbeiten für den Abbruch der bestehenden Brücke und den sogenannten Streckenbau seien noch nicht vergeben.

Noch steckt die Baustelle in den Anfängen. Auf der Westerwaldseite laufen im oberen Bereich des Lahnhangs vorbereitende Arbeiten. Das heißt, es werden Baustraßen angelegt und mögliche Umleitungen gebaut. Dabei stoßen die Arbeiter auch immer wieder auf Überbleibsel der ersten Autobahnbrücke. Gestern Mittag war das zum Beispiel wieder der Fall, als im Hang ein Stück Beton auftauchte. Während auf der Nordseite die ersten Bagger schon ihre Arbeit aufgenommen haben, werden auf der Gegenseite noch Bodenproben entnommen.

Allerdings wird die Baustelle auf Südseite noch zu erheblichen Veränderungen führen. Nach Angaben von Bettina Amedick wird der Parkplatz unter der bestehenden Brücke in Beschlag genommen. Die zwischen Eschhofen und Limburg verlaufende Landesstraße wird verschwenkt und der ganze Bereich der Gleise und der Oberleitung muss eingehaust werden.

Die neue Brücke soll im Herbst 2016 fertiggestellt sein und das alte Bauwerk dann bis zum Frühjahr 2017 abgerissen werden. Mit dem Ende der Baustelle wird im Herbst 2017 gerechnet. Mit dem Bau der heutigen Brücke war im April 1960 begonnen worden, fünf Jahre später war sie fertig. Die Kosten stiegen von zunächst 15 über 18 auf 20 Millionen Mark. jl

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