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Autobahnbrücke in Limburg: Die neue Umgehung

90 Millionen Euro wird die neue Autobahnbrücke mit allen Anschlüssen kosten. Die Stadt Limburg zahlt davon nichts, weil es eine Aufgabe des Bundes ist. Doch die Brücke wird auch Vorteile für die Stadt haben.
Michael Stanke (rechts) begrüßt auf der Baustelle den CDU-Fraktionsvorsitzenden Michael Boddenberg und den Landtagsabgeordneten Joachim Veyhelmann. In der Mitte Manfred Becker von der Deges. Foto: Laubach Johannes Michael Stanke (rechts) begrüßt auf der Baustelle den CDU-Fraktionsvorsitzenden Michael Boddenberg und den Landtagsabgeordneten Joachim Veyhelmann. In der Mitte Manfred Becker von der Deges.
Limburg. 

Michael Boddenberg, der Fraktionsvorsitzende der CDU im hessischen Landtag, leistete gestern seinem Parteifreund Michael Stanke Wahlkampfhilfe. Und Boddenberg räumte vor zahlreichen Intessierten auf der Baustelle der neue Autobahnbrücke ein, dass das alte Bauwerk wohl die Brücke sei, über die er am häufigsten gefahren sei. Boddenberg stammt aus Köln und war lange als Pendler ins Rhein-Main-Gebiet unterwegs. Und Limburg hat er natürlich zunächst einmal über den Brückenblick kennengelernt.

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Rund 100 000 Fahrzeuge rauschen über die Brücke an Limburg vorbei, lassen die Stadt im tiefen Tal liegen. Doch die neue Brücke wird nach Einschätzung von Michael Stanke dieser Stadt eine spürbare Entlastung bringen, in dem sie mit dazu beiträgt, den Verkehr in der Innenstadt zu reduzieren. Die neue Brücke verfügt über vier Fahrspuren und einen Standstreifen. Zwischen den beiden Limburger Anschlussstellen soll es eine durchgehende Verbindung geben, die kein Einfädeln in den übrigen Verkehr der Autobahn notwendig macht. „Das wird dann wie eine Umgehung sein“, sagte Michael Stanke.

Dass dies funktioniert, habe sich schon in der Vergangenheit im Rahmen der bisher letzten Sanierung der Lichfield-Brücke gezeigt. Dort war an den Einfahrten zur Stadt mit großen Hinweisschildern auf die Baustelle und die sich bietende Möglichkeit einer Umleitung über die Autobahnbrücke aufmerksam gemacht worden. Die Empfehlung ist von vielen Autofahrern umgesetzt worden. Nun soll dies mit dem Neubau der Autobahnbrücke zu einer dauerhaften Lösung werden.

Viele Fahrerinnen und Fahrer aus der Region wissen nach Einschätzung von Stanke zwar von der Möglichkeit, scheuen jedoch den Weg, da er derzeit noch mit dem Einfädeln in den fließenden Autobahnverkehr verbunden ist. Da soll mit einer durchgehenden Spur zwischen den Anschlusstellen vermieden werden. Die Umgehung werde nicht schlagartig zu einer guten Luft in Limburg führen, spürbare Verbesserung werden nach Einschätzung von Stanke nur durch eine Vielzahl von Projekten und Veränderungen erreicht.

Auch durch den Lärmschutz (in Richtung Limburg mit einer fünf Meter hohen transparenten Wand und Wällen vor und hinter der Brücke) ergeben sich weitere Vorteile für die Bürger der Stadt, so Stanke, der sich am Sonntag, 14. Juni, dem Votum der Bürger stellt.

Wie Manfred Becker von der mit der Baudurchführung beauftragten Deges (Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH) betonte, wird dann auch das derzeit noch deutlich vernehmbare Klappern beim Auffahren und Verlassen des eigentlichen Brückenbauwerks nicht mehr zu hören sein. Alles werde durch die neue Techniken deutlich leiser.

Oberbauleiter Reinhold Vaupel vom Büro Bechert und Partner erläuterte dann das Bauwerk, das sich auf 450 Metern Länge über das Tal erstreckt. Rund 400 000 Kubimeter Beton werden einmal in den Pfeilern, den Widerlagern und dem Überbau verarbeitet sein, wenn das Bauwerk fertig ist. Pro Kubikmeter können rund 2,5 Tonnen an Gewicht gerechnet werden. Rund 100 Jahre soll die Brücke bestehen. Die Lebenszeit wird allerdings nicht garantiert und hängt auch von verschiedenen Faktoren ab. Erhöht sich der Verkehr von der Anzahl der Fahrzeuge und den transportierten Lasten, verkürzt dies die Lebenszeit der Brücke, machten die Fachleute deutlich.

Nach den einführenden Worten galt es für die Besucher, die neue Brücke über das Widerlager auf der Westerwaldseite zu erklimmen. Nicht nur das Bauwerk machte dabei mächtig Eindruck, sondern auch der Ausblick und die ungewohnte Perspektive auf die Stadt und das Lahntal. jl

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