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Brücke verbindet Taunus und Westerwald: Die Lücke schließt sich

Von Es gibt immer besondere Momente beim Bauen. Der erste Spatenstich zum Beispiel, das Richtfest beim Hausbau, der Durchstich beim Tunnelbau oder der letzte Lückenschluss beim Brückenbau. Gestern war es auf der neuen Autobahnbrücke so weit.
Die Fahrbahn in Richtung Köln ist fast fertig betoniert, die Pfeilerköpfe für die Fahrbahn in Richtung Süden sind fertig. Bilder > Die Fahrbahn in Richtung Köln ist fast fertig betoniert, die Pfeilerköpfe für die Fahrbahn in Richtung Süden sind fertig.
Limburg. 

Eine Breite von fünf Metern bei einer Gesamtlänge der Brücke von 450 Metern, das ist nicht viel. Fünf Meter breit war die Lücke mitten über der Lahn im längsten Feld zwischen zwei Pfeilerachsen. 90 Meter beträgt der Abstand dort zwischen den Pfeilern. Seit gestern schließt sich die letzte Lücke in dem Bauwerk. Die Pumpen förderten den Beton in den Boden und die Seitenwände der Tröge. Damit, so Bauleiter Martin Ratzenberger vom Büro Bechert und Partner, sind die Arbeiten allerdings noch nicht abgeschlossen. Am Freitag kommender Woche wird noch die Fahrbahnplatte betoniert. Dann ist die Lücke wirklich geschlossen und dann besteht eine lückenlose Verbindung auf der neuen Brücke zwischen Taunus und Westerwald. Dafür werden dann noch einmal rund 45 Kubikmeter Beton benötigt, gestern waren es etwas über 30 Kubikmeter, die im Boden und den 40 Zentimeter starken Seitenwänden verarbeitet wurden.

Es sind statische Gründe, die den letzten Lückenschluss im größten Feld notwendig machen, macht Sonja Lecher von Hessen Mobil deutlich. Und der letzte Lückenschluss erfordert auch besondere Vorarbeiten. Die Schalung muss besonders befestigt werden, die von zwei Seiten kommenden Teilbauwerke wurden zudem mit Stahlträgern als Druckstücke versehen und es gibt noch einige weitere bauliche Besonderheiten.

 

Einsatz Ende des Jahres

 

Ende des Jahres soll der komplette Verkehr der Autobahn auf der neuen Brückenhälfte rollen. Ratzenberger hat keinen Zweifel, dass dieses Ziel erreicht wird. Auch wenn der letzte Lückenschluss ein besonderer Termin ist, die vielen anderen Baustellen auf der Großbaustelle Brücke laufen davon unbeeindruckt weiter. An der Richtungsfahrbahn Köln wächst das Gesims beziehungsweise die Kappen, die in Zukunft einmal Platz für einen Notweg bieten und die Spritzschutzwand in Richtung Dietkirchen/Eschhofen tragen.

Die Pfeilerköpfe für die Brückenhälfte, die einmal den Verkehr in Richtung Frankfurt aufnehmen sollen, sind auf der Westerwaldseite zum Teil auch schon fertig. Die schweren Gerüstteile, die zum anschließenden freien Vorbau benötigt werden, befinden sich teilweise schon auf dem Boden im Schleusenweg und müssen noch in die Höhe geschafft werden. Die blauen Stahlträger mussten zuvor erst auf Transportern die Lahnseite wechseln. Bis mit dem freien Vorbau begonnen wird, werden allerdings noch einige Tage vergehen. „Die Fahrbahn in Richtung Frankfurt wird auf die gleiche Art und Weise gebaut wie die Fahrbahn in Richtung Köln“, macht der Bauleiter deutlich.

 

Vorbereitungen

 

Auf den Pfeilern der Taunusseite fehlen noch die sogenannten Köpfe. Dort müssen zunächst die viereckigen Hilfspfeiler verschoben werden, sie werden dazu benötigt, um das wachsende Bauwerk in Balance zu halten. Gestern waren Arbeiter mit Vorbereitungen beschäftigt. Sie sägten den Beton, denn bevor die Hilfspfeiler verschoben werden, müssen sie an ihrem alten Standort erst einmal gelöst werden.

Reichlich Beton wird in den nächsten Tagen für den zweiten Abschnitt zwischen dem Widerlager auf der Taunusseite und der nächsten Pfeilerachse fließen. Dort waren die Arbeiter gestern noch mit abschließenden Bewehrungsarbeiten beschäftigt. Die Konstruktion befindet sich auf einem festen Gerüst aus Stahlträgern. „Wegen der geringen Höhe wird dort mit einem bodengestützten Tragwerk gearbeitet“, so Ratzenberger. Nicht nur an der Brücke geht es weiter zügig voran. Die Asphaltdecke von der Anschlussstelle Limburg-Süd kommend führt schon direkt an das Brückenbauwerk heran. Und die Baustelle selbst hat sich inzwischen auch auf die Fahrbahn der A 3 ausgebreitet. In Höhe der Anschlussstelle Limburg-Süd haben die Maschinen und Arbeiter die Fahrbahnmitte in Beschlag genommen, um den Anschluss an die leicht verschwenkende Fahrbahn in Richtung neuer Brücke vorzubereiten.

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