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Limburger Autobahnbrücke: Die A3-Brücke wächst zusammen

Von Gut 650 Kubikmeter Beton sind in den vergangenen zwei Tagen auf der Baustelle der neuen Autobahnbrücke über die Lahn verarbeitet worden. 150 Kubikmeter in der Höhe, 500 Kubikmeter für das Bauwerk, das in Limburg über die B 8 führt.
Der Abstand zum von der Westerwaldseite kommenden Brückenteil ist nicht mehr groß, der Lückenschluss wird hier als letztes vollzogen. Der Abstand zum von der Westerwaldseite kommenden Brückenteil ist nicht mehr groß, der Lückenschluss wird hier als letztes vollzogen.
Limburg. 

Es wächst zusammen, was zusammengehört: Mit den nun verarbeiteten 150 Kubikmetern Beton ist der Überbau der neuen Autobahnbrücke von der Pfeilerachse 50, die sich zwischen den Gleisen und der Lahn in die Höhe erhebt, nach jeder Seite um je fünf Meter gewachsen. „Wegen der Balance werden die Abschnitte immer an einem Tag betoniert“, sagt Benjamin Schüppel vom Ingenieur-Büro Bechert & Partner, das mit der Bauleitung beauftragt ist.

Der Vorbau von den Pfeilern der Achse 40 direkt an der Lahn auf der Westerwaldseite ragt schon 42,50 Meter frei über den Fluss. Noch zwei Abschnitte, und dann ist alles fertig für den Lückenschluss über die Lahn. Doch der muss warten. „Das ist der letzte Lückenschluss im ganzen Bauwerk“, sagt Schüppel. Die zwei Abschnitte des Vorbaus werden noch betoniert, dann ist an dieser Stelle erst einmal Pause. Erst wird der Überbau zwischen allen anderen Pfeilern bis zum Widerlager auf der Taunusseite komplett hergestellt und alle Lücken geschlossen.

Auch wenn die Abstände zwischen den Pfleilerachsen nicht mehr so groß sind wie zwischen den Achsen 40 und 50 (links und rechts der Lahn) mit 90 Metern, an der Systematik des Brückenbaus ändert sich nichts. Das Bauwerk wächst jeweils in beide Richtungen im sogenannten freien Vorbau. Das funktioniert über die blauen Gerüste, die auch von unten deutlich zu sehen sind. Mit dem Überbau wandern die Gerüste, die rund fünf Meter über die Betonkante hinaus wagen. An den Gerüsten hängt die Schalung, in die dann betoniert wird. Da kommt an den jeweiligen Enden des Überbaus einiges an Gewicht zusammen. Rund 120 Tonnen Vorbaugerüst, über 170 Tonnen frischer Beton, plus Stahl und noch ein paar andere Kleinigkeiten. Macht zusammen locker über 300 Tonnen.

 

Im Rückwärtsgang

 

Der frische Beton wird mit Lastwagen recht nah an die Baustelle herangefahren, sie nutzen von der Westerwaldseite kommend den bereits fertig betonierten Brückenteil. „Das ist deutlich einfacher, als den Beton in die Höhe zu pumpen“, sagt Schüppel. Die Lastwagen sind genau auf der Mitte der Brücke unterwegs. Baken markieren links und rechts die Fahrbahn, wenden ist nicht möglich, deshalb drehen die Fahrer vor dem Brückenbauwerk ihre schweren Fahrzeuge und legen die Strecke auf der Brücke dann rückwärts zurück.

„Bevor die Lastwagen auf die Brücke durften, wurde sie durch einen Prüfstatiker freigegeben“, sagt Schüppel. Der fertige Überbau in Richtung Westerwald wird nicht nur von den Betonlastwagen als Anfahrtsweg genutzt, sondern dient auch als Lagerfläche für Material, das auf den Pfeilern für die Richtungsfahrbahn nach Frankfurt benötigt wird. Auf den Pfeilern der Achse 40 sind die Arbeiter damit beschäftigt, den Baustahl zu verlegen und so miteinander zu befestigen, dass er beim Betonieren nicht verrutscht. Auf den Pfeilern der Achse 30 sind die Einschaler noch mit Sicherungen unterwegs. Dort wird noch frei gearbeitet, es gibt noch keine Geländer.

Den ganzen Tag sind die Arbeiter damit beschäftigt, den Beton an dem Überbau, der von der Achse 50 in Richtung Süden und Norden wächst, zu verteilen. Kleinere Pausen, die entstehen, weil die Lastwagen vor der Betonpumpe rangieren müssen oder es kleinere zeitliche Lücken bei der Anfahrt gibt, nutzen sie für einen Blick ins Lahntal, das rund 70 Meter unter ihnen liegt.

 

Acht Meter höher

 

Dort, wo die Arbeiter stehen, befinden sie sich schon deutlich über der alten Autobahnbrücke. Die neue Brücke steigt in Richtung Süden an und wird auf der Frankfurter Seite rund acht Meter höher sein als das alte Bauwerk.

Die Arme der beiden Betonpumpen ragten gestern Morgen weit über die Brücke hinaus. Von beiden Seiten pumpten sie den Beton auf die Baustelle. Recht geballt hatten sich die Arbeiter rund um die beiden Schläuche der Pumpen versammelt, um das ankommende Material zügig zu verteilen und zwischen dem in den vergangenen Wochen verlegten Baustahl mit Hilfe von Rüttelflaschen anzubringen.

„Rund 500 Kubikmeter Beton werden für die Decke benötigt“, sagt Benjamin Schüppel. Das Material ist über Fertigelementen verteilt worden, die in Fulda gefertigt und vor einem Monat verlegt worden waren. Dadurch war es möglich, während der Bauphase die ganze Zeit den Verkehr auf der B 8 laufen zu lassen, auch wenn es dabei zu einigen Einschränkungen kam. Ab Dezember soll die Brücke in Richtung Köln befahrbar sein.

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