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Ehrenamt: Petra Scheible für langjähriges Engagement im Sport ausgezeichnet

Der Sport liegt ihr am Herzen, aber auch die Förderung von Frauen und Mädchen bei der ehrenamtlichen Vereinsarbeit. Dafür hat Petra Scheible eine hohe Auszeichnung bekommen.
Petra Scheible hat sich den Ruf als Vordenkerin in der Vereinsarbeit erworben, weil sie früh erkannt hat, dass Vereine in den Bereichen Fitness-, Gesundheits- und Rehasport aktiv werden müssen. Foto: Mara Paul Petra Scheible hat sich den Ruf als Vordenkerin in der Vereinsarbeit erworben, weil sie früh erkannt hat, dass Vereine in den Bereichen Fitness-, Gesundheits- und Rehasport aktiv werden müssen.
Mörfelden-Walldorf. 

„Meine Welt ist nicht der Sport, sondern die Arbeit mit Menschen“, sagt Petra Scheible, Übungsleiterin und Abteilungsleiterin der Turngesellschaft (TGS) Walldorf und seit 2006 auch stellvertretende Vorsitzende des Sportkreises Groß-Gerau. Sie wurde unlängst von Rolf Müller, Präsident des Landessportbunds Hessen (LSBH), und Beate Schmidt, Vorsitzende des Landesausschusses „Frauen im Sport“, mit dem Lu-Röder-Preis ausgezeichnet. Er ist auf 1500 Euro dotiert. Wie Scheible dieses Geld investieren will, weiß sie noch nicht. „Jedenfalls in meine Arbeit.“

„Das war die Krönung meines bisherigen Engagements.“ Denn die Auszeichnung hat Scheible erhalten, weil sie das Präsidium der TGS beim Landessportbund als Vorbild im organisierten Sport als „Vordenkerin“ vorgeschlagen hatte. Die Ehrung in Erinnerung an Lu Röder, die seit 1988 an die erste Frauenwartin des Landessportbunds erinnert, war eine Überraschung für Scheible. Sie wusste von nichts.

In zwei Kategorien

Der Preis wurde erstmals in zwei Kategorien vergeben. In der Kategorie „Vorbild/Lebenswerk“ ging er an Scheible, in der Kategorie „Engagierter Nachwuchs“ an Andrea Rzehak aus Heusenstamm.

In der Laudatio für Scheible wurde deutlich, dass sie als Vorbild für andere Mädchen und Frauen im Sport tätig ist. Stets hat Lu Röder laut Schmidt für die Gleichberechtigung von Frauen im Sport gekämpft. In ihrem Sinn hat sich die aktuelle Preisträgerin stets engagiert.

Die schlanke 56-jährige, blonde Mutter einer erwachsenen Tochter ist ausgebildete Sport- und Gymnastiklehrerin. Schon als Kind wurde sie von der Mutter im Kinderwagen zur TGS gekarrt. Im Sinne einer klassischen Laufbahn wurde sie mit 14 Jahren Jugendleiterin, mit 18 Jahren Übungsleiterin, mit 33 Jahren Abteilungsleiterin. Eine besondere Herausforderung stellte der Aufbau des vereinseigenen Fitnessstudios 1997 dar. Dieser Abteilung steht sie bis dato vor.

Tradition und Moderne

Scheible gilt im LSBH auch als Vordenkerin, weil sie früh erkannt hat, dass Vereine in den Bereichen Fitness-, Gesundheits- und Rehasport aktiv werden müssen. Dabei ging sie immer der Frage nach, wie der Spagat in einem Verein zwischen Tradition und Moderne gelingen kann. Das funktioniere nur im Team. Mit Jung und Alt, Männern und Frauen. Stets habe die TGS sie unterstützt. Ihr selbst habe ihr Geschlecht nie im Weg gestanden. Im Gegenteil. Als Frauenbeauftragte griff sie aktuelle Themen im Sportkreisvorstand auf und setzte sie um.

Sie organisierte Schulungen für Selbstverteidigung und Selbstbehauptung, aber auch Seminare wie Rhetorikschulungen und Konfliktbewältigung. Frauen trotz Doppelbelastung zu fördern und zur Übernahme eines Ehrenamts zu ermutigen, lag Scheible stets am Herzen. Frauen und Männer gingen an viele Situation völlig unterschiedlich heran. Es sei wichtig zu wissen, wie das andere Geschlecht agiere und reagiere. „Frauen sind so selbstbewusst, dass sie auch aus zweiter Reihe delegieren können.“

Scheible war zwischen 1997 und 2016 Gründerin und Abteilungsleiterin des TGS-Fitness- und Gesundheitsstudios und übernahm im Januar 2018 erneut die Leitung. Sie engagiert sich in den Bereichen Gesundheitssport und im Organisationsteam für Veranstaltungen. Seit 2009 ist sie Mitglied der Gesundheitskommission auf kommunaler Ebene. Im Sportkreis Groß-Gerau ist sie seit 2003 Sportwartin, Beauftragte für den Breiten- und Gesundheitssport sowie Bildungs-, Frauen- und Seniorenbeauftragte. Seit 2006 ist Scheible stellvertretende Vorsitzende und Mitglied der Sportkommission. Im LSBH fungierte sie zwischen 2006 und 2013 im Landesausschuss „Frauen im Sport“ speziell im Netzwerk mit dem Thema „Sport in der Krebsnachsorge“ – und zwischen 2011 und 2013 war sie im Landesausschuss Sportentwicklung als Mitarbeiterin im Netzwerk „Sport und Gesundheit“ vertreten. „Diese Ehrung war für mich die Krönung meiner Laufbahn.“

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