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Abwechslungsreiches Kulturprogramm: Auf den Spuren Isenburger Geschichte

Von Von der Reformationszeit über die Hasenhaarschneider bis hin zu den Zeppelinen spannt sich der Bogen: Die Bürger erwaret ein abwechslungsreiches Kulturprogramm.
Bettina Stuckard als Schweinehirtin und Christian Kunz als Jules Verne zeigten, wie spannend Kultur in Neu-Isenburg ist. Bettina Stuckard als Schweinehirtin und Christian Kunz als Jules Verne zeigten, wie spannend Kultur in Neu-Isenburg ist.
Neu-Isenburg. 

Die Schweinehirtin platzt in die Runde. Aufgebracht zetert sie über die Entscheidung des Grafen Jean Philipp, künftig Wegezoll zu verlangen, wenn die Sprendlinger Bauern ihre Schweine zur Eichelmast in den Frankfurter Stadtwald treiben wollen. Neu-Isenburgs Kulturamtsleiterin Bettina Stuckard erntet Applaus für ihren kleinen Auftritt bei der Präsentation des Kulturprogramms für die kommenden Wochen. Keine Frage, Stuckard und Museumsleiter Christian Kunz in der Rolle einer Jules Verne-Fantasie verstehen es, Kultur „handfest und erlebbar“ zu machen. „Wir wollen den Menschen einen anderen Zugang zu unserer Geschichte ermöglichen“, erläuterte Bettina Stuckard.

Dazu hat sie mit dem Kollegen ein spannendes Kulturprogramm zusammengestellt. Das Reformationsjubiläum ist für Neu-Isenburg von besonderer Bedeutung, denn die Gründung der Siedlung Neu-Isenburg 1699 geht auf Hugenotten zurück, die als reformierte Christen aus dem katholischen Frankreich flüchteten.

Riesige Resonanz

Das Theaterstück „Martinus Luther“ am Donnerstag, 27. April, um 19.30 Uhr in der Hugenottenhalle umreißt die Persönlichkeit eines der großen Reformatoren und verdeutlicht die Kernthesen der Reformation. Einen Überblick über das „Werden und Wesen der reformatorischen Bewegung“ ist außerdem noch bis zum 4. Juni in einer Sonderausstellung im Stadtmuseum „Haus zum Löwen“, Löwengasse, zu sehen.

Das Theaterstück „Eine Stadt macht Geschichte“, das im vergangenen Sommer auf riesige Resonanz auf dem Marktplatz gestoßen war, wird noch einmal aufgeführt. Am Samstag, 13. Mai, von 15 Uhr an spielen die Schauspieler die Entstehungsgeschichte von Neu-Isenburg im Stadtmuseum „Haus zum Löwen“. „Natürlich haben wir im Stadtmuseum weniger Platz als auf dem Marktplatz, deswegen bitten wir um Anmeldung“, so Stuckard. Wenn das Interesse sehr groß ist, spielt die Laientheatergruppe das Stück auch gerne zwei Mal. Deswegen sollen sich die Interessierten unter Chris- tian.Kunz@stadt-neu-isenburg.de anmelden.

Futuristische Welten

Eine haarige Sache, ebenfalls aus der Geschichte Neu-Isenburgs, ist der Beruf der Hasenhaarschneider, der von Konrad Schneider am Freitag, 5. Mai, um 18.30 Uhr im Stadtmuseum vorgestellt wird.

Ganz spannend wird auch die „Kleine Nacht der Luftschiffe“ am Samstag, 29. April, 16 Uhr, im Zeppelin-Museum. Dort führen Akteure in futuristische Welten. Filme, Verkleidungen, Papiertheater und Tanzworkshop versetzen bei Klaviermusik und Cocktails in andere Zeiten. Einen Vorgeschmack gibt der Youtube-Trailer, den Jugendkulturpreisträger Sven Marquardt gedreht hat. Unter www.youtube.com/watch?v=BRQEvtiLWu0&feature=youtu.be ist der Trailer einsehbar. Kindern wird die Faszination Zeppelin zum Internationalen Museumstag am Sonntag, 21. Mai, in einem Workshop vermittelt.

Miterleben heißt auch, an Erinnerungen teilhaben zu lassen. Am Internationalen Museumstag, dem 21. Mai, steht im Stadtmuseum von 16 Uhr an ein schwieriges Thema an. Christel Malkemus, Neu-Isenburger Lokalpolitikerin, erzählt im „Haus zum Löwen“ von einer Frau, von der sie in der Kindheit liebevoll betreute wurde und die eine verurteilte Kindsmörderin war. Professorin Marita Metz-Becker begibt sich in den „Gretchentragödien“ auf die Spur eines tragischen Frauenschicksals.

Für alle Veranstaltungen gilt das neue Bezahlmodell der Stadtmuseen: „Zahl was du willst“. „Das Konzept geht in den ersten drei Monaten sehr gut auf“, ist Bettina Stuckard zufrieden. Die Museen hätten ein Publikumszuwachs von 25 Prozent. Die Einnahmen sind sogar um mehr als 25 Prozent gestiegen.

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