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Info-Messe für Senioren in Köppern: Lebensqualität im Alter

Von Mit der steigenden Zahl von Senioren wächst auch die Palette der Produkte und Dienstleistungen speziell für ältere Menschen. Die große Bandbreite dieser Angebote zeigte sich am Samstag bei der Info-Messe.
Die VDK-Vorsitzende Margot Brunner (sitzend) testet den Rollstuhl-Lift zum Reisebus der Firma Sack. Monika Fetz, der Busfahrer Timm Bruder und Sozialamtsleiter Klaus Holländer (von links) sind begeistert.	Fotos: Dieter Becker (2) Bilder > Die VDK-Vorsitzende Margot Brunner (sitzend) testet den Rollstuhl-Lift zum Reisebus der Firma Sack. Monika Fetz, der Busfahrer Timm Bruder und Sozialamtsleiter Klaus Holländer (von links) sind begeistert. Fotos: Dieter Becker (2)
Köppern. 

Altersgerechte Produkte und Dienstleistungen liegen voll im Trend. „Aktiv – mobil – betreut“ – so lautete auch diesmal das Motto der Info-Messe für Senioren, an der sich 40 Aussteller aus Friedrichsdorf und Umgebung beteiligten. Zahlreiche Besucher kamen am Samstag ins Forum.

Immerhin wird die Bevölkerungsgruppe der 65- bis 80-Jährigen nach Angaben des statistischen Bundesamts bis zum Jahr 2030 auf etwa 16 Millionen Personen anwachsen. Rund 10 Millionen Hochbetagte kommen bis dahin hinzu. Die über 60-Jährigen, von denen es gegenwärtig allein in Friedrichsdorf knapp 7500 gibt, haben jedoch oft spezielle Wünsche und Bedürfnisse. Darauf müssen sich die Gesellschaft, aber auch die Wirtschaft einstellen.

Die Palette an Produkten und Dienstleistungen für die Senioren in und um Friedrichsdorf ist schon heute vorzeigbar. Beispielsweise der moderne Reisebus des Köpperner Unternehmens Sack, der vor dem Forums stand und mit einer behindertengerechten Bordtoilette sowie einem Hublift für Rollstuhlfahrer ausgestattet ist. Der Aufzug befördert bis zu 750 Kilogramm in die Höhe und ist damit auch für Elektro-Rollstühle geeignet.

Wer lediglich Hilfe beim Gehen benötigt, für den präsentierte das Sanitätshaus Rosenkranz Scherer Rollatoren in allen erdenklichen Ausführungen – inklusive eines Gehwagens, der zu großen Teilen aus Carbon besteht und als „Rolls Royce“ unter den Rollatoren gerade einmal fünf Kilo auf die Waage bringt. Weitere nützliche Alltagsgegenstände wie Haltegriffe, Einstiegshilfen für die Wanne oder speziell geformtes Essbesteck für Schlaganfall-Patienten konnten ebenfalls getestet werden. Mit Präventionskursen kombinierte Gesundheitsreisen, die zum Teil sogar von den Krankenkassen bezuschusst werden, stellte das Reisebüro Stosius vor.

An den Ständen, an denen kleine Gesundheits-Checks angeboten wurden, bildeten sich rasch lange Schlangen. Beispielsweise bei den Hörtests der Unternehmen Pavel und Aumüller, die anhand mitgebrachter Hörgeräte zeigten, wie klein und leistungsstark die Hilfen inzwischen geworden sind.

Doch nicht nur das Gehör, sondern auch die sogenannte Zuckerkrankheit bereitet vielen älteren Menschen Probleme. „Diabetes tut nicht weh und fällt meist erst bei Blutuntersuchungen in Kliniken oder Arztpraxen auf“, informierte Michaela Allert von der Selbsthilfegruppe „Diabetiker helfen Diabetikern“ die Besucher, die ihren Blutzucker testen ließen und dabei über die Gefahren der Volkskrankheit aufgeklärt wurden.

 

Rat und Hilfe

 

Im Wachsen begriffen ist die Gruppe der Senioren, die zwar zu Hause leben, dort aber nicht ohne pflegerische Unterstützung zurechtkommen. Für diese Menschen gibt es ebenfalls eine Reihe von Angeboten, etwa den privaten Pflegedienst Medax und die Tagespflege Haus Bornberg, die Plätze speziell für Senioren mit Demenz bereithält und deren Leiterin Michaela Krämer die Vorteile der aktivierenden Pflege erläuterte.

Oftmals benötigen auch pflegende Angehörige Rat und Hilfe, die sie zum Beispiel bei der Pflegebegleiter-Initiative Friedrichsdorf und Hochtaunuskreis finden. An der Kooperation ist unter anderem der Pflegestützpunkt im Landratsamt beteiligt, der darüber hinaus viele Informationen für pflegebedürftige Menschen parat hält und die wohnortnahe Versorgung und Betreuung koodiniert.

Natürlich hatte auch die Ökumenische Sozialstation Friedrichsdorf, bei der die Besuchsschwester Ines Wenzel beschäftigt ist, einen eigenen Stand. Wenzel nimmt bereits in den Krankenhäusern Kontakt zu den Patienten auf und erstellt einen individuellen Pflegeplan für die Zeit nach dem Klinikaufenthalt.

Wer sich dagegen für einen stationären Pflegeplatz interessierte, war beim Seniorenheim Kroh und dem AWO Alten- und Pflegeheim Haus Dammwald gut aufgehoben. Zahlreiche weitere Stände – unter anderem des Diakonischen Werks, des Betreuervereins VBV, des Hospizdienstes, des Roten Kreuzes und der Johanniter – lieferten ebenfalls Informationen.

Und wer sich tiefergehend mit der einen oder anderen Materie befassen wollte, lauschte einem der zahlreichen Vorträge.

Am Ende zeigten sich Besucher und Aussteller zufrieden mit der Info-Messe, die laut Klaus Holländer vom städtischen Jugend- und Sozialamt weit über 700 interessierte Gäste ins Forum gelockt haben dürfte.

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