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Bundestagswahl: Königstein - die Stadt der Extreme

Von Wer hat wo seine Hochburgen? Wo finden sich die fleißigsten Wähler? Die TZ hat für Sie die Ergebnisse in den einzelnen Kommunen des Wahlkreises 176 unter die Lupe genommen.
Das sieht nicht gut aus für die CDU. Einsam und skeptisch analysiert der Vorsitzende Kreis-Union, Jürgen Banzer, das Ergebnis der Bundestagswahl im Taunus. Seine Partei hat in den Kommunen im Schnitt 10 Prozent verloren – mehr als im Bundesschnitt. Das sieht nicht gut aus für die CDU. Einsam und skeptisch analysiert der Vorsitzende Kreis-Union, Jürgen Banzer, das Ergebnis der Bundestagswahl im Taunus. Seine Partei hat in den Kommunen im Schnitt 10 Prozent verloren – mehr als im Bundesschnitt.
Hochtaunus. 

Hätten Bundeskanzlerin Angela Merkel und FDP-Chef Christian Lindner einen Wunsch frei, sie würden sich wohl die Finger danach lecken, dass das Ergebnis der Bundestagswahl aus Königstein bundesweite Gültigkeit hätte. Die Union mit 36,4 Prozent und die Liberalen mit 25,7 – das würde locker für eine schwarz-gelbe Mehrheit reichen.

Generell sind Kronberg, aber auch Königstein und Grävenwiesbach die Städte der Extreme – zumindest was die aktuelle Bundestagswahl angeht. In Kronberg holte die AfD mit 8,1 Prozent die wenigstens Stimmen im Wahlkreis 176, dafür fuhr die CDU in der Burgenstadt ihr bestes (36,7), die FDP (22,4) ihr zweitbestes Ergebnis ein.

In weiten Teilen entspricht das Ergebnis der Bundestagswahl dem im Wahlkreis 176. Ein endgültiges Ergebnis lag gestern erst kurz vor Redaktionsschluss vor, da in Bad Homburg auch um 23 Uhr noch gezählt wurde. Die CDU dürfte sich um die 33 Prozent einpendeln, die SPD ein wenig unter den bundesweiten 20 Prozent liegen. Wenig überraschend, dass die Linke im Taunus hinter ihrem Bundesergebnis zurückblieb. Ein entscheidender Unterschied: Im Hochtaunus ist die FDP der strahlende Gewinner und kratzt als Dritter am zweiten Platz der SPD. Die Grünen liegen im Bundestrend – vielleicht sogar ein wenig darüber.

Wer glaubte, dass die FDP in Kronberg ihren Zenit erreicht hatte, musste ein wenig warten, bis die Zahlen aus Königstein vorlagen – da legten die Liberalen mit 25,7 Prozent noch mal einen drauf. Für die SPD ist der Westen des Wahlkreises absolutes Krisenland: Sowohl in Kronberg (14,9) als auch in Königstein (12,5) setzte es herbe Schlappen.

CDU verliert zweistellig

Genau andersherum verlief die Wahl in Grävenwiesbach. Hier landete die AfD bei 14,4 Prozent – das beste Ergebnis im Wahlkreis. Gleiches gilt für die SPD, die hier 23,3 Prozent einfuhr. Dafür mussten die CDU (31,1) und die Grünen (8,1) in Grävenwiesbach Federn lassen und die jeweils niedrigsten Werte verzeichnen. Ein negativer Superlativ: Mit 76,8 Prozent verzeichnete man in Grävenwiesbach die niedrigste Wahlbeteiligung – und dass, wo doch zeitgleich die Bürgermeisterwahl anstand. Die meisten Wähler fanden sich in Wehrheim an der Wahlurne ein – 86,5 Prozent.

Wenig überraschend: Die CDU liegt in allen Taunus-Kommunen deutlich vorne. Allerdings musste die Union schmerzhafte Verluste einstecken, die über dem Bundesschnitt liegen. Fast durchgängig gab es zweistellige Einbrüche. Die fielen mit 12,7 Prozent in Königstein am heftigsten aus.

SPD sackt ab

Die SPD konnte im Usinger Land die meisten Stimmen auf sich vereinen: Neben Grävenwiesbach gehören Weilrod (21,5) und Neu-Anspach (21,0) zu den sozialdemokratischen „Hochburgen“. In Bad Homburg sackten die Genossen auf historisch schlechte 15,9 Prozent ab. Die AfD landete in Weilrod mit 13,2 Prozent beinahe punktgenau auf ihrem bundesweiten Ergebnis. Ansonsten war die selbst ernannte Alternative nicht so stark wie bundesweit.

Die Grünen erreichten ihr bestes Ergebnis mit 13,3 Prozent in Oberursel ein, stark auch das Abschneiden in Friedrichsdorf (11,4), Kronberg (11,0) und Bad Homburg (10,2). Die Linke blieb lediglich in Kronberg (4,3) und Königstein (4,0) unter dem Strich. In Weilrod (7,9) sowie in Neu-Anspach und Schmitten (jeweils 7,3) fuhr man gute Ergebnisse ein.

Bei der Wahlbeteiligung landeten Kronberg (83,9) und Königstein (83,6) auf den Plätzen Zwei und Drei. In Usingen (79,4) blieb die Wahlbeteiligung wie in Grävenwiesbach am Sonntag unter der 80-Prozent-Marke.

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