Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Laufsport - Alles rund um den Mainova Frankfurt Marathon ... Bad Vilbel 13°C Eine Angebot von Franfurter Neue Presse

Veranstaltung Sport im Park: Fit im Alter – Vereine zeigen, wie es geht

Rund 300 Besucher nutzten die Veranstaltung Sport im Park 50 Plus, um verschiedene Trainingsangebote zu testen. Der organisierende KSfO zeigte sich mit der Premiere zufrieden. Und für die Teilnehmer gab es auch völlig Neues zu entdecken.
<span></span> Foto: Jochen Reichwein
Oberursel. 

So viel Action an einem Sonntag mag wohl für die Patienten der Klinik Hohe Mark etwas ungewöhnlich gewesen sein. Denn im riesigen Park der Einrichtung tummelten sich zahlreiche sportlich gekleidete Besucher.

Sie bewegten sich beim Zumba-Gold-Kurs zu den Klängen rhythmischer lateinamerikanischer Musik, schwangen den Mini-Golf-Schläger, trainierten ihre Muskeln an den Geräten des Fitnessparcours der Klinik oder versuchten sich wie Regina Meyer am Rudern. Die Oberurselerin war eine von rund 300 Besuchern der ersten Sport-im-Park-Veranstaltung 50 Plus des Kultur- und Sportfördervereins Oberursel (KSfO).

„Ich wollte mir einfach mal anschauen, was die verschiedenen Vereine für mein Alter so anbieten“, meinte die 56-Jährige. Am Rudergerät schien es ihr bereits ganz gut zu gefallen.

„Mit der Ruderbewegung trainieren Sie Schultern, Nacken, Beine, Arme und den unteren Rücken. Es ist wirklich ein richtig gutes Herzkreislauftraining“, erläuterte Tanja Seifert, Trainerin bei der Turn- und Sportgemeinde Oberursel (TSGO), einer der Vereine, die sich an der KSfO-Aktion beteiligten. Außer der TSGO waren die VHS, der SC Eintracht und der Seniorentreff vertreten. Mit Helmut Bergmann ging es für Interessierte auf Erkundungstour durch das Gelände. „3000 Schritte heißt unser Programm, das wir auch im Seniorentreff zwei Mal monatlich anbieten“, erklärte Bergmann. Dabei handele es sich um einen etwa einstündigen Spaziergang, bei dem auch Rollstuhlfahrer willkommen seien.

Beim Zumba Gold hingegen sollten die Teilnehmer schon eine gewisse Fitness mitbringen, wobei es bei diesem Tanztraining, das speziell die ältere Zielgruppe ansprechen soll, etwas gemäßigter und langsamer zugeht als beim normalen Zumba. „Es ist für Menschen gedacht, die Spaß am Tanzen haben, und ist gut bei Gelenkproblemen, beispielsweise bei Knie- und Ellenbogen-Schmerzen“, sagte VHS-Trainerin Mascha Weissinger.

Gisela und Hans-Jürgen Randoll erkundeten derweil zu zweit das Angebot. Die 67 und 71 Jahre alten Oberurseler besuchten die Stationen des Sinnesparcours und probierten die Geräte des Fitnessparks aus. „Wir sind sehr sportbegeistert, gehen jeden Morgen schwimmen und fahren fast überall mit dem Fahrrad hin“, erklärten sie. Da käme so ein Sporttag für sie wie gerufen, zumal sie sich auch darüber informieren wollten, was für ihre Zielgruppe noch so angeboten werde. Außerdem zeigten sie sich vom Park-Gelände der Klinik Hohe Mark ganz begeistert. „Wir gehen so oft hier an den Waldweihern spazieren, wussten aber nicht, dass der Park für die Öffentlichkeit zugänglich ist und auch nicht, dass man beispielsweise die Sportgeräte auf dem Gelände nutzen darf.“ In Zukunft würden sie sich sicherlich mal 20 Minuten Zeit nehmen, um darauf zu trainieren.

Dies sei auch eine der Zielsetzungen für die Veranstaltung gewesen, erläuterte Projektleiterin Beate Steinfort-Krailing vom KSfO, die das Ganze mit den sechs Mitgliedern des Sportausschusses auf die Beine gestellt hatte. Zum einen galt es, durch die Kooperation mit der Klinik das Gelände für die Öffentlichkeit zu öffnen sowie die Angebote der Vereine für die Gruppe 50 Plus zu präsentieren. „Menschen über 50 strukturieren ihre Freizeit neu, und der Sport gewinnt einen immer höheren Stellenwert“, betonte Steinfort-Krailing. Dabei gehe es beim Seniorensport weniger um Leistung, sondern um Ausdauer, Koordination und Kondition. Diese Veranstaltung sehe sie als eine Art Initialzündung dafür, dass man sich mit der Zielgruppe 50 Plus in der Stadt stärker auseinandersetzt. Durch die Kooperation mit der Klinik und den Vereinen sei es auch kein sehr kostenintensives Event.

„Insgesamt sind wir mit der Premiere sehr zufrieden und denken an eine eventuelle Wiederholung im kommenden Jahr, dann jedoch eher im Frühsommer“, so die Projektleiterin. Man wolle sich als regelmäßige Anlaufstelle etablieren und Menschen über 50 dazu motivieren, mehr Sport zu treiben.

Zur Startseite Mehr aus Vordertaunus

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse