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5000-Euro-Spende hilft Flüchtlingskindern und Eltern: Betreut dank Leberecht

Malen, basteln, spielen, Spaß haben und quasi nebenbei Deutsch lernen. Die evangelische Gemeinde betreut seit Anfang des Jahres Flüchtlingskinder, deren Eltern zur gleichen Zeit die neue Sprache lernen sollen. Jetzt ist das Projekt dank einer Spende für ein Jahr gesichert.
Während die Eltern Deutsch lernen, werden die Flüchtlingskinder im evangelischen Gemeindezentrum betreut. Foto: Jochen Reichwein Während die Eltern Deutsch lernen, werden die Flüchtlingskinder im evangelischen Gemeindezentrum betreut.
Steinbach. 

Der kleine Osman liebt Bälle. Wenn die 14-jährige Nele mit ihm kickt, dann ist Osman so richtig glücklich und lacht so laut, dass die Wände im Betreuungsraum im evangelischen Gemeindezentrum in der Untergasse wackeln. Naja, fast jedenfalls. In der Zwischenzeit toben die anderen Kinder umher. Reiten zu dritt auf der Plüsch-Banane, die eine kleine Schaukel sein soll, flitzen nach draußen in den Garten der St.-Georgsgemeinde und wieder zurück. Nur der kleine Achmed, etwa ein Jahr alt, spielt seelenruhig mit dem großen Feuerwehrauto, das ihm der angehende Erzieher Yannick Lerch zugeschoben hat.

Es ist ein ganz normaler Tag im evangelischen Gemeindehaus. Während die Kinder aus Flüchtlingsfamilien im Untergeschoss toben, lernen ihre Eltern einen Stock höher Deutsch. Im großen Gemeindesaal eine Tür weiter wird an diesem Nachmittag außerdem der Seniorennachmittag gefeiert. „Dafür sind wir Kirche, dafür sind wir da“, sagt Pfarrer Herbert Lüdtke lachend, der sich freut, wenn das Haus „lebt“.

Ein wirklich großes Strahlen geht aber über sein Gesicht, wenn er an die Spende der Leberecht-Stiftung dieser Zeitung denkt. 5000 Euro stand als Summe auf dem Scheck, den ihm die Leberecht-Stiftung kürzlich überreicht hat. „Damit ist das Projekt Betreuung für Flüchtlingskinder gesichert“, erzählt er. Seit Anfang des Jahres kümmert sich Herbert Lüdtke mit einem Team aus zwölf ehrenamtlichen Betreuern darum, dass hier sechs Tage pro Woche die Kinder in guten Händen sind, während die Eltern von 14.30 bis 16 Uhr büffeln. Fünf bis zehn Jungs und Mädchen sind es pro Tag, die von mindestens zwei Betreuern beaufsichtigt werden.

Toleranz und Förderung

„Doch wir wollen die Kinder nicht verwalten, wir haben ein klares Konzept, das zum Beispiel Toleranz, soziales Lernen, Sprachförderung und vieles mehr mit einschließt“, erläutert Lüdtke. Aus dem Nichts heraus, so der Pfarrer, habe man das Projekt entwickelt, um die 80 Flüchtlingsfamilien, die derzeit in Steinbach leben, bestmöglich zu unterstützen. Die meisten von ihnen kommen aus Syrien, Afghanistan, Eritrea und Somalia. „Multikulti ist Steinbach schon immer gewesen“, weiß der Pfarrer. „Daher sind die Flüchtlingsfamilien in unserer Gemeinde auch entsprechend willkommen geheißen worden.“

Die Kinder fühlen sich wohl und lernen schnell. Auto gehört zu den ersten Wörtern, die die Kleinen beherrschen, aber auch Farben und natürlich das Wörtchen „Nein“ sind dabei. „5000 Euro, das ist sehr viel Geld“, sagt Herbert Lüdtke dankbar.

 

Die Leberecht-Stiftung dieser Zeitung macht sich seit über 60 Jahren für behinderte und benachteiligte Kinder und Jugendliche und ihre Eltern stark. Wenn auch Sie spenden wollen: Taunus-Sparkasse, BIC: HELADEF1TSK, IBAN: DE05512500000000024007
www.leberecht-stiftung.de

 

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