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Im Gründchen: Bauarbeiten für Kreisel sollen im Herbst beginnen

Von Wenn an der Bahnstraße der Kreisel gebaut wird, hat das Auswirkungen auf den Verkehr. Die Umleitung bleibt so, wie sie ursprünglich geplant wurde. Vorgeschlagene Alternativen sind offenbar nicht umsetzbar.
Hier an der Einmündung Industrie-/Bahnstraße soll der Kreisel entstehen. Die Ausschreibung für die Arbeiten läuft. Foto: Matthias Reichwein Hier an der Einmündung Industrie-/Bahnstraße soll der Kreisel entstehen. Die Ausschreibung für die Arbeiten läuft.
Steinbach. 

Schon ehe der Kreisel überhaupt errichtet ist, hat sich Steinbachs Politik ordentlich im Kreis gedreht – nämlich beim Diskutieren darüber, wie die Umleitung während der Bauarbeiten organisiert werden könnte. „Geht nur so“, sagten die einen. „Könnte man nicht doch . . . ?“, meinten die anderen. Nun, nachdem sich der Bauausschuss mit der Verkehrsführung befasst hat, ist klar: Alles bleibt so, wie es im März vorgestellt worden war.

Aber der Reihe nach: Die Haupterschließung des Gewerbegebiets „Im Gründchen“ steht bevor, inklusive Bau eines Kreisels an der Einmündung Industriestraße/Bahnstraße. Die Arbeiten sind ausgeschrieben, nach Pfingsten werden die Angebote geöffnet. Dann zeigt sich, welche Firma den Zuschlag bekommt. Wobei der aktuelle Bauboom für die Stadt bedeuten könnte: wenige Bewerber, hohe Preise.

Während der „heißen Phase“ – die im Herbst beginnen und etwa vier Monate dauern soll – ist die Bahnstraße in Höhe der Baustelle nur einspurig befahrbar. Dort wird der Verkehr per Ampel geregelt, außerdem wird eine großräumige Umleitung über die Nachbarorte ausgewiesen. Hauptdiskussionspunkt ist aber, dass Verkehrsteilnehmer zwar in die Industriestraße rein-, aber nicht rausfahren können. Die Abfahrt erfolgt über die Berliner Straße, die dadurch stärker belastet wird. „Stau in der Berliner Straße wird sich nicht vermeiden lassen“, gab Robert Moosbrugger vom verantwortlichen Planungsbüro Heinz + Feier GmbH zu.

Um auch ein Ausfahren aus der Industriestraße zu ermöglichen, wäre für die Baustellenampel eine zusätzliche Phase nötig. Die aber haben der Hochtaunuskreis und Hessen Mobil als Straßenverkehrsbehörde des Landes nicht genehmigt, betonten Moosbrugger und Bauamtsleiter Alexander Müller immer wieder. Der Rückstau auf der Bahnstraße respektive Kurmainzer Straße in Weißkirchen – beide sind die L 3006 – würde sonst zu lang. „Hessen Mobil hat gesagt, die Landesstraße muss funktionieren“, erklärte Moosbrugger.

Der zuletzt auch von der SPD aufgegriffene CDU-Vorschlag, wenigstens nachts ein Ausfahren von der Industrie- auf die Bahnstraße zu ermöglichen, um die Berliner Straße zu entlasten, erwies sich als nicht so einfach umzusetzen wie erhofft. Müssten doch zwei Mal am Tag Beschilderungen oder gar Markierungen geändert werden. Zu aufwendig und unfallträchtig.

Bürgermeister Dr. Stefan Naas (FDP) kündigte ein Gespräch mit dem Gewerbeverein an. Die Betriebe im Industriegebiet sollen angehalten werden, ihre Lkw-Fahrten auf die Tagesrandzeiten zu legen, „damit wir die Anwohner nachts schonen“, sagte Naas in Bezug auf die Berliner Straße.

Zu teuer

Die CDU hatte zudem als Alternative eine Umleitungsspur über die künftigen Gewerbeflächen, also parallel zur Bahnstraße, angeregt. „Dann sparen wir uns die überörtliche Umleitung“, sagte Christdemokrat Heino von Winning, denn die werde „eh nicht viel helfen“. Doch zum einen fordert Hessen Mobil die großräumige Umleitung, zum anderen müssten laut Planer Moosbrugger 250 Meter Straße neu gebaut und zurückgebaut werden. „Mindestens 100 000 Euro“ koste das, schätzte Müller.

Dass die vorgelegte Umleitung „alternativlos“ ist, wie es Sabine Schwarz-Odewald (Grüne) formulierte, mussten im Bauausschuss alle Kommunalpolitiker einsehen. Den Steinbachern wird das Konzept am Mittwoch, 30. Mai, in einer Bürgerversammlung erläutert. Diese beginnt um 20 Uhr im großen Saal des Bürgerhauses.

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