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Neue Reihe: Wer geht mit uns den heimischen Gewässern und ihren Geschichten auf den Grund?

Von Dem sagenhaften Rhein oder der schönen blauen Donau können Erlenbach, Usa und Weil ganz sicher nicht das Wasser reichen. Im Usinger Land jedoch sind die drei Gewässer echte Größen, die maßgeblich die Geschichte und Entwicklung der Region mitgeprägt haben. Wie, das wollen wir mit Hilfe unserer Leser in einer neuen Reihe ergründen.
Die Usa fließt hinter Usingen stets unter einem üppigen Blätterdach der Landkreisgrenze entgegen. Foto: Pieren Die Usa fließt hinter Usingen stets unter einem üppigen Blätterdach der Landkreisgrenze entgegen.
Usinger Land. 

Letzter Abfluss Nordsee – hier endet wohl jeder Tropfen Wasser, der sich in einem der Hauptgewässer des Usinger Landes verflüssigt. Allerdings nimmt die Weil einen viel direkteren Weg gen Norden als der Erlenbach und die Usa. Nach Mündung in die Lahn bei Weilburg, fließen die Weil-Wasser bereits bei Lahnstein in den Rhein. Die beiden anderen Hauptgewässer im Usinger Land nehmen zuerst einen Umweg gen Osten in Richtung Nidda, um dann ab Frankfurt-Höchst mit dem Main in Richtung Rhein zu strömen.

Für den einzelnen Tropfen ist das sicher eine Petitesse. Bekanntlich fließt ja viel Wasser den Rhein runter. Für die Menschen jedoch, die am Ufer leben, ist es seit Jahrhunderten von besonderer Bedeutung, wie ein Fluss oder Bach seinen Weg nimmt.

Grund genug, um in loser Folge in diesem Frühjahr auf die heimischen Bäche und ihre Quellen zu blicken. Unterwegs münden viele kleine Bachläufe in den Erlenbach, die Usa und die Weil. Von Kilometer zu Kilometer schwellen diese an.

Weil aber nicht nur die Weil im Sommer regelmäßig trocken fällt und bei langanhaltender Trockenheit auch kleinere Bachläufe an Wassermangel leiden, wollen wir im Sommer die geographischen und historischen Exkursionen abschließen.

Was in größeren Zusammenhängen die europäische Wasserscheide ist – also jene quer durch Europa verlaufende geographische Höhenlinie, von der aus die Bach- und Flusszuläufe ihre unterschiedlichen Wege in Richtung der Meere nehmen – gibt es auch im Usinger Land. Wenn auch in kleinerer Dimensionen.

Alle im Hochtaunuskreis „hinter“ dem Limes entspringenden Rinnsale fließen talwärts und münden irgendwo in kleine Bäche, die wiederum einem der drei genannten Hauptgewässer entgegenfließen. Die Hauptquelle des Erlenbachs liegt nordöstlich des Sandplackens knapp unterhalb des Taunuskamms auf 590 Metern Höhe.

Dort tritt der Erlenbach in einem mehrere Meter großen Tümpel hervor. Auf seinem etwa 30 Kilometer langen Lauf überwindet er dabei beachtliche 485 Höhenmeter, bevor er bei Massenheim in die Nidda mündet. Mit 34 Kilometer Länge ist die Usa zwar etwas länger als der Erlenbach. Nach ihrem Ursprung auf Neu-Anspacher Gemarkung überbrückt der Bachlauf bis zur Mündung in die Wetter südöstlich von Fauerbach in der Wetterau aber nur 335 Höhenmeter.

Die Weil hingegen ist der mächtigste Strom, der am Taunushauptkamm entspringt. Unweit des Feldbergkastells liegt die Quelle zwischen dem großen und dem kleinen Feldberg unterhalb der L3024 auf 738 Metern Höhe. Auf insgesamt 46,6 Kilometern plätschern die Weilwasser dabei 610 Meter talabwärts, bis zur Mündung in die Lahn.

Wir wollen uns in den kommenden Wochen aber nicht nur auf den Weg machen und den Ufern der drei „Großen“ bis zu deren Quellen folgen. Auch entlang kleinerer Bachläufe gibt es viel zu entdecken. Überall begegnet man Menschen, die Wissenswertes und ihre ganz eigene Geschichte über die Bäche erzählen können.

Erzählen Sie Ihre Geschichte

Gerne laden wir Sie, liebe Leser, ein, uns ihre Geschichte über die heimischen Gewässer zu erzählen. Wir freuen uns aber auch, wenn Sie unsere Autoren auf ihren Streifzügen entlang der Bachläufe begleiten möchten. Öffnen Sie uns mit Ihrem Wissen die Augen, erzählen Sie uns über Ihre besondere Beziehung zu den Lebensadern der Region. Sie führen Regie, wir schreiben Ihre Geschichte. Sie erreichen uns per E-Mail an tz-usingen@fnp.de.

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