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Angebot: Kirche bietet wieder Ferienspiele an

Von Was tun in den Ferien, wenn Eltern arbeiten müssen und auch der Lieblingsverein Pause einlegt? Nicht alle Kinder haben Großeltern, bei denen sie ihre Freizeit verbringen können. Die Kirchengemeinde hat Abhilfe geschaffen.
Anstehen zum Essenfassen: Die Konfirmanden durften bei der Ausgabe des Nachmittagssnacks an die Ferienspielkinder helfen. In diesem Jahr hat die Gemeinde mit Pfarrerin Steinmetz das Angebot der Ferienspiele wieder reaktiviert. Foto: Dorit Lohrmann Anstehen zum Essenfassen: Die Konfirmanden durften bei der Ausgabe des Nachmittagssnacks an die Ferienspielkinder helfen. In diesem Jahr hat die Gemeinde mit Pfarrerin Steinmetz das Angebot der Ferienspiele wieder reaktiviert.
Eschbach. 

Es muss vor mehr als einem Jahrzehnt gewesen sein, als der etwa 13-jährige Lukas Hille konfirmiert wurde. Damals besuchte der junge Eschbacher Schüler mit großer Begeisterung die jährlichen Ferienspiele, die der evangelische Pfarrer Hans Bühler für die Schüler ausrichtete. Kaum war die Konfirmation vorbei, schloss sich Lukas Hille selbst dem Team der Betreuer an, um den Kindern genau das zu bieten, was ihm früher so viel Freude bereitet hatte.

Längst ist Pfarrer Bühler pensioniert, während Lukas Hille als Theologiestudent dessen berufliche Fährte verfolgt. Der Wegzug der beiden hinterließ anfangs eine Lücke – die Ferienspiele wurden Vergangenheit.

Dann kam Kerstin Steinmetz nach Eschbach, nahm die verwaiste Aufgabe als Gemeindepfarrerin in Eschbach auf und sorgte für eine Neubelebung mancher Aktivitäten. „Die Ferienspiele habe ich jetzt auch aufgegriffen“, erklärte sie in einem Gespräch mit der Taunus Zeitung. In den Osterferien sowie in den Herbstferien gebe es jetzt jeweils ein paar Tage Abwechslung für Kinder zwischen fünf und zwölf Jahren. Das Grundkonzept, das ihr Vorgänger einst aufgebaut hatte, habe sie übernommen. Das bedeutete, dass jene Jugendlichen, die ihre Konfirmation bereits empfangen haben, als Betreuer eingesetzt werden. „Die diesjährigen Konfirmanden dürfen als Praktikanten schon einmal zuschauen.“

Viele Freiwillige

Diese Regelung führte dazu, dass an den zurzeit laufenden Ferienspielen nicht nur 25 Kinder teilnehmen. Sondern dem Organisationsteam, das sich aus der Pfarrerin, der Gemeindepädagogin Nathalie Sachitzki und der ehemaligen Konfirmandin Cheyenne Fink zusammen setzt, stehen zudem zehn jugendliche Helfer zur Seite. „Freiwillig“, wie Kerstin Steinmetz betonte. Und acht Kinder aus dem aktuellen Konfirmandenunterricht versuchten sich ebenfalls schon als junge Assistenten. Im nächsten Jahr dürfen auch sie die Zügel als richtige Betreuer übernehmen.

„Es ist auch für sie ein Gewinn, nicht nur als Schüler am Konfirmationsunterricht teilzunehmen, sondern einmal selbst die Seiten zu wechseln und Jüngere anzuleiten und für sie Verantwortung zu übernehmen“, erklärte Pfarrerin Steinmetz.

Natürlich ist sie selbst ständig mit dabei. „Ich hätte kein gutes Gefühl, die Gruppe allein zu lassen“, betonte sie ihr Verantwortungsbewusstsein. Das etablierte Konzept sah vor, die vier Tage der Ferienspielwoche jeweils mit einer Bibelstunde zu beginnen. Wie die Freunde von Jesus den Weg mit ihm erleben, hat das Programm-Team zum Thema gewählt. Dabei ging es um Freundschaft, um Vertrauen, um Krankheit und Gesundheit sowie darum, Gottes Liebe weiter zu geben. Zu jedem thematischen Abschnitt gab es Bibelgeschichten und zur Krönung ein Bibelquiz, die Fragen nach Alter abgestuft.

Es wurde gebastelt, und nebenan im Bürgerhaus durften die Kinder sportliche Spiele treiben, um sich auszutoben.

Der heutige Freitagabend gilt vermutlich als Höhepunkt, wenn die Kinder und Jugendlichen draußen Stockbrot backen und nach Einbruch der Dunkelheit eine Nachtwanderung unternehmen. Denn zu später Stunde satt und müde in den Schlafsack kriechen und sich gemeinsam mit Freunden bei einem Film in den Schlaf gleiten lassen, dürfte wohl jedem Kind ein besonders abenteuerliches Erlebnis sein.

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